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SpVgg Greuther Fürth

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1. FC Union Berlin

 

1:0 (0:0)

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SpVgg Greuther Fürth
1. FC Union Berlin
1.
15.
30.
45.
46.
60.
75.
90.













Debüt von Walke - Verdacht auf Nasenbeinbruch bei Peitz

Klaus durchbricht Berliner Beton

In einem lange Zeit dürftigen Spiel kam die SpVgg Greuther Fürth zu Hause gegen Union Berlin zu einem verdienten 1:0-Arbeitssieg. Die Berliner hatten von Beginn an Beton angerührt und wurden letztlich für ihre destruktive Spielweise durch Felix Klaus, dem sein Premierentor in der 2. Liga glückte, bestraft. Union verlor damit nach zuletzt drei ungeschlagenen Spielen in Folge, wohingegen die Fürther ihre Negativserie von zuletzt drei sieglosen Spielen beendeten.

Fürths Nöthe zieht ab, Stuff (re.) kommt zu spät
Und ab: Fürths Nöthe zieht ab, Stuff (re.) kommt zu spät.
© picture allianceZoomansicht

Fürths Trainer Mike Büskens durfte unter der Woche mit Walke und Mavraj zwei neue Spieler im Training begrüßen. Keeper Walke erhielt dann auch gleich das Vertrauen des 42-Jährigen. Fejzic, der noch beim 1:1 in Karlsruhe zwischen den Pfosten gestanden hatte, musste neben Mavraj auf der Bank Platz nehmen. Darüber hinaus spielten Nöthe und der wiedergenesene Schröck anstelle von Aleksic (Gelb-Rot-Sperre) und Onuegbu.

Unions Coach Uwe Neuhaus indes tauschte nach dem 2:1-Heimsieg über Alemannia Aachen lediglich zweimal, änderte dabei allerdings sein System: Younga-Mouhani und Kolk spielten für die erkrankten Kohlmann und Mosquera. Dadurch liefen die Hauptstädter mit einer Doppelsechs (Younga-Mouhani und Peitz) sowie Savran als einziger Spitze auf.

Die Rollen waren im Ronhof früh verteilt: Fürth ergriff die Initiative, während die Berliner aus einer gesicherten Deckung heraus agierten. Die Anfangsminuten gehörten ganz klar den Franken, die sich klare Feldvorteile erspielten und sich dadurch auch in der gegnerischen Hälfte festsetzten. Allerdings fehlte es beim emsigen "Kleeblatt" an der zündenden Idee, um die gut geordnete Union-Defensive zu knacken. In der gesamten ersten Hälfte wurde es nur einmal für Glinker so richtig gefährlich: Nach Müllers Flanke köpfte Prib aus fünf Metern rechts daneben (14.).

Die "Eisernen" präsentierten sich in der Defensive auf der Höhe der Zeit, in der Offensive sah das jedoch ganz anders aus. Angriffe der Gäste kamen meistens über das Versuchsstadium nicht hinaus. Lediglich nach 38 Minuten sorgte Younga-Mouhani für etwas Abwechslung. Weil aber auch die Fürther nur bis zum gegnerischen Sechzehner passabel spielten, dann aber die Bälle stets leichtfertig abgaben, waren Torraumszenen, geschweige denn Torchancen nicht zu sehen. Der Partie fehlte es an Tempo und vor allem an überraschenden Ideen. Auf beiden Seiten hatten die Abwehrreihen keine allzu große Mühe, die gegnerischen Angriffsbemühungen im Keim zu ersticken. Folglich verwunderte es nicht, dass es torlos in die Kabinen ging.

Mike Büskens wechselt den Erfolg ein - Rauw sieht Rot

Fürths Prib setzt zum Flugkopfball an
Tiefflug: Fürths Prib setzt zum Flugkopfball an.
© picture alliance

Uwe Neuhaus reagierte zum Seitenwechsel und brachte Ede für den wenig in Erscheinung getretenen Thomik. Ede konnte zwar keine Impulse setzen, dennoch nahm die Begegnung etwas Fahrt auf. Es wurde lebhafter auf dem Rasen. Die Fürther blieben dabei das aktivere Team und erspielten sich weitere Gelegenheiten durch Karaslavov (48.) und Nehrig (58.).

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Kurz zuvor hatte Haas eine Gelbe Karte kassiert, weil er Peitz mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen hatte. Der Fürther durfte weitermachen, während der Berliner mit Verdacht auf Nasenbeinbruch durch Rauw ersetzt werden musste. Doch auch ohne Peitz hielten sich die "Eisernen" wacker und gaben den Franken kaum Raum zur Entfaltung. Für die SpVgg blieb es also ein Geduldsspiel, in dem Nöthe fast den Gastgeber in Front gebracht hätte. Der 23-Jährige köpfte aber knapp drüber (68.). Etwas später hätte Kolk die unverhofft den Spielverlauf auf den Kopf stellen können, der Niederländer legte sich den Ball im Eins-gegen-Eins gegen Walke zu weit vor (74.).

Zwei Einwechselspieler waren es schließlich, die für die Führung der Franken verantwortlich waren: In der 76. Minute behauptete sich zunächst Onuegbu stark gegen Stuff und bediente dann Klaus auf der rechten Seite. Der 18-Jährige narrte zuerst Parensen und vollstreckte dann aus 15 Metern ins rechte untere Eck. Für den Vorlagengeber war allerdings kurz darauf schon wieder Schluss, denn der Nigerianer knickte um und musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Pekovic kam ins Spiel.

Für den negativen Schlusspunkt sorgte Rauw, der in der dritten Minute der Nachspielzeit bei einem Einwurf Müller vorsätzlich anging und diesen im Gesicht traf. Der Fürther ließ sich nicht zu Boden fallen, dennoch ahndete Referee Patrick Ittrich den Vorsatz und zeigte dem Belgier die Rote Karte.

Die SpVgg Greuther Fürth ist wieder am kommenden Samstag am Tivoli bei Alemannia Aachen gefordert. Tags darauf empfängt Union Berlin den SC Paderborn.

23.01.11
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SpVgg Greuther Fürth
Aufstellung:
Walke (3) - 
Schröck (3,5) , 
Kleine (4)    
Karaslavov (3) , 
Falkenberg (4) - 
Nehrig (4) , 
Fürstner (4) - 
Haas (5)      
Prib (5) - 
N. Müller (4)   
Nöthe (3,5)   

Einwechslungen:
60. Klaus (2,5)     für Haas
74. Onuegbu    für Nöthe
82. Pekovic für Onuegbu

Trainer:
Büskens
1. FC Union Berlin
Aufstellung:
Glinker (4) - 
Menz (4,5)      
Stuff (4) , 
Göhlert (4) , 
Parensen (5) - 
Younga-Mouhani (3)   
Peitz (4)   
Thomik (5)   
Mattuschka (5)    
Kolk (4,5) - 
Savran (5,5)

Einwechslungen:
46. Ede (4,5) für Thomik
58. Rauw (4)    für Peitz
82. Benyamina für Menz

Trainer:
Neuhaus

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Klaus (76., Rechtsschuss, Onuegbu)
Rote Karten
Gr. Fürth:
-
Union:
Rauw
(90. + 3, Tätlichkeit, N. Müller)

Gelbe Karten
Gr. Fürth:
Haas
(4. Gelbe Karte)
,
N. Müller
(4.)
Union:
Menz
(6. Gelbe Karte)
,
Younga-Mouhani
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
23.01.2011 13:30 Uhr
Stadion:
Trolli-Arena
Zuschauer:
6480
Schiedsrichter:
Patrick Ittrich (Hamburg)   Note 3,5
in einer leicht zu leitenden Partie nicht immer sicher bei den Abseitsentscheidungen. Rot für Rauw war zu hart.
Spieler des Spiels:
Felix Klaus
kam in den letzten 30 Minuten und entschied die Partie.
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