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Alemannia Aachen

 - 

VfL Bochum

 

1:3 (1:1)

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Alemannia Aachen
VfL Bochum
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.




















Bochum zum 13. Mal hintereinander ungeschlagen

Aachens Elfmeter-Wahnsinn stellt Azaouaghs Bogenlampe in den Schatten

Ein verrücktes Tor geschossen, zwei Elfmeter überstanden, drei Punkte geholt: Der VfL Bochum bleibt nach einem aufregenden 3:1-Sieg bei Alemannia Aachen im Aufstiegsrennen ganz oben dabei und zum 13. Mal am Stück ungeschlagen. Nach temporeichem ersten Durchgang wurde es nach der Pause kurios. Binnen zwei Minuten verschossen die Gastgeber zwei Strafstöße - strittige noch dazu. Und Maltritz gab am Ende Anschauungsunterricht.

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David Hohs (Alemannia Aachen) muss das 0:1 hinnehmen
Verschätzt: David Hohs wird von Mimoun Azaouaghs "Flanke" überrascht.
© imago Zoomansicht

Aachens Trainer Peter Hyballa nominierte Feisthammel und Arslan, die vor dem 1:2 in Ingolstadt aus dem Team rotiert waren, wieder für die Startelf. Casper und Cubukcu rutschten dafür auf die Bank.

VfL-Coach Friedhelm Funkel nahm gegenüber dem 1:1-Remis gegen Karlsruhe gleich vier Wechsel vor: Ostrzolek (nach Gelb-Rot-Sperre), Vogt, Azaouagh (nach Grippe) und Chong Tese begannen für Bönig, Federico, Dedic (alle Bank) und Aydin, der sich bei einem Sprint im Training eine Oberschenkelzerrung zugezogen hatte.

Beide Seiten gingen die Partie sehr engagiert, aber nicht immer mit der nötigen Genauigkeit im Angriffsspiel an. Nachdem Arslan bei der ersten Chance aus spitzem Winkel an Luthe gescheitert war (5.), übernahm der VfL langsam das Kommando und erzielte nach einer Viertelstunde die Führung - auf irre Weise: Azaouagh bekam nach einer zunächst abgewehrten Ecke auf der rechten Seite erneut den Ball, und sein zweiter Flankenversuch senkte sich über dem schlecht postierten Hohs ins lange Eck. Die Alemannia war erst einmal leicht geschockt, nach einem weiteren scheinbar geklärten Eckstoß hätte Maltritz aus wenigen Metern fast erhöht, Hohs faustete diesmal erfolgreich (24.).

Bei Standards wackelten sie, auf ihre Offensive konnten sich die Aachener dagegen mal wieder verlassen. Ein toller Höger-Lupfer schickte Arslan rechts in den Strafraum, Ostrzolek hob das Abseits auf, und der Aachener überwand den chancenlosen Luthe mit einem Rechtsschuss ins lange Eck (26.). Bis zur Pause blieb das Tempo hoch, die Hausherren waren nun richtig drin im Spiel. Der letzte Pass funktionierte allerdings hüben wie drüben oft nicht, Chong Teses Kopfball - erneut nach einer Ecke - war so die letzte nennenswerte Möglichkeit (41.).

Wer den ersten Durchgang schon für unterhaltsam hielt, hatte die Rechnung ohne den zweiten gemacht. Zunächst ging der VfL erneut in Front: Olajengbesi konnte einem Doppelpass zwischen Korkmaz und Azaouagh nicht folgen, der Österreicher vollstreckte aus elf Metern (55.). Wie vor der Pause wirkte die Alemannia zunächst geschockt, schüttelte sich dann und antwortete vehement. Es tat sich schier Unglaubliches: Binnen zwei Minuten zeigte Referee Dr. Felix Brych zweimal für Aachen auf den Elfmeterpunkt, zweimal war es strittig, zweimal wurde verschossen! Zunächst hielt Maltritz leicht gegen Auer, Höger scheiterte an Luthe (61.). Dann faustete Luthe eine Flanke weg, traf dabei aber neben Ball auch Radjabali-Fardi. Die Ausführung gestaltete sich dann ähnlich umstritten wie die Entscheidung: Auers Lattenkracher sprang auf die Linie - oder kurz dahinter (63.).

Und es blieb hektisch: Feisthammel, kurz nach dem Seitenwechsel wegen Meckerns verwarnt, rutschte in Korkmaz rein, Brych blieb keine andere Wahl als Gelb-Rot (73.). Zwar wehrte sich die Alemannia auch zu zehnt zunächst nach Kräften, fünf Minuten vor Schluss machten die Gäste dann aber alles klar: Nachdem Vogt (73.) und Azaouagh (81.) noch vergeben hatten, gab's erneut einen nicht unbedingt zweifelsfreien Foulelfmeter, diesmal hatte Stehle Joker Dedic festgehalten. Maltritz verwandelte ganz souverän zum Endstand an einem aufregenden Nachmittag auf dem Tivoli (85.), dem Högers zu Unrecht nicht mit Rot bestrafter Tritt gegen Dabrowski einen unrühmlichen Schlusspunkt verpasste (89.).

Aachen muss sich selbst vorwerfen, zum dritten Mal in Folge verloren zu haben, bleibt aber im gesichterten Tabellenmittelfeld. Am Samstag geht's nach Osnabrück. Der VfL dagegen reist glücklich nach Bochum zurück, wo er am Montagabend Energie Cottbus empfängt.

13.03.11
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Alemannia Aachen
Aufstellung:
Hohs (4)    
Feisthammel (4)    
Olajengbesi (4,5) , 
Stehle (4,5)    
Achenbach (4) - 
Höger (2,5)    
Kratz (3)    
Arslan (3,5)        
Radjabali-Fardi (4,5)    
Auer (3)        

Einwechslungen:
64. Junglas für Radjabali-Fardi
77. Radu für Arslan
81. Cubukcu für Kratz

Trainer:
Hyballa
VfL Bochum
Aufstellung:
Luthe (2)    
Kopplin (3) , 
Maltritz (3)    
Yahia (4) , 
Ostrzolek (3,5) - 
Vogt (4) , 
Johansson (4) , 
Dabrowski (3,5)    
Azaouagh (1,5)        
Korkmaz (2)        
Chong Tese (3,5)    

Einwechslungen:
79. Dedic für Chong Tese
81. Federico für Korkmaz
87. Saglik für Azaouagh

Trainer:
Funkel

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Azaouagh (15., Rechtsschuss, Korkmaz)
1:1
Arslan (26., Rechtsschuss, Höger)
1:2
Korkmaz (55., Rechtsschuss, Azaouagh)
1:3
Maltritz (85., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Dedic)
Gelb-Rote Karten
Aachen:
Feisthammel
(73.)
Bochum:
-
Gelbe Karten
Aachen:
Auer
(4. Gelbe Karte)
,
Stehle
(8.)
,
Hohs
(2.)
,
Höger
(4.)
Bochum:
Luthe
(4. Gelbe Karte)

Besondere Vorkommnisse
Auer schießt Foulelfmeter an die Latte (63.)
Luthe hält Foulelfmeter von Höger (61.)

Spielinfo

Anstoß:
13.03.2011 13:30 Uhr
Stadion:
Tivoli, Aachen
Zuschauer:
19013
Schiedsrichter:
Dr. Felix Brych (München)   Note 6
hätte Höger für die Tätlichkeit an Dabrowski Rot zeigen müssen (89.). Beim Zusammenprall von Radjabali-Fardi und Luthe auf Elfmeter zu entscheiden, war eine Fehlentscheidung (63.), ob Auers Strafstoß hinter der Linie war, konnten auch die TV-Bilder nicht eindeutig auflösen. Auch die beiden anderen Strafstöße waren zu harte Entscheidungen.
Spieler des Spiels:
Mimoun Azaouagh
schnell und trickreich, mit einem Tor und einem Assist Bochumer Matchwinner.
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