Bei Ahlen nahm Coach Christian Wück nach dem 1:4 in Lautern drei personelle Änderungen vor: Schaffrath, Döring und Chitsulo spielten für den gelbgesperrten Miletic, Thioune (Mittelfußbruch) sowie Reus.
Ebenfalls drei Neue brachte Freiburgs Trainer Robin Dutt im Vergleich zur 0:2-Niederlage in Nürnberg: Krmas, Banovic und Glockner ersetzten Schlitte, Uzoma und Bechmann.
Schon in den ersten Minuten zeigte sich die neue taktische Ausrichtung Ahlens, das wie von Trainer Wück vor dem Spiel angekündigt in einem 4-1-4-1-System defensiver agierte als zuletzt in Lautern. Bei strömendem Regen war Freiburg in der Anfangsphase das deutlich aktivere Team, rannte sich aber zunächst immer wieder an der Abwehr von Rot-Weiss fest.
Ein feines Dribbling von Jäger an drei Ahlenern vorbei brachte links im Strafraum Glockner ins Spiel. Der flankte flach in die Mitte, Döring fälschte vor die Füße von Abdessaki ab, der aus elf Metern entschlossen einnetzte (15.).
Die Wück-Schützlinge wurden sogleich offensiver, bei Toborgs Drehschuss stand Pouplin goldrichtig (17.). Zwar entwickelte Rot-Weiss auch in der Folge mehr Tordrang, konnte aber die cleveren Gäste nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen.
Die Breisgauer schlugen nach einer knappen halben Stunde nochmals zu: Maul foulte Banovic, und den fälligen Freistoß schoss Glockner unhaltbar für Lenz aus 25 Metern mittlerer Position in den rechten Winkel (27.).
Bis zur Pause legten die Gäste eine kleine Verschnaufpause ein. Mehr als Halbchancen durch eine Einzelaktion von Großkreutz (31.) und einen Kopfball von Döring (40.) aber sprangen für die Hausherren nicht heraus.
Mit unverändertem Personal begannen beide Teams Durchgang zwei - doch lange sollte es nicht dauern, ehe Rot-Weiss-Coach Christian Wück mit einem Doppelwechsel für neuen Elan sorgen wollte: Müller und Reus kamen für Schaffrath und Chitsulo (52.).
Tatsächlich entfachte der Aufsteiger nun Druck. Freiburg geriet vorübergehend in Bedrängnis, zwingende Chancen blieben aber trotz einiger Unsicherheiten in der Hintermannschaft des SC Fehlanzeige. Auf der Gegenseite vergaben Idrissou (58.) und Butscher (60.) in jeweils aussichtsreicher Situation die Vorentscheidung, die auch Glockner mit einem trockenen 18-Meter-Schuss auf dem Fuß hatte (65.).
Die Gastgeber bewiesen zwar Moral - Großkreutz scheiterte bei der besten Möglichkeit aus kurzer Distanz per Kopf an Pouplin (66.), der auch wenig später gegen Müller auf dem Posten war (69.) -, letztlich aber hatten die Breisgauer wenig Mühe, den Vorsprung mit solider Abwehrarbeit gegen die uninspririert angreifenden Westfalen zu verteidigen.
Ein Konter brachte kurz vor Schluss die endgültige Entscheidung: Banovic flankte von links, Jäger legte den Ball an Maul vorbei quer zu Idrissou, der aus sechs Metern locker einschieben konnte (83.).
Ahlen spielt bereits am Dienstag in Aachen, Freiburg erwartet am Mittwoch Mainz zum Spitzenspiel.
| Rot Weiss Ahlen |
|---|
![]() ![]() Aufstellung: Lenz (4) - Busch (4,5) , di Gregorio (4) , Döring (3) , Schaffrath (4) - Heithölter (4) , Maul (4) , Bäumer (4,5) - Großkreutz (3,5) , Toborg (4,5) , Chitsulo (4,5) Trainer:
Wück |
| SC Freiburg |

