
Bielefeld setzte sich in der 1. Pokalrunde beim Drittligisten Unterhaching mit 3:0 durch. Arminia-Coach Thomas Gerstner konnte auf den zuletzt verletzten Mijatovic (Wade) zurückgreifen. Der Abwehrchef rückte für Bollmann in die Innenverteidigung, Neuzugang Delura spielte für Janjic im Mittelfeld.Rostock verabschiedete sich im Pokal durch die 1:2-Niederlage bei Drittligist VfL Osnabrück. Dennoch änderte Hansa-Trainer Andreas Zachhuber sein Team nur auf einer Position: Im Angriff verdrängte Schied den bis dato gesetzten Bartels und stürmte neben Kern. Abwehrchef Orestes (Kapsel- und Bänderverletzung im Ellbogen) stand doch zur Verfügung.
Einen schwachen Beginn sahen die Zuschauer in Bielefeld. Kein geordneter Spielaufbau, viele Fehlpässe ohne Not und wenig zündende Ideen - beide Mannschaften kamen nicht wirklich auf Touren. Die Abwehrreihen hatten Zeit, sich jeweils in Position zu bringen, weil die Offensivaktionen ohne das nötige Tempo vorgetragen wurden. Ein paar Eckbälle, ein paar halbherzig vorgetragene Angriffe - weder die Neuen Federico und Delura auf Arminen-Seite noch Rostocks Kapitän Retov auf der anderen Seite konnten dem Spiel Struktur verleihen.
So dauerte es bis zur 25. Minute, ehe Federico per Fallrückzieher erstmals für Gefahr vor dem Hansa-Gehäuse sorgte. Nachdem Jänicke DSC-Torwart Eilhoff auf der Gegenseite zu einer Parade zwang (26.), war es Bielefelds Offensivmann Katongo, der eine Delura-Flanke per Kopfballaufsetzer im Gehäuse der Ostseestädter versenkte (29.). Die Zachhuber-Elf agierte nach dem Rückstand weiter verunsichert, brachte nach vorne wenig Produktives zustande und kassierte noch vor der Pause - wenn auch etwas unglücklich - den zweiten Gegentreffer. Federico zog aus 20 Metern ab, traf Orestes am Kopf und von da sprang der Ball ins Tor.
Unverändert gingen beide Teams in den zweiten Durchgang, in dem Rostock schnell zum Anschlusstreffer kam. Nach einer Freistoßflanke, die Schied verlängerte, war Bülow mit dem Kopf zur Stelle. Bielefeld ließ sich dadurch aber nicht aus dem Konzept bringen und hatte in der Folge die klareren Aktionen durch Fort (55.) und Katongo (56.) Richtung Gäste-Tor. Ein an Kauf verursachter Elfmeter, den Mijatovic eiskalt versenkte, stellte den Zwei-Tore-Abstand wieder her.
Intensive Zweikämpfe prägten nun die Partie, Rostock suchte verzweifelt den erneuten Anschluss. Allerdings erarbeitete sich die Zachhuber-Elf keine entscheidenden Vorteile in der Arminen-Hälfte und auch keine Torchancen. Vielmehr setzte das Heimteam nach Standardsituationen immer wieder Nadelstiche, aber auch ohne Erfolg. Andreas Zachhuber hatte mit Bartels, Langen und Kroos frische Kräfte gebracht, für den Umschwung konnten auch die aber nicht mehr sorgen.
Bielefeld reist am kommenden Sonntag nach Koblenz. Rostock erwartet in der DKB-Arena schon am Samstag 1860 München.
| Arminia Bielefeld |
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| Hansa Rostock |

