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Hertha BSC

 - 

1860 München

 

1:2 (0:0)

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Hertha BSC
1860 München
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.















Hertha verliert erstmals nach zehn Spielen wieder

Aygün und Buck verhindern die "Felgen"-Feier

Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC verpasste es am Freitagabend, sich die Zweitligameisterschaft und damit die "Felgen"-Schale zu sichern. Trotz zwischenzeitlicher 1:0-Führung unterlagen die Hauptstädter dem TSV 1860 München mit 1:2. Aygün und Buck konterten binnen sieben Minuten die Berliner Führung. Für die "Alte Dame" endet somit auch eine Serie von zuletzt zehn Partien ohne Niederlage.

Buck, Aygün, 1860 München
Doppelter Jubel: Erst markierte Aygün (re.) den 1:1-Ausgleich, 180 Sekunden später traf Buck zum 2:1.
© picture allianceZoomansicht

Herthas Trainer Markus Babbel stellte sein Team im Vergleich zum 1:0-Sieg in Duisburg auf einer Position um: Raffael rückte für Rukavytsya ins offensive Mittelfeld.
Auch "Löwen"-Coach Reiner Maurer baute nach dem 3:0-Sieg gegen Fürth einmal um: Schwarz übernahm für Ignjovski den Posten des Linksverteidigers.

Die Hertha kontrollierte zu Beginn das Spielgeschehen. Die Hauptstädter ließen den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen und kamen nach zwei Minuten zu einer ersten Standardsituation. Der von Ebert getretene Freistoß leitete aber gleich eine gute Kontermöglichkeit der Gäste durch Lauth ein. Der Löwen-Stürmer konnte diese jedoch nicht nutzen.

Berlins erste richtige Chance hatte Kobiashvili, der wunderbar von Raffael bedient wurde, aber nur das Außennetz traf. In der Folge kamen beide Teams zu weiteren Distanzschüssen: Doch sowohl Raffael (15.) auf der einen, als auch Aigner (10.) und Lauth (18.) auf der anderen Seite, scheiterten allesamt.

In Minute 26 kam die Maurer-Elf zu einer erneuten Gelegenheit. Einen Lauth-Freistoß von halblinks konnte Lustenberger gerade noch vor Aigner per Kopf zur Ecke klären. Doch auch die hatte es in sich. Keeper Aerts verschätzte sich total, so dass Stahl aus kurzer Distanz den Ball aufs freie Tor köpfte. Im letzten Moment konnte Kobiashvili auf der Torlinie das Leder klären. Im Gegenzug lief Raffael plötzlich allein auf Kiraly zu, versuchte den Münchener Schlussmann zu überlupfen, scheiterte aber an der eigenen Schussgenauigkeit (29.). In den letzten 15 Minuten von Durchgang eins leisteten sich beide Mannschaften zu viele Fehlpässe, Chancen blieben aus.

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Nach dem Seitenwechsel dauerte es nur vier Zeigerumdrehungen, ehe Aigner aus spitzem Winkel zu einem Vollspannschuss ansetzte. Aerts konnte das Spielgerät nur nach vorne abprallen lassen, seine Vorderleute klärten anschließend endgültig. Viele kleine Fouls hemmten in den Folgeminuten den Spielfluss und Chancen blieben Mangelware. Wie aus dem Nichts fiel dann das 1:0 für die Heimelf. Lell setzte sich gegen Halfar an der Eckfahne durch und gab das Leder in die Mitte, wo Aygün den Ball ins eigene Tor beförderte (60.).

Jedoch ließ die Antwort der Maurer-Schützlinge nicht lange auf sich warten: Nur 180 Sekunden nach der Berliner Führung traf Aygün ins richtige Tor - 1:1 (63.). Lauth hatte per langer Freistoßflanke aufgelegt. Nur sieben Minuten später gab es aus ähnlicher Distanz erneut Freistoß für die Gäste. Wieder trat Lauth an, und wieder landete die Kugel im Tor. Diesmal lauerte Buck am langen Pfosten und grätschte das Leder in die Maschen (70.).

Die Hertha konnte sich trotz der Unterstützung auf den Rängen nicht mehr vom Schock des Rückstandes erholen. Stattdessen holten sich Schulz (80.), Raffael (83.) und Lell (85.) Gelbe Karten ab. Vor allem Lell hatte Glück, dass Schiedsrichter Steuer ihn nicht vom Platz stellte, nachdem der Ex-Bayern-Akteur Halfar mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen hatte. In der dritten Minute der Nachspielzeit zappelte das Leder dann doch nochmal im Netz, aber Lasoggas zweiter Treffer des Abends fand wegen Abseits keine Anerkennung. Anschließend pfiff Schiri Steuer die Partie ab.

Hertha wird am Sonntag (13.30 Uhr) von Erzgebirge Aue erwartet, während 1860 München den FC Ingolstadt empfängt.

29.04.11
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Aerts (4,5) - 
Lell (2)   
Hubnik (3) , 
Mijatovic (3,5)    
Kobiashvili (2,5) - 
Niemeyer (3,5)   
Lustenberger (3,5)   
Ebert (4)   
Raffael (4)   
Ramos (5) - 
Lasogga (4)   

Einwechslungen:
66. Schulz    für Ebert
79. Domovchiyski für Niemeyer

Trainer:
Babbel
1860 München
Aufstellung:
Kiraly (3,5) - 
Rukavina (3) , 
Aygün (2,5)    
Buck (2)       
B. Schwarz (4,5)      
D. Stahl (2,5) , 
Bülow (3,5) - 
Aigner (4) , 
D. Halfar (4)   
Lauth (2,5)       
Volland (3,5)

Einwechslungen:
56. Schindler (4) für B. Schwarz
89. Bierofka für D. Halfar
90. Rakic für Lauth

Trainer:
Maurer

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Aygün (60., Eigentor, Linksschuss, Lell)
1:1
Aygün (63., rechte Schulter, Lauth)
1:2
Buck (70., Linksschuss, Lauth)
Gelbe Karten
Hertha:
Lasogga
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Lustenberger
(3.)
,
Schulz
(3.)
,
Raffael
(5., gesperrt)
,
Lell
(6.)
TSV 1860:
B. Schwarz
(1. Gelbe Karte)
,
Buck
(4.)

Spielinfo

Anstoß:
29.04.2011 18:00 Uhr
Stadion:
Olympiastadion
Zuschauer:
57829
Schiedsrichter:
Florian Steuer (Menden)   Note 5,5
lag zwar bei Lasoggas nicht anerkanntem Tor (90./+3, Vorarbeiter Ramos stand im Abseits) richtig, aber sonst oft falsch: Hätte Hertha einen Elfmeter (88., Aygün an Domovchiyski) zusprechen und vorm 1:2 Aygüns Foul an Hubnik ahnden müssen; Lell (84., Stoß gegen Halfar) war mit Gelb gut bedient.
Spieler des Spiels:
Stefan Buck
stellungssicher und hochkonzentriert in der Defensive, dazu mit dem Siegtor.
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