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Alemannia Aachen

 - 

Fortuna Düsseldorf

 

0:1 (0:1)

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Alemannia Aachen
Fortuna Düsseldorf
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.











Muskelfaserriss bei Casper - Lambertz sieht die Ampelkarte

Harniks Kunstschuss entscheidet das Derby

Fortuna Düsseldorf gewann am Ende etwas glücklich bei Alemannia Aachen mit 1:0, beendete damit die eigene Negativserie von zuletzt drei sieglosen Auswärtsspielen in Folge und pirscht sich zugleich wieder an die Aufstiegsplätze heran. Dabei waren die Alemannen fast über das gesamte Spiel hinweg klar spielbestimmend, konnten sich letztendlich aber gegen aufopferungsvoll kämpfende Fortunen, die ihre Abwehrschlacht zum Schluss in Unterzahl bestreiten mussten, nicht durchsetzen.

Martin Harnik
Siegerfaust: Martin Harnik bejubelt sein sehenswertes 1:0.
© picture-allianceZoomansicht

Aachens Trainer Michael Krüger konnte im Derby wieder auf seinen etatmäßigen Keeper Stuckmann, der bei der 2:3-Niederlage bei 1860 München wegen einer Grippe gefehlt hatte, vertrauen. Hohs rückte daher wieder auf die Bank. Allerdings mussten Demai (Magen-Darm-Virus) und Auer passen, sie wurden durch Burkhardt und Milchraum vertreten. Auf der Gegenseite tauschte Düsseldorfs Coach Norbert Meier im Vergleich zum klaren 4:0-Heimsieg über Rot Weiss Ahlen auf einer Position: Für Christ rutschte Kapitän Lambertz in die Startelf.

Bei guten äußeren Bedingungen begann das rheinische Derby mit hochmotivierten Alemannen, die läuferisch sowie kämpferisch überzeugten und zudem ein recht hohes Tempo vorlegten. Der Fortuna schmeckte diese couragierte Spielweise der Aachener zunächst überhaupt nicht, allerdings kamen die Düsseldorfer auch nur selten in Gefahr, in Rückstand zu geraten. Denn die Krüger-Schützlinge betrieben zwar viel Aufwand, schlugen daraus aber kaum Kapital. Lediglich nach neun Minuten zwang Casper Fortunas Schlussmann Ratajczak vom rechten Fünfereck zum Eingreifen. Kurz darauf wurde Gueye wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung von Referee Deniz Aytekin zurückgepfiffen (11.).

Mit zunehmender Spieldauer stellte sich der Aufsteiger jedoch besser auf das Geschehen ein und gestaltete das Match nun offener. Torchancen gab es allerdings in dieser Phase kaum zu sehen. Erst in der 24. Minute sorgte Milchraum mit einem verdeckten 18-Meter-Schuss, den Ratajczak parierte, für Furore. Die Düsseldorfer waren bis dato in der Offensive nicht in Erscheinung getreten. Erstmals taten sie das nach 25 Minuten - und das gleich mit Erfolg!

Nach einem Einwurf leitete Oehrl die Kugel in den Strafraum. Dort setzte sich Harnik gegen Olajengbesi durch und lupfte das Leder, während er in der Luft war, artistisch aus elf Metern mit dem rechten Fuß ins rechte Eck. Aachen reagierte mit wütenden Angriffen. Die Alemannen drängten nun mit aller Macht auf den Ausgleich, die meisten Angriffe der Gastgeber blieben jedoch wirkungslos. Zweimal wurde es aber für die Fortunen dann doch gefährlich: Allerdings scheiterten sowohl Herzig (35.) als auch Casper (36.) per Kopf an Ratajczak, der mit seinen Taten die knappe Pausenführung der Meier-Elf sicherte.

Fortuna wehrt sich mit Glück und Geschick

Aachens Fiel (re.) im Duell mit Langeneke.
Abflug: Aachens Fiel (re.) hebt ab, Langeneke behält das Gleichgewicht.
© picture-allianceZoomansicht

Für Casper war die Begegnung damit beendet. Der Rechtsverteidiger musste wegen eines Muskelfaserrisses im hinteren rechten Oberschenkel durch Adlung ersetzt werden. Der Ex-Fürther führte sich dann auch gleich prima ein. Seine präzise Flanke von rechts fand Gueye, der mit dem Rücken zum Tor stehend gefährlich aufs Tor köpfte. Doch Ratajczak war erneut zur Stelle (48.).

Im Prinzip änderte sich nichts, die Alemannia rannte weiter mit brachialer Gewalt an, während sich die Düsseldorfer mit Glück und Geschick vehement verteidigten. Fortune hatte die Fortuna in der 55. Minute, als sich Ratajczak bei einem Freistoß von Fiel schwer verschätzte und die Kugel bei Herzig am rechten Fünfereck landete. Dessen Kopfball aus sechs Metern kratzte der auf der Linie stehende van den Bergh jedoch weg. Meier reagierte auf den Sturmlauf der Aachener mit der Hereinnahme von Christ. Persönlich setzte der 29-Jährige zwar keine neuen Impulse, aber dennoch wurden die Düsseldorfer wieder stärker - auch weil die Kräfte beim Gegner langsam nachließen und sich folglich auch Freiräume für Konter ergaben.

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Die frühzeitige Entscheidung blieb aber aus, denn Herzig klärte in letzter Sekunde vor Harnik (67.), während Stuckmann gegen Christ (68.) und Fink (72.) die Oberhand behielt. Es sollte aber noch einmal so richtig spannend werden, denn Düsseldorf musste die Schlussphase in Unterzahl überstehen. Lambertz sah innerhalb von nur fünf Minuten gleich zweimal die Gelbe Karte und musste folglich vorzeitig runter. Aachen blies nun zur Schlussoffensive - es sollte aber nicht sein!

Am Samstag gastiert die Alemannia aus Aachen bei Energie Cottbus, während Fortuna Düsseldorf tags zuvor Greuther Fürth zu Gast hat. Der Ex-Fürther Adlung wird dann aber wegen seiner fünften Gelben Karte nicht mitmachen können.

01.03.10
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Alemannia Aachen
Aufstellung:
Stuckmann (4,5) - 
Casper (4,5)   
Herzig (3)    
Olajengbesi (4) , 
Jepsen (5) - 
Burkhardt (4) - 
Kratz (3,5) , 
Fiel (3,5)   
Özgen (5) , 
Gueye (4,5) , 
Milchraum (4)   

Einwechslungen:
46. Adlung (4)    für Casper
71. Uludag für Milchraum
72. Nemeth für Fiel

Trainer:
Krüger
Fortuna Düsseldorf
Aufstellung:
Ratajczak (1,5) - 
Weber (3,5) , 
Anderson (4)   
Langeneke (3) , 
Costa (3,5) - 
Zoundi (5)      
O. Fink (3) - 
Lambertz (4)        
Harnik (2,5)    
Oehrl (3,5)   

Einwechslungen:
65. Christ für Zoundi
90. Schwertfeger für Oehrl

Trainer:
Meier

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Harnik (25., Rechtsschuss, Oehrl)
Gelb-Rote Karten
Aachen:
-
Düsseldorf:
Lambertz
(80.)

Gelbe Karten
Aachen:
Adlung
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
Düsseldorf:
Anderson
(1. Gelbe Karte)
,
Zoundi
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
01.03.2010 20:15 Uhr
Stadion:
Tivoli
Zuschauer:
27031
Schiedsrichter:
Deniz Aytekin (Oberasbach)   Note 3
pfiff kleinlich, hielt diese Linie aber bis auf kleinere Ungenauigkeiten konsequent durch, auch bei der berechtigten Gelb-Roten Karte für Lambertz.
Spieler des Spiels:
Michael Ratajczak
rettete mit starken Paraden auf der Linie vor allem nach den gefährlichen Aachener Standards den Gästen aus Düsseldorf den Sieg.
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