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Arminia Bielefeld

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Energie Cottbus

 

2:0 (1:0)

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Arminia Bielefeld
Energie Cottbus
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.









Cottbus mit großem Verletzungspech

Federico und Eilhoff bauen Serien und Rekorde aus

Arminia Bielefeld ist weiter auf Rekordjagd. Der achte Sieg in Folge stellt ebenso eine vereinsinterne Bestmarke dar wie die siebte Partie in Serie ohne Gegentreffer. Der Spitzenreiter fand nach einer höhepunktlosen Anfangsphase als erstes Team der beiden Bundesligaabsteiger in die Partie und ging durch seinen Topscorer in Front, ehe auch Cottbus aufwachte. Insgesamt fehlte es den Lausitzern aber an Durchschlagskraft, während die Arminia eine der wenigen Möglichkeiten nach der Pause zur Entscheidung nutzte.

Katongo (un.) gegen Burca.
Erst gekämpft, dann getroffen: Chris Katongo (un.) duelliert sich hier mit Ovidiu Burca.
© picture allianceZoomansicht

Bielefelds Trainer Thomas Gerstner musste nach dem 2:0-Auswärtssieg beim SC Paderborn einmal wechseln. Bollmann fehlte wegen eines Bruchs des Schlüsselbeins und wurde durch Kucera ersetzt.

Auf Cottbuser Seite verzichtete Trainer Claus-Dieter Wollitz auf personelle Veränderungen und vertraute der Elf, die beim 1:1 in St. Pauli überzeugt hatte.

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Das Duell der Bundesligaabsteiger kam nur sehr schwerfällig in die Gänge. Die Kontrahenten beharkten sich zwischen den Strafräumen und leisteten sich zahlreiche technische Fehler. Kein Team schaffte es zunächst, die Kugel über mehrere Stationen in den eigenen Reihen zu halten. Ballgewinnen folgten sofort Ballverluste - Spielfluss wollte so nicht aufkommen. Für das meiste Aufsehen sorgten Feick und Kurth, die bei einem Luftduell zusammenprallten (13.). Der blutende Cottbuser musste mehrere Minuten neben dem Platz behandelt werden, kehrte schließlich mit einer geflickten Augenbraue zurück auf den Platz (18.), musste nach 24 Minuten aber trotzdem aufgeben. Dum ersetzte ihn.

Die bis dahin armselige Auseinandersetzung gewann nun an Niveau. Das lag in erster Linie an der Arminia, die zulegen konnte und sich langsam aber sicher Feldvorteile erarbeitete. Halfar (24.) und Federico per Freistoß (27.) waren von Torgefahr zwar noch weit entfernt, Janjics Kopfballgelegenheit hatte da schon mehr Potenzial (29.). Der erste sehenswert herausgespielte Bielefelder Angriff brachte dann prompt die Führung. Fedrico schickte links Janjic auf die Reise und startete selbst von der Mittellinie durch. Die Hereingabe des Bosniers landete bei Katongo, der per Hacke vorbei an Kruska zu Fedrico zurücklegte, und der Topscorer markierte aus 15 Metern mit einem platzierten Linksschuss seinen neunten Saisontreffer - 1:0 (31.).

Der Rückstand schien Energie aufgeweckt zu haben. Dums flachen 17-Meter-Versuch parierte Eilhoff (35.), eine Minute später hätte der Schlussmann keine Chance mehr gehabt. Burcas abgefälschter Schuss aus der zweiten Reihe landete am Pfosten, ehe es Kweuke fertig brachte, den Abpraller aus elf Metern über das leere Tor zu setzen (36.).

Die Schlussminuten des ersten Abschnitts gehörten dann wieder den Ostwestfalen. Katongo bot sich aus fünf Metern die dicke Gelgenheit zum 2:0, doch Tremmel reagierte famos und hielt sein Team so im Spiel (41.).

Zur Pause musste Wollitz bei den Gästen ein zweites Mal wechseln, weil sich Kweuke Sekunden vor der Halbzeit eine Muskelverletzung am Oberschenkel zugezogen hatte. Der junge Fandrich sollte fortan mithelfen, die Partie umzubiegen. Die Gäste spielten nach vorne und suchten ihre Chance. Dabei ließen sich die Lausitzer weder vom Rückstand, noch von dem Umstand beirren, dass mit Dum (Knie) ein dritter Cottbuser verletzt ausscheiden musste (56.). Richtig vielversprechnd wurde die Wollitz-Elf zwar nur selten, Fandrichs Schlenzer hätte aber gepasst, wenn Eilhoff die Kugel nicht aus dem Eck gekratzt hätte (54.).

Das Match war alles andere als hochklassig, dennoch nicht langweilig. Cottbus fehlte es trotz ihres engagierten Auftretens an Durchschlagskraft, die Arminia ließ bei Konterchancen die Präzision vermissen - bis zur 68. Minute. Die Lausitzer brachten den Ball nicht weg und bescherten Feick so binnen weniger Augenblicke gleich zweimal die Chance zum Flanken. Katongo spritzte in die zweite Hereingabe von links herein und drückte das Leder aus kurzer Distanz ins Tor - 2:0.

Mit der Vorentscheidung war die Luft raus aus der Partie. Cottbus glaubte selbst nicht mehr an die Wende, Bielefeld beschränkte sich darauf, das Spielgerät kontrolliert in den eigenen Reihen zu halten. Die Ostwestfalen hegten kaum noch Ambitionen, offensiv weiter aktiv zu werden. Als Katongo an Brzenska vorbeikam, hätte es gefährlich werden können, die ungenaue Hereingabe des Angreifers kam aber nicht bei Federico an (80.). Viel mehr hatten die Schlussminuten nicht zu bieten. Bielefeld hatte das Match im Griff und brachte den achten Sieg in Folge souverän über die Zeit.

Bielefeld gastiert am kommenden Samstag beim FSV Frankfurt, Cottbus empfängt einen Tag später den TSV 1860 München in der Lausitz.

31.10.09
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Arminia Bielefeld
Aufstellung:
Eilhoff (3,5) - 
Lamey (4,5) , 
Mijatovic (2) , 
Kucera (2,5) , 
Feick (3) - 
Kauf (3)    
Kirch (3)   
Federico (2,5)       
D. Halfar (3,5)      
Janjic (3,5)   
Katongo (2,5)    

Einwechslungen:
65. Risgard für D. Halfar
79. Delura für Janjic
87. Berisha für Kirch

Trainer:
Gerstner
Energie Cottbus
Aufstellung:
Tremmel (3) - 
S. Angelov (4)   
Mitreski (4,5) , 
Brzenska (4,5) , 
Bittroff (4) - 
Burca (3,5)    
Kurth   
Kruska (4) - 
Kweuke (5)   
Radu (5) - 
Jula (4,5)

Einwechslungen:
24. Dum (3)    für Kurth
46. Fandrich (3,5) für Kweuke
56. Rivic (4) für Dum

Trainer:
Wollitz

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Federico (31., Linksschuss, Katongo)
2:0
Katongo (67., Rechtsschuss, Feick)
Gelbe Karten
Bielefeld:
D. Halfar
(2. Gelbe Karte)
,
Federico
(1.)
Cottbus:
S. Angelov
(4. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
31.10.2009 13:00 Uhr
Stadion:
Schüco-Arena
Zuschauer:
14100
Schiedsrichter:
Markus Wingenbach (Diez)   Note 2
hatte keine Probleme mit der leicht zu leitenden Partie.
Spieler des Spiels:
Andre Mijatovic
der Innenverteidiger organisierte seine Abwehr gewohnt umsichtig, bewies Übersicht und war sicher im Spielaufbau.
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