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1860 München

 - 

Hansa Rostock

 
1860 München

3:3 (1:2)

Hansa Rostock
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1860 München
Hansa Rostock
1.
15.
30.
45.




46.
60.
75.
90.









Kern trifft erneut doppelt

Röslers Hammer rettet die Löwen

In einem vor der Pause äußerst bescheidenen, nach dem Seitenwechsel aber spektakulären Kellerduell sah Hansa Rostock kurz vor Schluss bereits wie der sichere Sieger aus, ehe Sascha Rösler den Löwen doch noch einen glücklichen Punkt bescherte. Hansa war insgesamt das mutigere und offensivstärkere Team und belohnte sich in der Schlussphase mit der verdienten Führung, ehe ein Standard 1860 doch noch jubeln ließ.

Schäffler (li.) narrt Bülow
Ein Duell mit Folgen: Schäffler (li.) narrt Bülow und trifft zum 1:0.
© picture allianceZoomansicht

Löwen-Coach Uwe Wolf nahm nach dem 0:3 in Augsburg fünf Wechsel vor. Tschauner hütete für Hofmann (Rückenprobleme) das Tor, Ghivinianidze, Beda, Aigner und Schäffler spielten anstelle von Ledgerwood, Schick, Sven Bender (angeschlagen) und Holebas.

Rostocks Trainer Andreas Zachhuber sah nach dem 5:1 gegen Kaiserslautern keinerlei Veranlassung, seine Startelf zu verändern.

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Im für beide Mannschaften eminent wichtigen Kellerduell bekamen die Zuschauer erst einmal wenig Sehenswertes geboten. Mit der Misserfolgsserie im Rücken begannen die Löwen verständlicherweise ohne jegliches Selbstvertrauen, während auch bei Rostock nichts mehr an den starken Auftritt aus der Vorwoche erinnerte. Offensiv agierten beide Mannschaften undurchdacht bis planlos, gefährliche Torszenen fehlten der Partie völlig.

So plätscherte die Begegnung auf bescheidenem Niveau vor sich hin, ehe 1860 aus dem Nichts plötzlich in Front ging. Einen Freistoß von der Mittellinie schlug Beda weit nach vorne. Bülow ließ sich im Strafraum schülerhaft von Schäffler abkochen, der danach keine Mühe hatte, aus sechs Metern zum 1:0 einzuschieben (19.). Besser wurde das Match in der Folge trotzdem nicht. Rostock blieb harmlos, auf Löwen-Seite sorgte einzig Torschütze Schäffler vereinzelt für Unruhe in der Hansa-Defensive.

Allerdings offenbarte die Wolf-Elf in der Defensive zunehmend Schwächen nach Standards. Zielte Kern nach einer Ecke freistehend noch daneben (31.), machte es der Angreifer drei Minuten später nach einem weiteren Eckball besser. Retovs Hereingabe brachte Kern unbedrängt per Kopf aufs Tor, wo Rukavinas Abwehrversuch auf der Linie erfolglos blieb - 1:1 (34.).

Der Ausgleich gab Hansa Auftrieb. Die Gäste wurden nun sicherer und erarbeiteten sich Vorteile, Großchancen brachte die Zachhuber-Elf vorerst jedoch nicht zustande. Dass es vor der Pause dennoch zur Rostocker Führung reichte, hatte die Mannschaft von der Ostsee einem kapitalen Abwehrfehler der Münchner zu verdanken. Hoffmann ließ Schindler ohne große Gegenwehr flanken, ehe Thorandt die eigentlich harmlose Hereingabe unglücklich zu Fillinger abfälschte. Der Doppel-Torschütze aus der Vorwoche setzte sich gegen Beda durch und traf mit links zum 1:2 ins rechte Eck (45.).

Die Löwen kamen merklich Wut mit im Bauch aus der Kabine, spielten fortan engagiert nach vorne und kamen zu Chancen. Thorandt per Kopf (47.), Lauth aus kurzer Distanz (49.) und Schwarz aus spitzem Winkel (53.) vergaben, ehe es endlich klappte. Nach einem Hoffmann-Einwurf trabte Retov Johnson nur hinterher. Der 21-jährige Münchner passte von links flach vors Tor, wo Orestes Lauth alleine ließ. Vier Meter vor dem Tor hatte der Angreifer keine Mühe, die Kugel zum 2:2 über die Linie zu drücken (56.).

Mit dem Ausgleich stellte 1860 seine Offensivbemühungen wieder ein und erweckte den Eindruck, mit dem Remis zufrieden zu sein. Rostock brauchte ein paar Minuten, übernahm dann aber das Zepter und wurde zunehmend stärker. Nach knapp 70 Minuten wurde aus den Rostocker Feldvorteilen eine drückende Überlegenheit. Pausenlos rollten Angriffe auf das von Tschauner gehütete Gehäuse zu, lediglich ein Treffer fehlte. Die beste Chance in dieser Phase vergab Kern, als er durch die Münchner Abwehr spazierte, alleine vor dem Schlussmann aber vergaß, abzuschließen (69.).

Rostock blieb auch in der Schlussphase das bessere Team, musste aber eine Schrecksekunde überstehen, als Schäffler bei einem der seltenen Löwen-Angriffe per Kopf zum vermeintlichen 3:2 traf. Dem Treffer wurde wegen Abseits zu Recht aber die Anerkennung verweigert (84.). Stattdessen kam es auf der Gegenseite für die Wolf-Elf noch dicker. Fillinger durfte von rechts unbedrängt flanken, Tschauner segelte am Ball vorbei, und Rukavina stellte die Abwehrarbeit ein. Kern sagte artig "Danke" und köpfte Rostock mit seinem zweiten Tor abermals in Führung (85.). Hansa sah jetzt wie der sichere Sieger aus, doch eine Chance bot sich den Löwen noch - und die nutzten sie. 19 Meter vor dem Kasten trat der eingewechselte Rösler in der dritten Minute der Nachspielzeit zum Freistoß an und wuchtete die Kugel unhaltbar zum glücklichen Ausgleich ins linke obere Eck.

1860 München tritt am kommenden Dienstag bei Wehen Wiesbaden an, Rostock empfängt zeitgleich den FC Augsburg.

08.05.09
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1860 München
Aufstellung:
Tschauner (5) - 
Rukavina (5) , 
Thorandt (5)    
Ghvinianidze (4) , 
T. Hoffmann (3,5) - 
Beda (4) - 
L. Bender (5)    
Aigner (5)    
F. Johnson (3,5) - 
Lauth (2,5)    
Schäffler (3)    

Einwechslungen:
46. Schwarz (4) für L. Bender
75. Ledgerwood für Aigner
87. Rösler     für Thorandt

Trainer:
Wolf
Hansa Rostock
Aufstellung:
Hahnel (3) - 
Schöneberg (3,5) , 
Bülow (5) , 
Orestes (3,5) , 
Oczipka (3) - 
Svärd (3,5)    
Retov (2,5) - 
Schindler (3) , 
Fillinger (2)    
E. Kern (1,5)            
Bartels (4,5)    

Einwechslungen:
70. Dorn für Bartels
90. Gledson für E. Kern

Trainer:
Zachhuber

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Schäffler (19., Rechtsschuss, Beda)
1:1
E. Kern (34., Kopfball, Retov)
1:2
Fillinger (45., Linksschuss)
2:2
Lauth (56., Linksschuss, F. Johnson)
2:3
E. Kern (85., Kopfball, Fillinger)
3:3
Rösler (90. + 3, direkter Freistoß, Linksschuss)
Gelbe Karten
TSV 1860:
-
Rostock:
Svärd
(6. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
08.05.2009 18:00 Uhr
Stadion:
Allianz-Arena, München
Zuschauer:
24400
Schiedsrichter:
Lutz Wagner (Kriftel)   Note 2
guter Auftritt, lag bei allen wichtigen Entscheidungen richtig.
Spieler des Spiels:
Enrico Kern
vor dem Tor brandgefährlich, traf zweimal, ein Torjäger par excellence mit der einen oder anderen Ruhephase zu viel.
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