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1860 München

 - 

MSV Duisburg

 

3:1 (1:0)

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1860 München
MSV Duisburg
1.
15.
30.
45.






46.
60.
75.
90.










Schlicke muss verletzt raus

Mlapa rechtfertigt Startelfdebüt

Der TSV 1860 München hat seine Negativserie beendet und nach nur einem Punkt aus drei Spielen wieder einen Sieg gefeiert. Das 3:1 bedeutete für Duisburg die vierte Pleite aus den letzten fünf Partien. Der MSV rutschte damit in der Tabelle hinter die Münchner und kann seine Aufstiegsträume vorerst auf Eis legen. Die Löwen trafen in beiden Abschnitten früh und legten so den Grundstein zu einem nicht unverdienten Heimdreier.

Peniel Kokou Mlapa
Traf zum vorentscheidenden 2:0 und ließ sich zu Recht feiern: Peniel Kokou Mlapa (2.v.r.).
© picture allianceZoomansicht

Löwen-Trainer Ewald Lienen wechselte nach der 1:3-Schlappe beim FC St. Pauli dreimal. Für Beda, Camdal und Cooper begannen der erstmals in der Anfangself stehende Mlapa, Debütant Emanuele Biancucchi - Cousin von Barça-Star Lionel Messi - und Lauth.

Auf Duisburger Seite sah Coach Peter Neururer im Vergleich zum 3:1-Erfolg über Union Berlin keinen Grund, seine Startformation zu verändern.

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1860 legte furios los, setzte Duisburg sofort unter Druck und kam früh zu Chancen. Biancucchi, der mehrfach seine technischen Fähigkeiten aufblitzen ließ, schickte Mlapa steil, der sich im Laufduell Schlicke entledigte, dann aber frei vor Starke am aufmerksamen Keeper scheiterte (2.). Nur drei Minuten später klingelte es bereits. Erneut von Biancucchi bedient, wurde Kaiser von Adler kurz vor der Strafraumlinie gelegt. Holebas trat an und nagelte den indirekten Freistoß vorbei an der schlecht postierten Mauer flach ins rechte Eck (5.).

Der MSV hatte auch in der Folge Probleme und ließ die Münchner wiederholt gefährlich über die Flügel angreifen. Mlapas Drehschuss (8.) verfehlte das Ziel aber genauso, wie Lauths Fallrückzieher (17.). Förmlich aus dem Nichts wäre den Meiderichern dann um ein Haar der zu diesem Zeitpunkt überraschende Ausgleich geglückt. Adler setzte sich rechts durch, drang in den Strafraum ein und zog ab. Der Innenpfosten bewahrte die Löwen vor dem 1:1 (21.).

Die Szene hatte Signalwirkung. München verlor etwas den Faden, und Duisburg fand über intensive Mittelfeldzweikämpfe immer besser in die Partie. Dennoch gehörte die nächste dicke Möglichkeit den Hausherren. Ein Patzer von Schlicke - der MSV-Kapitän musste nach einer halben Stunde verletzt vom Feld, Tiago ersetzte ihn - brachte Kaiser im Strafraum in Ballbesitz, der 20-Jährige agierte frei vor Starke aber viel zu überhastet (28.). Dann aber kamen die Zebras und bereiteten der Lienen-Elf zunehmend größere Probleme. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich bot sich Tiffert nach Ignjovskis Schnitzer. Löwen-Keeper Kiraly lenkte den platzierten 14-Meter-Schuss des Duisburger Spielmachers aber per Glanztat an den Pfosten und rettete den Münchnern so den knappen Vorsprung in die Pause (41.).

Der zweite Abschnitt war keine fünf Minuten alt, als die Duisburger Hoffnungen, der Partie eine Wende geben zu können, einen herben Dämpfer erhielten. Lauth zerschnitt mit einem Traumpass die MSV-Viererkette und schickte so Mlapa auf die Reise. Der 18-Jährige ließ sich von Korzynietz nicht stören und jagte das Leder unhaltbar ins linke obere Eck - 2:0 (50.).

Neururer reagierte und brachte Caiuby und Ben-Hatira für Adler und Andersen (55.). Mit verzögertem Erfolg, denn zunächst hatte Mlapa das 3:0 auf dem Fuß, wurde aber auf dem Weg zum Tor eingeholt und vom Ball getrennt (56.). Dennoch erhöhte Duisburg langsam den Druck. Besonders Tiffert kam rechts immer wieder zum Flanken und leitete so schließlich den Anschlusstreffer ein. Gegen die aufgerückte 1860-Abwehr brachte der 27-Jährige das Spielgerät halbhoch an den ersten Pfosten, wo Larsen das Leder im Bodenduell mit Felhi irgendwie über die Linie bugsierte (61.).

Die Begegnung ging nun in die entscheidende Phase. Duisburg wollte das 2:2 erzwingen und setzte die Löwen gehörig unter Druck, bescherte den Hausherren so allerdings auch immer wieder Räume zum Kontern. Während Caiuby bei einer guten Kopfballchance Probleme mit dem Timing hatte (70.), rettete Starke auf der anderen Seite gegen Rukavina, nachdem zuvor Kaiser und Mlapa durchgebrochen waren (74.).

Je mehr sich das Duell dem Ende zuneigte, desto mehr entblößten die Meidericher die Defensive. München ließ bei einigen guten Chancen zur Entscheidung zunächst aber die nötige Präzision vermissen. Zwei Minuten vor Schluss war es dann aber doch soweit. Ignjovski umspielte den aus dem Tor geeilten Starke, flankte perfekt vors leere Tor, und Lauth grätschte den Ball aus zehn Metern zum 3:1-Endstand über die Linie (88.).

1860 reist am kommenden Samstag nach Frankfurt, zeitgleich erwartet der MSV Duisburg Hansa Rostock.

17.10.09
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1860 München
Aufstellung:
Kiraly (3) - 
Rukavina (4)   
Felhi (4) , 
T. Hoffmann (3,5) , 
Holebas (3,5)    
Ignjovski (2) - 
Ludwig (4)   
Biancucchi (3)      
Kaiser (4)   
Lauth (3)        
Mlapa (2)       

Einwechslungen:
70. B. Schwarz für Biancucchi
79. Cooper für Mlapa
86. Rösler für Ludwig

Trainer:
Lienen
MSV Duisburg
Aufstellung:
Starke (3,5) - 
Korzynietz (4,5) , 
Fahrenhorst (4,5) , 
Schlicke       
Veigneau (3,5) - 
Grlic (3,5) , 
Bodzek (4,5) - 
Adler (4)      
Andersen (4)   
Tiffert (3) - 
Larsen (4)    

Einwechslungen:
30. Tiago (4,5) für Schlicke
55. Caiuby (4,5) für Adler
55. Ben-Hatira (5,5)    für Andersen

Trainer:
Neururer

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Holebas (5., indirekter Freistoß, Linksschuss)
2:0
Mlapa (50., Linksschuss, Lauth)
2:1
Larsen (61., Linksschuss, Tiffert)
3:1
Lauth (88., Rechtsschuss, Ignjovski)
Gelbe Karten
TSV 1860:
Kaiser
(2. Gelbe Karte)
,
Biancucchi
(1.)
,
Rukavina
(2.)
Duisburg:
Adler
(1. Gelbe Karte)
,
Ben-Hatira
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
17.10.2009 13:00 Uhr
Stadion:
Allianz-Arena
Zuschauer:
19200
Schiedsrichter:
Michael Kempter (Sauldorf)   Note 4
nervte Spieler, Zuschauer und Verantwortliche mit seiner theatralischen Gestik gleichermaßen, völlig überzogene Zweikampfbewertung, dreimal Gelb nach 19 Minuten war ein Witz.
Spieler des Spiels:
Peniel Mlapa
agierte in seinem ersten Startelfeinsatz wie ein ausgebuffter Profi, war von Fahrenhorst nie ganz auszuschalten, überragend sein Tor zum 2:0.
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