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Hansa Rostock

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Energie Cottbus

 
Hansa Rostock

1:1 (0:1)

Energie Cottbus
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Hansa Rostock
Energie Cottbus
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.










Rostock erzielt ersten Zweitligatreffer gegen Cottbus

Holst trifft Cottbus mitten ins Herz

Durch einen Last-Minute-Treffer von Abwehrmann Holst hat sich Hansa Rostock einen Punkt in einem sonst schwachen Ostderby gegen Energie Cottbus gesichert. Die Norddeutschen taten sich dabei gegen sehr defensiv eingestellte Lausitzer über weite Strecken schwer, sich gefährlich vor des Gegners Tor zu kombinieren und gerieten nach einem Fehler von Schlussmann Kevin Müller auch noch in Rückstand, wurden am Ende aber für ihren Kampfgeist belohnt.

Lange oben auf: Cottbus' Torschütze Rok Kronaveter (re.) im Zweikampf mit Rostocks Dominic Peitz
Lange oben auf: Cottbus' Torschütze Rok Kronavetter (re.) im Zweikampf mit Rostocks Dominic Peitz.
© picture allianceZoomansicht

Rostocks Trainer Peter Vollmann stellte gegenüber der 0:2-Niederlage in Düsseldorf auf drei Positionen um: Pelzer, Weilandt und Semmer rückten für Blum, Perthel und Jänicke ins Team.

Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz nahm nach der 0:2-Niederlage gegen Fürth ebenfalls drei Veränderungen vor: Für den an einer Schambeinentzündung laborierenden Bittencourt sowie Straith und Christian Müller spielten Kronaveter, Roger, der seine drei Spiele währende Rotsperre abgesessen hatte, und Adlung von Beginn an.

Es war ein zäher Beginn in Rostock. Die Gäste aus Cottbus zogen sich zunächst einmal zurück, ließen die Gastgeber kommen. Folgerichtig erarbeitete sich Hansa in der Anfangsphase ein optisches Übergewicht, abgesehen von Semmers Abschluss vom Elfmeterpunkt, der, leicht abgefälscht, am Tor vorbeistrich (4.), brachten sie die Hintermannschaft der Lausitzer dabei jedoch kaum in Verlegenheit.

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Und es blieb dabei. Rostock machte das Spiel, allerdings ohne ernsthaft Druck auf Energie auszuüben. Einzig Semmer ließ die Cottbusser Defensive mit einem feinen Solo auf der rechten Außenbahn inklusive Flanke in den Rücken der Abwehr einmal schlecht aussehen, doch Peitz' Abschluss vom Elfmeterpunkt strich knapp am Tor vorbei (23.).

Völlig überraschend und unter gütiger Mithilfe von Hansa-Keeper Kevin Müller fiel der Treffer dann aber auf der Gegenseite. Nachdem der Schlussmann zuvor bereits zweimal außerhalb seines Strafraums geklärt hatte, bediente er beim dritten Versuch Kronaveter mustergültig. Der Slowene ließ sich die Chance nicht nehmen und versenkte das Spielgerät aus gut 20 Metern eiskalt im leeren Gehäuse (31.).

Beinahe hätte Cottbus sogar direkt im Anschluss nachgelegt, doch Rangelov traf aus kurzer Distanz lediglich das Außennetz (32.). Hansa war nun gefordert, hatte auch weiterhin größere Spielanteile, gefährlich wurde es zumeist jedoch nur auf der anderen Seite. Nach Kronaveters schöner Hereingabe kam Adlung im Zentrum zum Kopfball, platzierte aber genau auf Kevin Müller (40.) Im Gegenzug bot sich Schied doch noch einmal die Chance zum Ausgleich, der Stürmer brachte das Leder vom Fünfmeterraum allerdings nicht aufs Tor (41.).

Hansa-Coach Peter Vollmann reagierte und brachte zur Pause Blum und Jänicke für den angeschlagenen Kapitän Pelzer sowie Schied. Am Spielverlauf sollte die Maßnahme zunächst freilich wenig ändern. Rostock blieb feldüberlegen, doch die Lausitzer verteidigten weiter diszipliniert, machten geschickt die Räume eng, so dass sich vor allem im Sturmzentrum kaum Platz für Rostocker Angriffe bot. Allerdings konterte Energie nun konsequenter: Nach Rangelovs Zuspiel hatte Adlung im Strafraum freie Bahn, doch Kevin Müller parierte wenn auch ein wenig glücklich - das Leder prallte vom Hosenboden des Keepers über das Tor (60.).

Da den Rostockern auch im weiteren Verlauf offensiv nur wenig einfiel, bedurfte es eines kapitalen Fehlers der Gästeabwehr, um die Norddeutschen in die Nähe des Ausgleichstreffers zu bringen. Roger ließ das Leder am eigenen Fünfmeterraum direkt vor die Füße von Semmer prallen, der jedoch am stark reagierenden Energie-Schlussmann Kirschbaum scheiterte (65.).

Die Norddeutschen waren nun gezwungen, das Risiko weiter zu erhöhen, entblößten damit jedoch zusehends die Defensive, so dass sich Cottbus die ein oder andere vielversprechende Kontergelegenheit eröffnete, die Reimerink (71.) und Rangelov (73.) allerdings leichtfertig vergaben. Eine Viertelstunde vor dem Ende brachte Vollmann nach dreimonatiger Verletzungspause den ehemaligen Bundesligatorschützenkönig Mintal für Innenverteidiger Wiemann in die Partie.

Dennoch sah es lange so aus, als käme Hansa auch mit dem Slowaken auf dem Feld nicht zum ersten Zweitligatreffer gegen Cottbus. Vielmehr hätte Rangelov kurz vor dem Ende Banovics feine Vorarbeit zur Entscheidung veredeln müssen, doch der Bulgare vergab kläglich (84.). Und so schlug in der dritten Minute der Nachspielzeit - eigentlich waren lediglich zwei angezeigt - die Stunde von Abwehrmann Holst, als er Larteys Ecke am kurzen Pfosten per Kopf mit dem Schlusspfiff zum viel umjubelten Ausgleich für Rostock ins Netz bugsierte.

Rostock gastiert am nächsten Spieltag sonntags beim FSV Frankfurt, während Cottbus zeitgleich Paderborn empfängt.

28.10.11
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hansa Rostock
Aufstellung:
Ke. Müller (5) - 
Schyrba (4,5) , 
Wiemann (4,5)        
Holst (3)    
Pelzer (5)        
Peitz (5) - 
Pannewitz (4) , 
Lartey (3) - 
Semmer (4,5) , 
Weilandt (5) - 
Schied (5)    

Einwechslungen:
46. M. Blum (3,5) für Pelzer
46. Jänicke (5) für Schied
74. Mintal für Wiemann

Trainer:
Vollmann
Energie Cottbus
Aufstellung:
Kirschbaum (4) - 
Schorch (3,5) , 
Hünemeier (3) , 
Roger (5) , 
Ziebig (4)    
Banovic (3,5) , 
Kruska (4)    
Reimerink (4,5)    
Kronaveter (3)    
Adlung (3,5)        
Rangelov (5)    

Einwechslungen:
74. C. Müller für Adlung
89. Kurth für Reimerink
90. + 2 Straith für Rangelov

Trainer:
Wollitz

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Kronaveter (31., Rechtsschuss)
1:1
Holst (90. + 3, Kopfball, Lartey)
Gelbe Karten
Rostock:
Wiemann
(6. Gelbe Karte)
Cottbus:
Ziebig
(4. Gelbe Karte)
,
Adlung
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
28.10.2011 18:00 Uhr
Stadion:
DKB-Arena, Rostock
Zuschauer:
14700
Schiedsrichter:
Knut Kircher (Rottenburg)   Note 3,5
einige Probleme in der Zweikampfbewertung, die Ausdehnung der Nachspielzeit allerdings war vertretbar.
Spieler des Spiels:
Mohammed Lartey
der Einzige, der erkennbar um Ordnung im Rostocker Spiel bemüht war. Starke Standards.
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