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Hansa Rostock

 - 

FC St. Pauli

 

1:3 (0:1)

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Hansa Rostock
FC St. Pauli
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.













Zehnminütige Spielunterbrechung nach Bengalo-Feuern

Mintal trifft - Joker Saglik aber auch

St. Pauli entschied das umkämpfte Nord-Derby in Rostock nicht unverdient zu seinen Gunsten. Ganz früh in Unterzahl bot Hansa den spielerisch überlegenen Hamburgern gut Paroli und erzielte nach Pausenrückstand verdient den Ausgleich. Gegen in der Folge überlegene, aber einfallslos anrennende Gäste verteidigte Rostock das Remis mit Geschick und Leidenschaft, ehe ein Standard für die Vorentscheidung sorgte.

Andre Schubert
Andre Schuberts Flehen wurde erhört: St. Pauli setzte sich in Rostock durch.
© Getty ImagesZoomansicht

Rostocks Coach Peter Vollmann tauschte im Vergleich zum 0:0 beim FSV Frankfurt dreimal Personal aus: Für Jänicke, Lartey und Perthel liefen Pelzer, Ziegenbein und Weilandt auf.

Bei St. Pauli brachte Andre Schubert nach dem 2:2 gegen Fürth zwei Neue: Für Schachten (Muskelfaserriss) und Bruns durften Gunesch und Daube von Beginn an ran.

Im ausverkauften Ostseestadion startete die Partie mit klaren Vorteilen für die zweikampfstarken Rostocker, die durch Ziegenbein eine erste Möglichkeit erarbeiteten (7.).

Nur eine Minute später erwies Weilandt seinem Team einen Bärendienst: Der Mittelfeldmann nahm im Luftduell mit Morena den Ellenbogen viel zu hoch und traf den Gäste-Kapitän im Gesicht - Rot! Die taktischen Karten waren also früh neu gemischt - Schubert setzte zudem mit der Einwechslung von Schindler für den angeschlagenen Verteidiger ein richtungsweisendes Zeichen (12.).

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Doch so richtig ins Spiel kamen die Hamburger gegen leidenschaftlich kämpfende und immer wieder Nadelstiche setzende Rostocker (vornehmlich Ziegenbein) zunächst nicht. Zu hoch die Fehlerquote im Vorwärtsgang, zu unpräzise das Passspiel vor allem am gegnerischen Strafraum.

Erst Mitte des ersten Durchgangs mündeten die Kombinationen der spielerisch reiferen Schubert-Schützlinge in Möglichkeiten. Bartels, dessen Sturz an der Strafraumgrenze im Duell mit Kostal wohl von Referee Winkmann zu Recht nicht mit einem Frei- oder gar Strafstoß geahndet wurde (24.), verzog bei der besten aus guter Position (31.).

Hansa stand dann selbst dicht vor der Führung, doch Pelzer scheiterte nach einem sehenswerten Konter am Blitzreflex von Keeper Tschauner (39.). Bereits im Gegenzug folgte die Quittung: Bartels sprintete durchs Mittelfeld und überließ den Ball Naki, der auf Kruse durchsteckte. Hart bedrängt von Ziegenbein spitzelte der Linksfuß das Leder aus zehn Metern an Müller vorbei ins Tor (40.).

Nun wurden Bengalofeuer gezündet, was Winkmann zu einer zehnminütigen Spielunterbrechung veranlasste. Nach Kostals Knaller knapp über den Balken (45.+1) ging es dann endgültig in die Kabine - mit der etwas glücklichen Gästeführung.

Ohne Personalwechsel ging es nach Wiederanpfiff weiter. Und schon bald war das zunächst aktivere Rostock wieder im Spiel, denn Blums Klasse-Solo an drei Gegenspielern vorbei leitete den verdienten Ausgleich ein: Nach der Flanke des Flügelspielers ließ Tschauner Müllers Volleyschuss abprallen, und Mintal staubte aus vier Metern ab - erstes Tor des Slowaken im Hansa-Dress (50.).

Mit Bruns für Kalla (54.) rüsteten die Gäste offensiv weiter auf und drängten den Aufsteiger in der Folge mehr und mehr in dessen eigene Hälfte. Chancen blieben aber Mangelware (Ausnahme: Kruse, 64.), weil sich die Schubert-Elf immer im dichten Abwehrnetz der Hausherren verfing.

Längere Zeit tat sich wenig, ehe ein Standard für die Vorentscheidung sorgen sollte: Bruns brachte einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld in den Fünfer, wo sich Saglik von Kostal absetzte und aus vier Metern einnickte (80.).

Daube (85.) und Bartels (90.) verpassten zunächst den endgültigen K.o. der Gastgeber, ehe Saglik eine Überzahlsituation zu seinem zweiten Treffer nutzte (90.+1). St. Pauli fuhr den fünften Auswärtssieg ein und bleibt ganz oben dabei, während Hansa auf Relegationsplatz 16 abrutscht.

Rostock tritt am Freitag (18 Uhr) erneut zu Hause an und erwartet Union Berlin, St. Pauli empfängt am Sonntag (13.30 Uhr) Dynamo Dresden.

19.11.11
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hansa Rostock
Aufstellung:
K. Müller (3,5) - 
Schyrba (4,5)      
Kostal (4,5) , 
Holst (3) , 
Pelzer (4,5)          
R. Müller (3)   
Peitz (4)   
Ziegenbein (3) , 
Weilandt (6)   
Blum (3) - 
Mintal (2)       

Einwechslungen:
68. Jänicke für Schyrba
71. Albrecht für Mintal
88. Gusche für Pelzer

Trainer:
Vollmann
FC St. Pauli
Aufstellung:
Tschauner (4,5) - 
Gunesch (3) , 
Morena       
Thorandt (3)   
Kalla (4,5)   
Boll (4)   
Funk (4) - 
Daube (4) , 
M. Kruse (2)    
Bartels (3) - 
Naki (3,5)   

Einwechslungen:
12. Schindler (3,5) für Morena
54. Bruns (2) für Kalla
67. Saglik (1)         für Naki

Trainer:
Schubert

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
M. Kruse (40., Linksschuss, Naki)
1:1
Mintal (50., Rechtsschuss, R. Müller)
1:2
Saglik (80., Kopfball, Bruns)
1:3
Saglik (90. + 1, Linksschuss, Bartels)
Rote Karten
Rostock:
Weilandt
(8., grobes Foulspiel, Morena)
St. Pauli:
-
Gelbe Karten
Rostock:
R. Müller
(2. Gelbe Karte)
,
Schyrba
(3.)
,
Peitz
(5., gesperrt)
,
Pelzer
(3.)
St. Pauli:
Boll
(3. Gelbe Karte)
,
Thorandt
(2.)

Besondere Vorkommnisse
Wegen Zündens von Pyrotechnik wurde das Spiel für 14 Minuten unterbrochen (41.).

Spielinfo

Anstoß:
19.11.2011 13:00 Uhr
Stadion:
Zuschauer:
24300 (ausverkauft)
Schiedsrichter:
Guido Winkmann (Kerken)   Note 2
reagierte mit Augenmaß auf die Ausschreitungen, regelkonform der Platzverweis. Allerdings mit Problemen bei der Zweikampfbewertung.
Spieler des Spiels:
Mahir Saglik
entschied mit seinen beiden Toren das Spiel.
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