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VfL Bochum

VfL Bochum

1
:
2

Halbzeitstand
1:1
FC St. Pauli

FC St. Pauli


VFL BOCHUM
FC ST. PAULI
15.
30.
45.




60.
75.
90.











VfL-Kapitän Dabrowski trifft und muss verletzt vom Feld

Kruse schießt St. Pauli spät nach ganz oben

In einer abwechslungsreichen und spannenden Partie setzte sich der FC St. Pauli am Ende mit 2:1 gegen den VfL Bochum durch. Die Hausherren begannen mit viel Tempo und belohnten sich mit der Führung. Nach der Verletzung von Dabrowski erlitt das Spiel jedoch einen Bruch und brachte die Hamburger zurück in die Partie. Kurz vor dem Schlusspfiff sorgte die Schubert-Elf für die Entscheidung.

Bochumer Jubel
Bochums Kapitän Dabrowski (kniend) brachte die Hausherren nach starker Anfangsphase früh in Führung.
© picture allianceZoomansicht

Bochums Trainer Friedhelm Funkel wirbelte seine Startformation im Vergleich zum 0:0-Unentschieden in Rostock auf fünf Positionen durcheinander. Kopplin ersetzte den gesperrten Bönig (Gelb-Rote Karte). Außerdem begannen Ostrzolek, Kramer, Berger und Inui. Vogt, Kefkir, Federico und Johansson mussten dafür auf der Bank Platz nehmen.

Auf der gegnerischen Seite musste St. Pauli-Coach Andre Schubert seine Anfangself nach dem 3:1-Sieg gegen Aachen notgedrungen zweimal umstellen. Kalla (Oberschenkelprellung) und Ebbers (Ellenbogen) fielen verletzungsbedingt aus. Rothenbach und Saglik bekamen stattdessen das Vertrauen geschenkt.

Der VfL trat vom Anpfiff weg mächtig auf das Gaspedal. Die Hausherren setzten St. Pauli früh und aggressiv unter Druck, wodurch sie immer wieder Fehler der Gäste im Spielaufbau erzwangen. Durch schöne und schnelle Kombinationen spielten sie sich einige Male in Strafraumnähe. In der siebten Spielminute fruchteten die Bemühungen. Inui bediente Freier am Sechzehnmeterraum, der das Leder direkt in den Lauf von Dabrowski tropfen ließ. Der Kapitän war einen Tick schneller am Ball als Schlussmann Tschauner und markierte die frühe Führung. Der Revierklub blieb auch in der Folge das bessere Team auf dem Rasen. Die Hamburger auf der anderen Seite fanden keine Sicherheit im eigenen Spielaufbau. Durch die laufintensive Spielweise der Bochumer und die mangelnde Bewegung der eigenen Mitspieler kamen keine kontrollierten Angriffe zustande.

Nach einer guten Viertelstunde wurde die Begegnung ruhiger und die Kiezkicker fanden etwas besser in die Begegnung. Besonders über schnelle Konter näherten sie sich dem VfL-Tor an. Die letzte Konsequenz fehlte aber weiterhin in den Aktionen. Lediglich nach Ecken und Freistößen wurde es etwas gefährlich. Nach einem unnötigen und rüden Zweikampf im Mittelfeld gegen Bartels verletzte sich Torschütze Dabrowski und musste das Feld vorzeitig verlassen (21.). Nach diesem herben Verlust erlitt das Bochumer Spiel einen merklichen Bruch. Die Schubert-Elf stand defensiv ebenfalls deutlich sicherer und bot den Hausherren weniger Räume zum Kombinieren. Besonders die zum Anfang agilen Freier und Inui tauchten in dieser Phase fast komplett ab.

In der Abwehr blieben die Kicker aus dem Ruhrpott ebenfalls nicht ohne Fehler. Kruse konnte aus vollem Lauf das Leder von der rechten Seite in die Mitte flanken. Am langen Pfosten nahm Bartels das Spielgerät in Ruhe an und schon es gezielt flach ins lange Eck (32.). Nach einer gut zehnminütigen Atempause ging es kurz vor dem Seitenwechsel heiß her und lediglich VfL-Keeper Luthe stand dem Hamburger Führungstreffer im Weg. Zuerst parierte er einen wuchtigen Kopfstoß von Sobiech, ehe er nach einem Eckball ebenfalls mit einem klasse Reflex zur Stelle war (45.).

Bartels Jubel
Fin Bartels brachte St. Pauli durch den Ausgleichstreffer auf die Siegerstraße.
© picture alliance

Nach dem Seitenwechsel gestalteten beide Teams die Begegnung ausgeglichen. Bochum hatte zwar mehr Ballbesitz, kam jedoch gegen die kompakte Hamburger Defensive durch ungenaues Passspiel kaum in den Strafraum. Die gefährlicheren Chancen hatte St. Pauli. Bartels setzte sich auf dem Flügel durch und legte das Leder von der Grundlinie nach hinten. Kruses Schuss geriet jedoch zu ungenau, sodass Schlussmann Luthe parieren konnte (52.). In der Folge war die Partie jedoch durch zahlreiche kleinere Fouls im Mittelfeld geprägt.

Bochum leitete die Schlussphase mit einem Konter im eigenen Stadion ein. Freier sprintete über das gesamte Feld und zog vier Gegenspieler auf sich. Sein Querpass fand Inui, der aber im Strafraum den Ball knapp am linken Pfosten vorbeischoss (70.). Die Partie lebte in den letzten zehn Minuten vor allem von ihrer Spannung. Die beste Chance hatte dabei nach Schachten-Flanke Henning, setzte den Ball per Kopf aber knapp über den Querbalken (81.). Die Kiezkicker gingen kurz vor dem Ende doch noch in Führung. Bruns steckte das Spielgerät perfekt durch zu Kruse, der Luthe mit einem Beinschuss keine Abwehrchance ließ - 2:1 (84.). Nur zwei Zeigerumdrehungen später witterten die Hausherren wieder Morgenluft. Schachten sollte Freier berührt haben und sah dafür seine zweite Gelbe Karte. Bochum fand in den letzten Minuten aber kein Mittel mehr gegen tief stehende Gäste.

Der VfL Bochum muss am nächsten Samstag bei Union Berlin antreten. Der FC St. Pauli empfängt am Montagabend den MSV Duisburg.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Bochum
Aufstellung:
Luthe (2) - 
Kopplin (5) , 
Maltritz (3) , 
Sinkiewicz (3,5) , 
Ostrzolek (4)    
Kramer (4)        
Dabrowski            
Freier (2) , 
Inui (2) , 
D. Berger (3,5) - 
Aydin (4)    

Einwechslungen:
21. Vogt (4) für Dabrowski
46. Toski (3,5)     für Kramer
79. Ginczek für Aydin

Trainer:
Funkel
FC St. Pauli
Aufstellung:
Tschauner (3) - 
Rothenbach (3) , 
Thorandt (3) , 
L. Sobiech (2,5) , 
Schachten (3,5)    
Boll (2,5)    
Bartels (2)    
Takyi (4)    
M. Kruse (2)    
F. Bruns (3)    
Saglik (4,5)    

Einwechslungen:
60. Hennings (3)     für Takyi
78. Morena für Saglik
88. Gunesch für F. Bruns

Trainer:
Schubert

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Dabrowski (7., Rechtsschuss, Freier)
1:1
Bartels (32., Rechtsschuss, M. Kruse)
1:2
M. Kruse (84., Linksschuss, F. Bruns)
Gelb-Rote Karten
Bochum:
-
St. Pauli:
Schachten
(86.)

Gelbe Karten
Bochum:
Kramer
(1. Gelbe Karte)
,
Ostrzolek
(1.)
,
Toski
(1.)
St. Pauli:
Hennings
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
12.08.2011 20:30 Uhr
Stadion:
Rewirpower-Stadion, Bochum
Zuschauer:
22913
Schiedsrichter:
Markus Wingenbach (Mainz)   Note 4,5
Thorandts Attacke gegen Freier war elfmeterreif (55.), Dabrowski hätte für sein Foul an Bartels verwarnt werden müssen (18.).
Spieler des Spiels:
Max Kruse
bereitete den Ausgleich vor und schoss das entscheidende 2:1, dazu weitere starke Offensivaktionen.

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