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SC Paderborn 07

 - 

Dynamo Dresden

 

2:2 (1:1)

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SC Paderborn 07
Dynamo Dresden
1.
15.
30.
45.




46.
60.
75.
90.











Paderborn verpasst Sprung auf die Aufstiegsränge

Taylor antwortet Doppel-Dedic spät

Der SC Paderborn hat es durch die Punkteteilung mit Dynamo Dresden verpassst, zumindest vorläufig von der Spitze der Zweitliga-Tabelle zu grüßen. In einer unterhaltsamen Partie erwischten die Ostwestfalen einen Blitzstart, verloren nach dem Ausgleich aber den Spiel-Faden. Als es schien, dass Doppelpacker Dedic den Gästen sogar einen Dreier bescheren würde, rettete Joker Taylor der Schmidt-Truppe zumindest einen Zähler.

Christian Strohdiek (SC Paderborn), Mickael Poté (Dynamo Dresden)
Wiedergutmachung im Fokus: Paderborn und Dresden wollten nach derben Pleiten in die Erfolgsspur zurück. Ein Sieg sprang jedoch weder für SCP-Akteur Christian Strohdiek noch für Dynamo Mickael Poté raus.
© picture allianceZoomansicht

SCP-Coach Roger Schmidt baute seine Anfangsformation im Vergleich zur derben 1:5-Klatsche in Fürth einmal um: Rupp kam erstmals von Beginn an zum Zug. Die Gladbach-Leihgabe ersetzte den gelbgesperrten Brückner im linken Mittelfeld. Dresdens Trainer Ralf Loose wartete gegenüber der 0:4-Schlappe im Ost-Duell bei Union Berlin mit zwei Startelf-Änderungen auf: Debütant Savic sowie Koch verdrängten Jungwirth und Walch, die auf der Bank Platz nahmen.

Paderborn erwischte auf eigenem Platz einen Blitzstart: Meha setzte den nach vorne stoßenden Wemmer mit einem überlegten Zuspiel in Szene. Der Außenverteidiger ließ rechts im Strafraum Bregerie ins Leere rutschen und vollstreckte zur frühen Führung (3.).

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Auch im Anschluss drängten die Hausherren couragiert nach vorne, erarbeiteten sich so eine Reihe von Möglichkeiten, das 2:0 nachzulegen: Brandy beförderte den Ball links am Gästekasten vorbei (5.). Der aufgerückte Strohdiek visierte mit dem Kopf das kurze Eck an, Dynamo-Schlussmann Hesl war auf dem Posten (10.). Keine 60 Sekunden später wurde ein Proschwitz-Abschluss aus vielversprechender Position zur Ecke abgelenkt. Drei Minuten später verhinderte Hesl, indem er Bertels´ saftigen Schuss glänzend parierte, Paderborns zweiten Treffer.

Dedic gedankenschnell und nervenstark

Rund eine Viertelstunde war gespielt, da glichen die Dresdner überraschend aus: Poté leitete das Leder mit dem Kopf in den Lauf von Dedic, der die Kugel an der Strafraumgrenze vor Mohr weiterspitzelte und vom Paderborner umgegrätscht wurde - Elfmeter! Der Gefoulte schnappt sich die Kugel selbst und versenkte sie flach in die Tormitte. Das 1:1 gab den zuvor im Offensivspiel nicht präsenten Sachsen Auftrieb. Sie agierten fortan strukturierter und zielstrebiger nach vorne.

Während es bei den Schmidt-Schützlingen nun im Aufbau hakte, wurden die Gäste zudem nach Standards von Kapitän Fiel gefährlich. Im Anschluss an eine solche Situation probierte es Koch von der Sechzehner-Markierung aus, zog entschlossen ab. SCP-Keeper Kruse lenkte den Ball per Blitzreflex an den rechten Pfosten (29.). In der Schlussviertelstunde von Durchgang eins mangelte es beiden Teams an Präzision und Tempo, sodass weitere Chancen bis zum Kabinengang ausblieben.

Beide Teams starteten mit flotten Offensivbemühungen und zwei neuen Akteuren in den zweiten Durchgang. Bei Paderborn ersetzte Demme Bertels. Bei Dresden hatte sich Stammkeeper Hesl am Finger verletzt, Kirsten übernahm den Job zwischen den Pfosten.

Nach ersten engagierten, aber zu ungenauen Angriffen bot die umkämpfte zweite Hälfte in der Folge wenig Höhepunkte. So musste das in diesem Fall berechtige Klischee vom "Angreifer im eigenen Strafraum" herhalten, um für Raunen auf den Zuschauerrängen zu sorgen: Nach Meha-Freistoß traf Poté das Spielgerät beim Klärungsversuch nicht richtig und brachte so um ein Haar Kirsten in Bedrängnis (61.). Dresden verteidigte gut organisiert und aufmerksam, auch als die Hausherren wieder mehr Druck aufbauten.

Paderborn mühte sich in der Schlussphase um den Siegtreffer, war feldüberlegen, fand aber keine Lücke in der dicht gestaffelten Defensive des Aufsteigers. In der 80. Minute stellte Dynamo den Spielverlauf erneut auf den Kopf: Die Loose-Truppe konterte blitzschnell. Poté drang energisch über rechts in den Strafraum ein, hämmerte aus spitzem Winkel drauf. Kruse lenkte die Kugel per Fußabwehr vor die Füße von Dedic, der "Danke" sagte und zur Gästeführung abstaubte. Der SCP reagierte mit wütenden Angriffen. Meha zielte knapp links vorbei (87.), doch in der Schlussminute der regulären Spielzeit rettete der eingewechselte Taylor den Ostwestfalen zumindest einen Punkt: Nach Vorarbeit von Mohr drückte der US-Amerikaner den Ball aus der Nahdistanz mit dem Kopf zum 2:2-Endstand über die Linie.

Die Paderborner genießen am kommenden Sonntag erneut Heimrecht. Die Schwarz-Blauen haben dann in einem Spitzenspiel die Eintracht aus Frankfurt zu Gast. Für Dynamo geht's erneut Freitagabend zur Sache. Dann steht auf eigenem Platz das Kräftemessen mit dem MSV Duisburg auf dem Programm.

17.02.12
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SC Paderborn 07
Aufstellung:
L. Kruse (3) - 
Wemmer (3)    
Mohr (3,5) , 
Strohdiek (4) , 
Bertels (3,5)   
Krösche (4)       
Alushi (4)   
Meha (3) , 
Rupp (3,5) - 
Brandy (3,5)   

Einwechslungen:
46. Demme (3,5) für Bertels
81. Taylor     für Brandy
87. Kara für Krösche

Trainer:
Schmidt
Dynamo Dresden
Aufstellung:
Hesl (3)   
Gueye (3,5) , 
Savic (3,5) , 
Bregerie (4) , 
Schuppan (3,5) - 
Koch (3) , 
Solga (3,5) , 
Fiel (4)          
Trojan (4) - 
Poté (3,5)   
Dedic (2)           

Einwechslungen:
46. Kirsten (3) für Hesl
71. Papadopoulos für Fiel
89. Jungwirth für Dedic


Trainer:
Loose

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Wemmer (3., Rechtsschuss, Meha)
1:1
Dedic (18., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Dedic)
1:2
Dedic (80., Rechtsschuss, Poté)
2:2
Taylor (90., Kopfball, Mohr)
Gelbe Karten
Paderborn:
Alushi
(4. Gelbe Karte)
Dresden:
Fiel
(2. Gelbe Karte)
,
Poté
(5., gesperrt)

Spielinfo

Anstoß:
17.02.2012 18:00 Uhr
Zuschauer:
8066
Schiedsrichter:
Christian Leicher (Landshut)   Note 5
mit einem ebenso unsicheren wie fehlerbehafteten Auftritt, Gelb gegen Fiel (42.) war zu hart, hätte Trojan (85.) nach Handspiel Gelb zeigen müssen, der Abpfiff nach exakt 90 Minuten war aufgrund der zahlreichen Unterbrechungen völlig falsch.
Spieler des Spiels:
Zlatko Dedic
holte den Strafstoß heraus und verwandelte ihn nervenstark, bewies beim Abstauber zum 2:1 echte Torjägerqualitäten.
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