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SC Paderborn 07

 - 

FC St. Pauli

 

1:1 (1:0)

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SC Paderborn 07
FC St. Pauli
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.









Proschwitz markiert Saisontor Nummer zehn

Boll rettet einen Punkt in der Nachspielzeit

Paderborn und St. Pauli lieferten sich am Freitagabend ein unterhaltsames Spitzenspiel. In einer Partie auf Augenhöhe sollte kein Sieger gefunden werden. Ein spätes Tor kurz vor der Pause und ein Treffer in der Nachspielzeit sorgten für ein gerechtes 1:1.

Paderborns Trainer Roger Schmidt änderte seine Starformation nach dem 2:2 beim FSV Frankfurt auf zwei Positionen: Brandy begann für Taylor im Sturm, während der zuletzt Gelb-gesperrte Bertels Strohdiek als Linksverteidiger ersetzte.

St. Paulis Coach Andre Schubert stellte im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen Dresden Gunesch für Morena in die Innenverteidigung und gab Schachten den Vorzug vor Sliskovic.

Nick Proschwitz
Saisontor Nummer zehn: Nick Proschwitz (M.) bedankt sich für eine klasse Vorarbeit bei Alushi (li.).
© picture allianceZoomansicht

Nach zwölf Spielen ohne Niederlage strotzte der SCP vor Selbstvertrauen und ging mutig in die Partie gegen die favorisierten Hamburger. So entwickelte sich eine intensive Partie mit rassigen Zweikämpfen. Paderborn war sehr präsent und kontrollierte in der Anfangsphase das Geschehen. Zwingende Torchancen sprangen aber nicht heraus. Ein gefährlicher Meha-Freistoß, den Tschauner entschärfen konnte (4.) und ein zu hoch angesetzter Schuss von Brandy (12.) aus 16 Metern gehörten zu den Highlights.

Erst nach einer knappen halben Stunde kam auch St. Paulis Offensivabteilung zur Geltung. Mit fleißiger Mithilfe des SCP: Proschwitz schlug im eigenen Strafraum ein Luftloch, doch Torwart Kruse rettete in höchster Not (26.). Diesen Aufreger nutzen die Gäste, um eine Drangphase zu entwickeln. Die beste Möglichkeit hatte Bertels, der aus 13 Metern an einer Glanzparade von Kruse scheiterte (32.).

Proschwitz macht den Unterschied

In den letzten Minuten der ersten Häfte war vom anfänglichen Mittelfeldgeplänkel nur noch wenig zu sehen. Beide Teams hielten das Tempo hoch, bekämpften sich mit offenem Visier und fuhren viele Konter. So war das Spiel trotz weniger Torchancen stets spannend. Den Schlusspunkt setzte Proschwitz, der einen Alushi-Heber aus zehn Metern ins linke Kreuzeck hämmerte (45.).

Zu Beginn des zweiten Durchgangs spielte sich das Geschehen wieder hauptsächlich im Mittelfeld ab. Torraumszenen waren Mangelware. Darauf reagierte Schubert und brachte mit Naki (52.) und Ebbers (56.) zwei neue Offensivkräfte. Das zeigte Wirkung, denn fortan nahmen die Hamburger das Heft in die Hand. Gut herausgespielte Szenen wurden aber leichtsinnig von Schachten vergeben (59., 65.).

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Dann passierte in den Strafräumen lange nichts. Die Ostwestfalen zogen sich in die eigene Hälfte zurück und rührten Beton an. St. Pauli zeigte sich bemüht, biss sich an dieser gut geordneten Defensive aber die Zähne aus. Der SCP lauerte dagegen auf Kontermöglichkeiten, die sich nur vereinzelt auftaten. Brandy hatte die Entscheidung schon auf dem Fuß, verpasste eine flache Hereingabe von Bertels aber um Zentimeter (81.).

Boll in letzter Sekunde

In der Schlussphase warfen die Hanseaten alles nach vorne und rannten unermüdlich an. Ebbers bediente Naki, der frei vor Kruse auftauchte, diesen ausspielte und dann vor dem leeren Tor vergab (87.). Doch St. Pauli gab nicht auf und nutzte in der Nachspielzeit seine allerletzte Chance: Daube zirkelte einen Freistoß vom linken Flügel nach innen, wo Boll sich in die Luft schraubte und zum Ausgleich einköpfte (90.+3).

Paderborn spielt nächsten Freitag (18 Uhr) zu Hause gegen Hansa Rostock. St Pauli beginnt die Rückrunde zwei Tage später (Sonntag, 13.30 Uhr) beim FC Ingolstadt.

02.12.11
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SC Paderborn 07
Aufstellung:
L. Kruse (3) - 
Wemmer (3)   
Mohr (3) , 
Gonther (3)   
Bertels (3,5) - 
Krösche (3,5)    
Alushi (3) - 
Meha (4)   
Brückner (4)   
Brandy (3) , 
Proschwitz (2)    

Einwechslungen:
58. Strohdiek (4) für Brückner
70. Palionis für Wemmer
78. Kara    für Meha

Trainer:
Schmidt
FC St. Pauli
Aufstellung:
Tschauner (3) - 
Schachten (4)   
Thorandt (3) , 
Gunesch (3) , 
Kalla (4) - 
Boll (1,5)        
Funk (3) - 
Daube (4) , 
M. Kruse (3,5) , 
Bartels (4)      
Saglik (4)   

Einwechslungen:
52. Naki (3) für Bartels
56. Ebbers (3) für Saglik
67. Hennings für Schachten

Trainer:
Schubert

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Proschwitz (45., Rechtsschuss, Alushi)
1:1
Boll (90. + 3, Kopfball, Daube)
Gelbe Karten
Paderborn:
Gonther
(1. Gelbe Karte)
,
Kara
(2.)
St. Pauli:
Bartels
(3. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
02.12.2011 18:00 Uhr
Zuschauer:
15000 (ausverkauft)
Schiedsrichter:
Knut Kircher (Rottenburg)   Note 2
ein souveräner Leiter, Gelb gegen Gonther war allerdings zu hart.
Spieler des Spiels:
Fabian Boll
ein unermüdlicher Antreiber mit vielen klaren Aktionen, sicherte zudem mit großer Willenskraft und seinem Tor einen Punkt.
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