Ingolstadts Trainer Thorsten Fink veränderte seine Startelf im Vergleich zur 0:1-Niederlage in Aachen auf zwei Positionen. Metzelder und Schwarz waren nicht dabei, dafür spielten Dreßler und Braganca.
Auch Osnabrücks Coach Wollitz baute die Anfangsformation nach dem 3:2-Erfolg gegen Frankfurt um. Keeper Wessels fehlte wegen eines Faserrisses - Berbig stand dafür im Kasten. Frommer und Fuchs waren ebenso nicht dabei, stattdessen aber Braun und Surmann.
Das Spiel begann mit einem Paukenschlag für Ingolstadt. Nach einer Gerber-Flanke brachte VfL-Torwart Berbig den Ball nicht aus der Gefahrenzone, so dass die Kugel im Getümmel mit Lokvenc und Anderson dem FCI-Torjäger Demir vor die Füße fiel. Der Stürmer fackelte nicht lange und schob aus wenigen Metern locker zur Führung für den FCI ein (2.).
Mit diesem Tor im Rücken spielten die Oberbayern nun munter nach vorne, wobei speziell die linke Seite mit eben Gerber und Braganca gefiel, die immer wieder durchkamen. Ohnehin agierte die VfL-Defensive in der Anfangsphase viel zu nachlässig, so dass der eine Gegentreffer auch ein wenig schmeichelhaft für die Wollitz-Elf war. Demir traf nach schöner Rama-Vorarbeit nur den Pfosten (8.). Zwar blieben bis zur etwa 30. Minute weitere Großchancen für das Fink-Team aus, doch besaß der Aufsteiger absolute Spielkontrolle: In den Zweikämpfen, im Passspiel und in der Organsisation waren die Ingolstädter eine halbe Stunde lang klar besser.
Nach dreißig Minuten aber änderte sich das Spielgeschehen. Stürmer Sykora wurde bei Osnabrück eingewechselt, weil der Rechtsverteidiger Engel nach einem Ellenbogencheck von Braganca mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden musste (31.). Nun hatte VfL-Kapitän Reichenberger mit Sykora mehr Unterstützung in vorderster Front. Die Folge waren erste Chancen für den VfL, doch De Wit (38.), Cichon (42.) und Schuon (45.) vergaben in jeweils aussichtsreichen Situationen. Insofern war die 1:0-Halbzeitführung ein wenig glücklich.
Die zweite Halbzeit begann mit personellen Wechseln - Braganca auf seiten des FCI und Surmann bei den Osnabrückern blieben draußen, Jungwirth und Fuchs kamen dafür rein. Osnabrück wirkte in den ersten Minuten des zweiten Abschnitts angriffslustiger, doch Großchancen produzierte zunächst Ingolstadt. Nach einem schönen Querpass von Rama stand Lokvenc völlig frei vor Berbig, doch der Tscheche schloss zu überhastet ab und traf nur den VfL-Keeper (56.).
Fünf Minuten später glänzte der Ingolstädter Hüne dafür als Vorbereiter, als er den Ball per Hacke in den Lauf von Demir legte. Der hatte freie Bahn, weil Schäfer ziemlich naiv das Abseits aufheben wollte, und der Torjäger der Fink-Elf schob das Leder überlegt ins lange Eck (61.).
Die Osnabrücker reagierten auf den abermaligen Nackenschlag mit einem wütenden Angriff, doch Reichenberger traf aus kürzester Distanz nur den Pfosten. Die Ingolstädter zogen sich nun mehr zurück, aber an diesem Tag wollte den Osnabrückern im Abschluss einfach nichts gelingen. Nach einer prima Kopfball-Vorlage von Cichon hatte Anderson die Riesenchance zum Anschlusstreffer, doch der aufgerückte Innenverteidiger drosch die Kugel aus vier Metern an die Latte (81.).
Erst in der 88. Minute landete der Ball im Ingolstädter Netz, als Sykora bei einer Schäfer-Flanke am höchsten stieg, und FCI-Keeper Lutz bei dem Kopfball ins lange Eck geschlagen war. Nun warf der VfL alles nach vorne und kam nach einem schlimmen Fehlpass von Neunaber zur Ausgleichschance, doch Fuchs schlenzte den Ball aus 15 Metern knapp über die Latte (89.). Bei diesem knappen Ergebnis blieb es.
Brisanz pur verspricht der 6. Spieltag für den FC Ingolstadt. Die Fink-Elf trifft am Sonntag im bayerischen Derby auswärts auf den TSV 1860 München. Zwei Tage vorher empfängt der VfL Osnabrück die TuS Koblenz.
| FC Ingolstadt 04 |
|---|
| VfL Osnabrück |

