Die Ausgangsposition war klar. Osnabrück musste gewinnen, um den Gang in die Relegation noch vermeiden zu können. Für Duisburg war der Aufstiegszug bereits abgefahren, es ging nur noch um die Abschlussposition. Nach dem 5:3 in Kaiserslautern musste MSV-Coach Peter Neururer umbauen. Herzog vertrat den gesperrten Starke zwischen den Pfosten, Maicon begann für Tiffert (5. Gelbe). Brzenska kehrte nach Gelbsperre zurück in die Innenverteidigung, wo Tiago weichen musste.
Drei Änderungen gab es auch beim VfL. Der zuletzt gesperrte Cichon ersetzte in der Innenverteidigung Schuon, der beim 2:2 gegen Ahlen bei beiden Gegentreffern gepatzt hatte. Zudem spielten Braun und Geißler anstelle von Thomik und Grieneisen.
Dem VfL war der Wille von Beginn an anzumerken. Frommer und Engel gaben erste Warnschüsse ab. Doch hinten fehlte den Osnabrückern in der achten Minute die Ordnung. Makiadi passte in die Gasse zu Maicon, der auf links sträflich frei stand und Berbig mit einem Schlenzer ins rechte Ecke überwand. Von diesem Schock mussten sich die Osnabrücker erst einmal erholen. Duisburg legte beinahe nach. Wieder glänzte Makiadi als Vorbereiter, nach seinem öffnenden Pass auf Ben-Hatira konnte die VfL-Abwehr die Hereingabe des U21-Nationalspielers jedoch vor dem einschussbereiten Wagner klären (12.).
Nach etwa einer Viertelstunde hatten sich die Gäste wieder gefangen, der anfängliche Schwung war nun jedoch dahin. So bemüht die Osnabrücker auch waren, es gelang ihnen zu keinem Zeitpunkt, die sichere MSV-Abwehr in Bedrängnis zu bringen. Zu oft ging es durch die Mitte, zu oft suchte die Wollitz-Elf ihr Heil in langen Bällen nach vorne. Kam der VfL doch einmal in die Nähe des Sechzehners, fehlte den Abspielen die nötige Präzision.
Duisburg hatte die Partie mühelos unter Kontrolle und blieb über Konter gefährlich. Verhinderte das ungenaue Anspiel Kouemahas auf Wagner (28.) zunächst noch einen möglichen zweiten Treffer, so lag der Ball zehn Minuten später im Netz des VfL-Tores. Schäfer ließ Wagner auf rechts zu viel Platz, die Hereingabe des Stürmers jagte Makiadi in die Maschen - sein 16. Saisontreffer, damit teilt er sich mit Nürnbergs Marek Mintal und Aachens Benjamin Auer die Torjägerkrone.
Die Osnabrücker brauchten nach dem Wechsel ein schnelles Tor - und sie bekamen es. Geißler flankte an den zweiten Pfosten, wo der kurz vor der Pause für Frommer eingewechselte Sykora sich lang machte und zum 1:2 einschob. Plötzlich keimte Beim VfL wieder Hoffnung auf, zumal alle Konkurrenten zurücklagen. Die Wollitz-Elf setzte den MSV nun mächtig unter Druck, lief dabei jedoch immer wieder Gefahr, in Konter zu laufen. Ein solcher brach den Niedersachsen dann auch das Genick. Heller flitzte die rechte Seite herunter und flankte maßgeschneidert für Kouemaha, der den Ball per Flugkopfball im Tor unterbrachte (60.).
Davon erholte sich der VfL nicht mehr. Vielmehr mussten die Gäste froh sein, nicht gleich den nächsten Treffer hinterher zu kassieren. Binnen weniger Sekunden stand den Osnabrückern nach Kouemahas Kopfball und Hellers Nachschuss zweimal das Aluminium zur Seite (62.). Während bei den Gästen nach vorne nun kaum noch etwas ging, vergab Wagner eine weitere Einschussmöglichkeit (78.), ehe Maicon sieben Minuten vor dem Ende mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt setzte.
Während Duisburg die Saison auf Platz sechs beendet, muss Osnabrück nachsitzen und versuchen, die Klasse in den Relegationsspielen gegen Paderborn zu sichern. Am Freitagabend (20.30 Uhr) tritt der VfL beim SCP an, am Montag (15.30 Uhr) gastieren die Ostwestfalen dann an der Bremer Brücke.
| MSV Duisburg |
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![]() ![]() Aufstellung: Herzog (3) - Korzynietz (3) , Schlicke (3) , Brzenska (2,5) , P. Caceres (3) - Ben-Hatira (3,5) - Wagner (4) , Kouemaha (3) Trainer:
Neururer |
| VfL Osnabrück |
Gelbe Karten |
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