Paderborns Trainer André Schubert musste im Vergleich zum 2:1-Auswärtserfolg beim Karlsruher SC personelle Änderungen vornehmen. An Stelle von Keeper Masuch (Bluterguss im Beckenkamm), Manno (Kreuzbandanriss) und Wemmer spielten Jensen (Tor), Strohdieck und Löning. Frankfurts Coach Hans-Jürgen Boysen brachte nach der bitteren 0:5-Pleite gegen die SpVgg Greuther Fürth gleich sechs Neue: Ledgerwood, Gledson, Hickl, Taylor, Coulibaly und Kujabi flogen aus der Startelf. Der zuletzt rotgesperrte Lagerblom sowie Klitzpera, Müller, Junior Ross und die beiden Neuverpflichtungen Mölders und Munteanu fanden sich dafür in der Anfangsformation wieder.
Das Spiel begann gleich mit einem Paukenschlag! Gerade einmal 13 Sekunden dauerte es, ehe der Ball im Netz zappelte. Cidimar probierte es einfach mal aus über 30 Metern und traf maßgenau in den rechten Winkel. Das Tor tat dem Spiel gut, denn beide Mannschaften agierten fortan offensiv und suchten den Weg nach vorne. Bereits in der fünften Minute hätten die Gastgeber fast die passende Antwort parat gehabt, doch Schachten setzte die Kugel knapp rechts daneben.
Paderborn hatte etwas mehr Ballbesitz, das gefälligere Team waren allerdings die leidenschaftlichen Hessen. Der FSV zeigte teilweise sehenswerte Kombinationen und brachte die SC-Defensive dadurch ein ums andere Mal in Bedrängnis. So auch nach 20 Minuten, als Munteanu zu Lagerblom flankte. Der Finne köpfte jedoch haarscharf über den Querbalken. Auf der Gegenseite rauschte Schachtens Direktabnahme von der Strafraumgrenze nur Zentimeter am linken Pfosten vorbei (29.).
Gegen Ende der ersten Hälfte verlagerten sich die Vorteile zusehends zugunsten der Ostwestfalen, die durch Saglik den Ausgleich auf dem Fuß hatten. Nach sehenswertem Zuspiel von Brückner lief der Türke alleine auf Klandt zu und probierte es dann per Lupfer. Er hob das Leder über den FSV-Schlussmann, aber auch über das Tor (36.). Die Paderborner mussten somit mit dem knappen Rückstand in die Kabine gehen.
Nach der Pause verlor die Begegnung an Dynamik. Zwar blieben die Paderborner bemüht, Zwingendes sprang aber gegen die nun tiefer stehenden Hessen nicht heraus. Der FSV stand gut und lauerte auf gegnerische Fehler, die dann aber nicht genutzt wurden. So vergab Junior Ross gleich zweimal in aussichtsreicher Position (52., 61.). Dafür wären die Frankfurter nach 65 Minuten fast bestraft worden. Der kurz zuvor eingewechselte Brandy lief plötzlich alleine auf Klandt zu, zog dann aber gegen den FSV-Schlussmann, der lange stehen blieb, im Eins-gegen-Eins den Kürzeren.
Ansonsten verstanden es die Gäste, das Geschehen auf dem Rasen geschickt von ihrem eigenen Sechzehner fernzuhalten. Der SCP hatte zwar ein klares optisches Übergewicht, agierte aber plan- und ideenlos gegen die aufmerksamen Frankfurter. In der Schlussphase mussten die Paderborner darüber hinaus ohne Gonther auskommen, der verletzungsbedingt durch Krause ersetzt wurde.
Dennoch packten die Gastgeber in der Schlussphase die Brechstange aus, allerdings rannten sie sich in der aufmerksamen FSV-Defensive fest. In der 89. Minute sorgte Cidimar schließlich für die Entscheidung: Bei einem Konter markierte der Brasilianer seinen zweiten Treffer und nahm die Spannung aus dem Match.
Der SC Paderborn ist am kommenden Sonntag beim 1. FC Kaiserslautern wieder gefordert, zeitgleich empfängt der FSV Frankfurt die Alemannia aus Aachen.
| SC Paderborn 07 |
|---|
| FSV Frankfurt |
![]() ![]() Aufstellung: Klandt (3) - C. Müller (3,5) , Klitzpera (3,5) , Husterer (3,5) , Voigt (3,5) - Lagerblom (3) , Gjasula (4) - Junior Ross (4,5) , V. Munteanu (3) - Trainer:
Boysen |

