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Hansa Rostock

 - 

Arminia Bielefeld

 

1:1 (0:0)

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Hansa Rostock
Arminia Bielefeld
1.
15.
30.
45.
46.
60.
75.
90.









Rostock verharrt im Niemandsland - Kirchs Tor reicht nicht

Schröder belohnt Hansas Moral

In einer Partie auf mäßigem Niveau trennten sich Rostock und Bielefeld mit einem gerechten Remis. Nach gutem Start mit Chancen hüben wie drüben verflachte das Spiel mit zunehmender Dauer bis zur Endphase immer mehr. In einer abwechslungsreichen Schlussviertelstunde bewies Hansa nach Rückstand Moral und sicherte sich mit der letzten Aktion wenigstens noch einen Zähler.

Carnell ist vor Lamey am Ball
Bielefelds Lamey lässt hier Carnell (Hansa) den "Vortritt".
© picture-allianceZoomansicht

Rostocks Coach Andreas Zachhuber setzte bis auf eine Ausnahme - Retov ersetzte Kern - auf das Team, das zum hinrundenabschluss den 2:1-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf eingefahren hatte.

Bei der Arminia, die das Fußballjahr 2009 mit einem torlosen Remis bei Rot-Weiß Oberhausen abschloss, nahm Coach Thomas Gerstner zwei personelle Änderungen vor: Kucera und Kirch spielten für Feick und Janjic.

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Die Ostwestfalen erwischten den deutlich besseren Start. Auf gut bespielbarem, wenn auch etwas glitschigem Boden war Walke gleich öfter im Blickpunkt, als im lieb war. Gegen Kucera (4.) und Fort (5.) zeigte sich der Hansa-Keeper mit gutem Stellungsspiel auf der Hut.

Die Arminen zeigten sich zweikampfstark und kombinationssicher, ließen Rostock nicht zur Entfaltung kommen und provozierten mit Pressing frühe Ballverluste der Gastgeber, konnten aber keine weiteren Möglichkeiten herausspielen. Die Zachhuber-Schützlinge kamen erstmals in der 15. Minute gefährlich vors gegnerische Tor, doch Retov schlug nach Schröders abgefälschtem Flachschuss in zentraler Position ein Luftloch.

Nach der Anfangsviertelstunde begegneten sich die Kontrahenten auf Augenhöhe. Walkes mutiges wie riskantes Herauslaufen verhinderte gegen den auffälligen Fort Schlimmeres (17.), auf der anderen Seite fand ein Abseitstor Fillingers richtigerweise keine Anerkennung (19.).

Pannewitz' Distanzschuss wiederum flog zwei Meter rechts vorbei (26.), war dann aber schon die letzte nennenswerte Tormöglichkeit vor der Pause, weil sich die Teams nun im Mittelfeld gegenseitig neutralisierten. Die Partie schleppte sich bei leichtem Schneefall Richtung Kabinengang, ein einziges Fehlpassfestival ließ das ohnehin nicht berauschende Niveau der Partie in den Keller sinken.

Mit Kroos und Jänicke für Retov und Schied begann Rostock den zweiten Durchgang. Die beiden Neuen agierten zunächst sehr einsatzfreudig, Hansa schien sich offensiv nun mehr vorgenommen zu haben - Bollmann klärte nach Schlittes Flanke per Kopf vor Jänicke (49.). Auf der Gegenseite wagte Federico seine erste Torannäherung, wenn auch sein 16-Meter-Schuss weit vorbeiflog (55.).

Viel Kampf, viel Krampf, wenig Struktur - so ging es in der Folge weiter. Beide Mannschaften belauerten sich gegenseitig, hofften auf den vielleicht entscheidenden Fehler. Carnell beging einen, doch Kirch konnte dies per Flachschuss aus 20 Metern nicht nutzen (64.), wie auch wenig später auf der Gegenseite Fillinger nach einer der seltenen guten Stafetten der Hausherren seinen Abschluss versemmelte (66.).

Die Schlussviertelstunde brach an, und Rostock wurde mutiger, erhöhte nun den Druck und brachte die Abwehr des Aufstiegsaspiranten ins Schwimmen. Ein 20-Meter-Volleyschuss von Pannewitz zischte nur Zentimeter links vorbei (77.).

Nach einem Konter gelang Bielefeld die zu diesem Zeitpunkt überraschende Führung: Federico sah die Lücke in der Innenverteidigung und passte auf Kirch, der aus 16 Metern leicht halblinker Position Walke, der den Ball nicht mehr entscheidend ablenken konnte, per Flachschuss überwand (79.).

Natürlich warf Hansa alles nach vorne, stand auch mehrmals dicht vor dem Ausgleich. Doch weder Schöneberg und Fillinger bei einer Doppelchance (85.) noch erneut Fillinger (87.) konnten teils gute Ausgleichschancen zunächst nutzen.

Auf der Gegenseite vergab Fort frei vor Walke die Entscheidung (90.+1), was die Zachhuber-Elf mit der letzten Aktion der Partie bestrafen sollte: Carnell brachte eine Ecke von der linken Seite nach innen. Mijatovic verlängerte unfreiwillig per Kopf an den zweiten Pfosten, wo Schröder aus vier Metern flach ins linke Eck einnetzte (90.+3).

Hansa tritt am Freitag bei 1860 München an. Die Arminia empfängt am Sonntag Koblenz.

18.01.10
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hansa Rostock
Aufstellung:
Walke (2,5) - 
Schöneberg (5) , 
Bülow (4,5) , 
Sebastian (3) , 
Carnell (4) - 
Schröder (3)    
Pannewitz (4)   
Schlitte (3,5) , 
Retov (4)       
Fillinger (5)   
Schied (5)   

Einwechslungen:
46. Kroos (3,5) für Schied
46. Jänicke (4,5) für Retov
81. E. Kern für Pannewitz

Trainer:
Zachhuber
Arminia Bielefeld
Aufstellung:
Eilhoff (4) - 
Lamey (4) , 
Mijatovic (4,5) , 
Bollmann (3,5) , 
Kucera (4) - 
Kauf (3,5)    
Kirch (3)    
Federico (4) , 
Risgard (4)   
D. Halfar (5)   
Fort (4,5)

Einwechslungen:
78. Delura für Risgard
88. Fischer für D. Halfar

Trainer:
Gerstner

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Kirch (79., Rechtsschuss, Federico)
1:1
Schröder (90. + 3, Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Rostock:
Fillinger
(2. Gelbe Karte)
Bielefeld:
-

Spielinfo

Anstoß:
18.01.2010 20:15 Uhr
Stadion:
DKB-Arena
Zuschauer:
7000
Schiedsrichter:
Wolfgang Stark (Ergolding)   Note 1,5
mit angenehm großzügiger Spielleitung, klarer Linie und guter Zweikampfbeurteilung.
Spieler des Spiels:
Alexander Walke
hielt Rostock mit etlichen Paraden, vor allem in der Nachspielzeit gegen Fort, im Spiel.
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