FCE-Coach Claus-Dieter Wollitz tauschte nach dem 1:0-Sieg beim FSV Frankfurt nur einmal: Straith ersetzte als Rechtsverteidiger den verletzten Engel. Auf der Gegenseite verzichtete Fürths Trainer Michael Büskens auf personelle Änderungen und ließ dieselbe Elf auflaufen wie beim 2:0-Erfolg gegen Aue.
Im Stadion der Freundschaft ergriffen die Lausitzer zunächst die Initiative. Energie war um Spielkontrolle und Ballbesitz bemüht, allerdings fehlte es den Gastgebern an Zielstrebigkeit im Spiel nach vorne. Folglich hatte Fürths Defensive lange Zeit keine allzu großen Probleme. Anders sah die Lage auf der anderen Seite aus, da die Cottbuser manchmal zu sorglos agierten und so den einen oder anderen Ballverlust produzierten. Das Kleeblatt nutzte diese Situationen, um sich vor dem gegnerischen Kasten bemerkbar zu machen. Nöthe schloss allerdings zwei erstklassige Kontermöglichkeiten "suboptimal" ab (9., 13.).
Die Fürther hatten mehr Struktur in ihren Angriffen und erweckten den besseren Eindruck. Nach 21 Minuten gingen sie dann auch verdient in Führung: Nehrig flankte von rechts flach an den ersten Pfosten zu Occean, der sich weg gestohlen hatte, aus vier Metern trocken vollendete und sich damit einen Tag vor seinem 30. Geburtstag selbst beschenkte.
Das Tor brachte die Lausitzer nicht aus der Fassung. Cottbus war weiter bemüht, allerdings auch ideenlos. Bezeichnend: Kein Torschuss der Wollitz-Elf in der ersten halben Stunde. Unter gütiger Mithilfe von SpVgg-Keeper Grün änderte sich das in der 32. Minute. Bei einem Abschlag kam Grün unnötigerweise raus und behinderte Mavraj. Rangelov schnappte sich den Ball und hatte nur noch das leere Tor vor sich. Der Bulgare hätte ins Tor laufen können, schob das Leder aber knapp rechts vorbei. Das war der Auftakt zu einer Drangperiode der Cottbuser, die zwar den Druck erhöhten, aber nicht zwingend waren. Weil auch die Fürther nun nach vorne nichts mehr zustande brachten, blieb es letztlich bei der knappen Gästeführung zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht allzu viel. Energie machte mehr, blieb jedoch weitgehend harmlos. Die SpVgg stand tief und setzte immer wieder Nadelstiche und hatte die qualitativ besseren Gelegenheiten. So köpfte Occean zuerst links vorbei (49.) und scheiterte etwas später an der Latte (52.). Sekunden zuvor hatte Wollitz mit einem Doppelwechsel (Adlung und Kronaveter für Bittencourt und Müller) seine Offensive belebt.
Mit den Neuen wurde das Spiel der Lausitzer variantenreicher und vor allem schneller. Cottbus wurde stärker, kam aufgrund fehlender Genauigkeit aus dem Spiel heraus aber weiterhin nicht zu zwingenden Chancen. Nach einem Freistoß hätte es jedoch fast geklingelt, Kronaveter klatschte den Ball aber nur an den rechten Pfosten (67.). Wie man es besser macht, zeigten die Franken in der 73. Minute: Occean nutzte einen Stockfehler von Straith aus, fing den Ball ab, spurtete nach vorne und flankte von der linken Grundlinie nach hinten zu Sararer - 2:0.
Das war die kalte Dusche für den FCE, der danach nicht mehr so agil auftrat und jetzt Gefahr lief, komplett unter die Räder zu geraten. Weil aber Sararers Schrägschuss links vorbei segelte (77.) und Mavraj mit seinem Hammer aus der Distanz an Kirschbaum scheiterte (78.), blieb es schlussendlich beim 2:0-Erfolg der Kleeblättler.
Energie Cottbus darf sich nun auf den kommenden Freitag und das Ost-Duell in Rostock vorbereiten. Die SpVgg Greuther Fürth dagegen ist schon am Dienstag gefordert. Im Pokal soll der SC Paderborn niedergerungen und damit das Ticket für die 3. Runde gelöst werden. In der Liga erwarten die Kleeblättler am darauffolgenden Montag die Eintracht aus Braunschweig.
| Energie Cottbus |
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| SpVgg Greuther Fürth |

