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1860 München

 - 

VfL Bochum

 

1:3 (0:1)

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1860 München
VfL Bochum
1.
15.
30.
45.








46.
60.
75.
90.











Bülow sieht Rot - Freier zieht sich Innenbandanriss zu

Kiraly bringt Bochum auf die Siegerstraße

Der VfL Bochum fuhr den fünften Sieg in Folge ein und meldet sich damit im Aufstiegsrennen zurück. Beim TSV 1860 München gewannen die Bochumer mit 3:1, hatten dabei aber gleich zweimal Glück. Einerseits profitierten sie von einer umstrittenen Elfmeterentscheidung, andererseits brachte sie erst ein Fehler von Kiraly gegen lange Zeit in Unterzahl spielende "Löwen" auf die Siegerstraße.

Münchens Lauth im Duell mit Maltritz (re.).
Schieflage: Münchens Lauth im Duell mit Maltritz (re.).
© picture allianceZoomansicht

Münchens Trainer Reiner Maurer tauschte nach der 0:1-Heimniederlage gegen Paderborn zum Abschluss des Jahres 2010 dreimal: Schindler, Halfar und Rakic wurden durch Ignjovski, Ludwig und Aigner ersetzt. Taktisch hatte das zur Folge, dass die "Löwen" in einem 4-2-3-1 aufliefen und damit eine nominelle Spitze opferten.

Bochums Coach Friedhelm Funkel musste im Vergleich zum 1:0-Auswärtssieg in Duisburg auf Tese, der mit Nordkorea beim Asien-Cup weilte, verzichten. Außerdem musste Saglik mit einem Platz auf der Bank vorlieb nehmen. Azaouagh und Freier kamen neu in die Startelf und besetzten die Flügel, während Dedic ins Sturmzentrum rückte.

Die "Löwen" ergriffen von Beginn an die Initiative und erspielten sich dadurch mehr Ballbesitz. Gegen defensiv beeindruckend stehende Bochumer fand 1860 allerdings überhaupt kein Mittel. Meistens rannten sich die Gastgeber in der gut organisierten und tief stehenden Abwehr der Gäste fest. Folglich musste VfL-Keeper Luthe lange Zeit überhaupt nicht eingreifen.

Ein Offensivspektakel war die Partie über weite Strecken wahrlich nicht, denn auch 1860 ließ sich in der Defensive nicht überraschen und hielt Gefahr vom eigenen Kasten zumeist fern. Nur einmal wurde es halbwegs gefährlich, als Kiraly einen effetvollen Dedic-Schuss aus der zweiten Reihe abwehren musste (9.). Ansonsten beschränkten sich die Kontrahenten auf intensive Zweikämpfe und viel Laufarbeit. Die hohe Intensität forderte nach 22 Minuten ihr erstes Opfer: Freier, der zuvor von den Münchnern hart rangenommen worden war, zog sich nach einer ersten Diagnose einen Innenbandanriss im rechten Knie zu und musste ausgewechselt werden. Federico erhielt dadurch seine Bewährungschance.

Frischen Wind konnte der von Funkel begnadigte Techniker, der erstmals seit dem 13. Spieltag wieder ran durfte, aber auch nicht bringen. Im weiteren Verlauf neutralisierten sich beide Mannschaften vollends. Alles sah nach einem 0:0 zur Pause aus, doch dann schlug die 44. Minute. In dieser drang Ostrzolek in den Sechzehner ein. Es kam zu einem leichten Kontakt mit Bülow. Schiedsrichter Tobias Welz reagierte zunächst nicht, doch Assistent Jan-Hendrik Salver zeigte an, dass es ein Foul des Münchners war. Welz entschied auf Elfmeter und zeigte dem 24-Jährigen zudem regelkonform die Rote Karte. Es war eine strittige Szene, was Dedic jedoch egal war. Der Slowene verwandelte sicher ins rechte untere Eck (45.).

"Löwen" beweisen Moral, stehen am Ende aber mit leeren Händen da

Bülow (re.) gegen Dedic
Schlüsselfigur: Bülow (hier gegen Dedic) stand kurz vor der Pause im Blickpunkt.
© picture alliance

Maurer musste zur Pause reagieren, er brachte Ghvinianidze für Ignjovski und löste damit seine Doppelsechs auf. In Unterzahl hatten die Sechziger aber nichts zuzusetzen. Viel mehr kam der VfL deutlich besser aus den Startlöchern und bestimmte das Geschehen nach Wiederanpfiff nach Belieben. Allerdings verpassten es die Bochumer, den Sack frühzeitig zuzumachen. Dedic (59.) und Azaouagh (66.) ließen teils beste Möglichkeiten liegen.

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So blieb den Münchnern das letzte Fünkchen Hoffnung, lagen sie doch nur ein Tor zurück. Bei den Gastgebern kamen mit Rakic und Volland weitere Angreifer, und Rakic hatte nach 70 Minuten die dicke Gelegenheit zum Ausgleich: Dem Serben spielten aber die eigenen Nerven einen Streich. Zwei Minuten danach machte es Lauth dann besser. Nach feiner Vorarbeit von Bell bedankte sich der 29-Jährige, indem er aus elf Metern ins linke Eck zum 1:1 traf.

Alles war wieder offen, es folgte eine spannende Schlussphase. Vor allem die "Löwen" agierten weiter mutig nach vorne und sorgten durch Bierofka für den nächsten Aufreger (74.). Das nächste Tor fiel aber auf der anderen Seite: Der mittlerweile eingewechselte Aydin probierte es mit einem haltbaren Schuss aus spitzem Winkel von rechts, Kiraly griff aber daneben und musste die Kugel anschließend aus dem Netz holen (78.). Kurz darauf folgte der Nackenschlag durch Dabrowski, der in der 83. Minute den 3:1-Sieg unter Dach und Fach brachte.

Die Münchner sind wieder am kommenden am Freitag beim VfL Osnabrück gefordert, am Montag darauf empfängt der VfL Bochum Erzgebirge Aue.

15.01.11
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1860 München
Aufstellung:
Kiraly (4)    
Rukavina (3,5) , 
Bell (3) , 
Bülow (4)    
Buck (4) - 
Lovin (3) , 
Ignjovski (4)        
Aigner (5)    
Bierofka (4,5)        
Ludwig (5,5)    
Lauth (3)    

Einwechslungen:
46. Ghvinianidze (3,5) für Ignjovski
55. Rakic (4,5)     für Ludwig
63. Volland für Aigner

Trainer:
Maurer
VfL Bochum
Aufstellung:
Luthe (2,5) - 
Kopplin (3) , 
Maltritz (2,5)    
Yahia (4) , 
Ostrzolek (3,5) - 
Johansson (3,5) - 
Freier    
Vogt (4,5)    
Dabrowski (3,5)            
Azaouagh (2,5) - 
Dedic (3)        

Einwechslungen:
22. Federico (3) für Freier
77. Aydin     für Dedic
89. Toski für Vogt

Trainer:
Funkel

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Dedic (45., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Ostrzolek)
1:1
Lauth (72., Rechtsschuss, Bell)
1:2
Aydin (78., Rechtsschuss, Vogt)
1:3
Dabrowski (83., Rechtsschuss, Federico)
Rote Karten
TSV 1860:
Bülow
(44., Notbremse, Ostrzolek)
Bochum:
-
Gelbe Karten
TSV 1860:
Bierofka
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Ignjovski
(3.)
,
Kiraly
(1.)
,
Rakic
(5., gesperrt)
Bochum:
Dabrowski
(7. Gelbe Karte)
,
Maltritz
(2.)

Besondere Vorkommnisse
1860-Trainer Maurer wurde wegen Reklamierens in der Halbzeitpause auf die Tribüne verwiesen.

Spielinfo

Anstoß:
15.01.2011 13:00 Uhr
Stadion:
Allianz-Arena, München
Zuschauer:
16150
Schiedsrichter:
Tobias Welz (Wiesbaden)   Note 5,5
desolate erste Halbzeit mit der falschen Elfmeterentscheidung und der darauf folgenden zwingenden Roten Karte für Bülow als negativem Höhepunkt; fing sich immerhin nach der Pause.
Spieler des Spiels:
Mimoun Azaouagh
bester Fußballer auf dem Feld, kurbelte das Spiel des VfL immer wieder an, allerdings etwas glücklos im Abschluss.
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