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FC St. Pauli

 - 

1860 München

 

4:2 (0:1)

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FC St. Pauli
1860 München
1.
15.
30.
45.




46.
60.
75.
90.












Irre Aufholjagd am Millerntor

Kruses Sololauf als Sahnehäubchen

Mit einer Wahnsinns-Aufholjagd in der zweiten Hälfte hält St. Pauli Anschluss an die Tabellenspitze. Nachdem die Gäste aus München kurz nach Wiederanpfiff das zweite Mal trafen, drehten die Gastgeber - vor allem in Person von Ebbers und Matchwinner Kruse - auf und schafften es innerhalb von acht Minuten, das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen.

Löwen-Stürmer Volland (l.). gegen Paulis Boll (r.)
In einer hochdramatischen Partie gab es viele intensive Zweikämpfe, wie hier zwischen Kevin Volland (li.) und Fabian Boll.
© picture-allianceZoomansicht

FC St. Pauli Trainer Andre Schubert brachte gegenüber der 0:1-Auswärtsniederlage bei Eintracht Braunschweig Rothenbach für den verletzten Kalla (Oberschenkel-OP) Neuzugang Sliskiovic aus Mainz blieb zunächst auf der Bank. Auch bei 1860 München änderte Trainer Reiner Maurer seine Formation im Vergleich zum 3:1-Heimsieg gegen Union Berlin auf einer Position. Rukavina startete für Stahl und rückte hinten rechts in die Verteidigung. Dafür spielte der junge Schindler innen, Bülow gab mit Bierofka zusammen die Doppelsechs.

Für beide Teams ging es darum, Anschluss an Spitzenreiter Greuther Fürth zu halten, entsprechend motiviert gingen die Kontrahenten in die Partie. Bereits kurz nach Anpfiff setzten die Hausherren ein erstes Ausrufezeichen, als Schachten nach einem Freistoß frei zum Kopfball kam, aber keinen Druck hinter das Leder bringen konnte (2.).

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Die Gäste aus München hatten während der Anfangsdrangphase in der Defensive gut zu tun und schnell bestimmten intensive Zweikämpfe das Geschehen. Echte Torraumszenen waren jedoch Mangelware und mit der Zeit kamen auch die 60er immer besser in die Partie. Nach Lauths Kopfball lag der Ball in der 14. Minute im Tor - zuvor war das Spielgerät jedoch schon über die Auslinie gerollt.

Die erste richtig gute Gelegenheit hatten dann auch die Löwen. Nach einem langen Ball von Lauth legte Volland per Kopf ab auf Aigner, dessen Schuss von halbrechts am Tor vorbeiging (21.). St. Pauli konterte mit einem Distanzschuss von Saglik (23.). Die erste dicke Gelegenheit für die Kiez-Kicker hatte dann aber Sobiech, dessen Kopfball nach einer Ecke Löwen Keeper Kiraly jedoch abfangen konnte (31.). Die beste Phase der Hausherren in Hälfte eins war angebrochen. Schindlers Außenristschuss von der Strafraumgrenze klatschte an den Außenpfosten (33.), wenig später zielte Kruse genau auf Torhüter Kiraly (37.).

1860 überstand die Druckphase und ging sogar in Führung: Nachdem Volland von Thorandt im Strafraum zu Fall gebracht worden war, trat Lauth vom Elfmeterpunkt an. Der Kapitän behielt die Nerven - 0:1 (44.). Fast im Gegenzug verpasste Saglik bei einer Großchance den Ausgleich, so dass es mit der Gästeführung in die Halbzeit ging.

Für den glücklosen Saglik rückte dann Ebbers mit Beginn der zweiten Spielhälfte ins Team. Doch kaum war das Spiel wieder angepfiffen, waren es die Gäste-Fans, die erneut jubeln durften. Bierofka leitete einen schnellen Konter ein, und nach Zuspiel von Halfar war es Volland, der zunächst an Tschauner scheiterte. Den Abpraller beförderte St. Paulis Schindler unglücklich ins eigene Netz (47.).

Doch wer dachte, das Spiel sei somit gelaufen, hatte sich getäuscht. Und das war besonders dem eingewechselten Ebbers zu verdanken, der die Kiez-Kicker zurück ins Spiel brachte. Nachdem sein erster Versuch noch knapp über das Gehäuse ging (52.), war er kurze Zeit später nach Schindlers Vorlage zur Stelle und markierte mit einem trockenen Schuss aus sechs Metern endlich wieder ein Stürmertor für die Hausherren (56.). Die Fans hatten noch nicht aufgehört zu jubeln, als Bartels im Strafraum Schachten bediente und dieser mit einem wuchtigen Rechtsschuss Keeper Kiraly erneut überwandt (57.).

Das Millerntor stand Kopf und St. Pauli wollte mehr! Es sollte die Zeit des Hamburgers Kruse werden: Etwas glücklich kam dieser in der 64. Minute im Sechzehner an den Ball, und aus elf Metern traf der Mittelfeldspieler zur Führung. Zehn Minuten später setzte Kruse dann zum Solo durch die gesamte Münchner Hälfte an und hatte dann noch die Kraft, aus 16 Metern mit links aufs Tor zu schießen. Kiraly sah dabei nicht gut aus (74.).

1860 war nun endgültig am Boden, hatte aber durch den für Lauth eingewechselten Schäffler nochmal die Gelegenheit, zu verkürzen, doch Tschauners Reflex rettete (80.). Auch Bierofka per Kopfball wenig später konnte nicht mehr für Spannung sorgen (84.).

Es blieb beim verdienten Erfolg der Hamburger, die weiterhin auf dem zweiten Platz rangieren, während die Löwen zunächst auf Rang sieben abrutschen.

Am nächsten Montag (20.15 Uhr) ist der FC St. Pauli zu Gast beim Karlsruher SC, zuvor am Sonntag (13.30 Uhr) empfängt 1860 München den FSV Frankfurt.

11.09.11
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC St. Pauli
Aufstellung:
Tschauner (3) - 
Rothenbach (4) , 
Thorandt (5) , 
L. Sobiech (4) , 
Schachten (2)    
Boll (2,5) - 
Schindler (3)    
M. Kruse (1)        
F. Bruns (3)        
Bartels (2) - 
Saglik (5)    

Einwechslungen:
46. Ebbers (1,5)     für Saglik
77. Funk für F. Bruns
86. Gunesch für Schindler

Trainer:
Schubert
1860 München
Aufstellung:
Kiraly (4) - 
Rukavina (5) , 
Schindler (5)    
Buck (5) , 
Feick (5) - 
Bülow (4,5)    
Bierofka (3) - 
Aigner (3) , 
D. Halfar (3)    
Lauth (2)        

Einwechslungen:
63. Schäffler für Lauth
77. Benjamin für D. Halfar

Trainer:
Maurer

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Lauth (44., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Volland)
0:2
Schindler (47., Eigentor, Linksschuss, Volland)
1:2
Ebbers (56., Rechtsschuss, Schindler)
2:2
Schachten (57., Rechtsschuss, Bartels)
3:2
M. Kruse (64., Rechtsschuss, Ebbers)
4:2
M. Kruse (74., Linksschuss)
Gelbe Karten
St. Pauli:
F. Bruns
(1. Gelbe Karte)
TSV 1860:
Bülow
(1. Gelbe Karte)
,
Schindler
(3.)

Spielinfo

Anstoß:
11.09.2011 13:30 Uhr
Stadion:
Millerntor-Stadion, Hamburg-St. Pauli
Zuschauer:
24487 (ausverkauft)
Schiedsrichter:
Babak Rafati (Hannover)   Note 2
lag bei allen Entscheidungen richtig.
Spieler des Spiels:
Max Kruse
neben Ebbers der entscheidende Spieler für den Umschwung. Allein sein Tor zum 4:2 war das Eintrittsgeld wert.
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