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FC Ingolstadt 04

 - 

1. FSV Mainz 05

 

3:4 (1:1)

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FC Ingolstadt 04
1. FSV Mainz 05
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.















Ingolstadt überzeugt nur offensiv

Bancé setzt noch einen drauf!

Ein Spektakel ohne Happy-End erlebte der FC Ingolstadt mit Interimstrainer Michael Wiesinger gegen Mainz 05. Die auswärtsstarken Gäste durften nach einer völlig offenen, von fünf Toren gespickten zweiten Halbzeit über einen ganz wichtigen Dreier jubeln. Dagegen bleibt der FCI, der nur offensiv zu überzeugen wusste, weiter ohne Sieg 2009 und damit Vorletzter.

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Michael Wenczel (r.) gegen Zsolt Löw
Das Führungstor für Ingolstadt: Michael Wenczel (r.) köpft ein, Zsolt Löw kann nur zuschauen.
© picture-alliance Zoomansicht

Michael Wiesinger durfte für diese eine Partie auf der FCI-Bank sitzen, ließ es sich dabei aber nicht nehmen, gleich einmal mächtig an der Startelf zu schrauben: Glech sechs Spieler tauschte er im Vergleich zum 2:3 beim SC Freiburg aus! Neunaber, Keidel, Metzelder, Fink, Neuendorf und Lokvenc (nach Gelbsperre) begannen anstelle von Aygün (Innenbandanriss), Schwarz, Reinhard, Jungwirth, Leitl und Santini. Beim FSV liefen nach dem Pokalaus (1:4 n.V. bei Bayer Leverkusen) Bungert, Soto und Baljak für Svensson, Neustädter (beide Bank) sowie Feulner auf, der mit einer Oberschenkelverhärtung ausfiel.

Die Fetzen sollten fliegen, hatte Wiesinger vor der Partie gefordert. Doch das wurde von seiner Elf nicht wirklich umgesetzt. Beide Mannschaften begannen eher gemächlich, vor allem mit vielen Ungenauigkeiten und Fehlpässen. Es war zwar ausgeglichen, echte Chancen ließen aber lange auf sich warten. Als es erstmals gefährlich wurde, zappelte das Netz direkt! Ingolstadt ging nach einer Ecke in Führung: Neuendorfs scharfe Hereingabe an den Fünfer köpfte Wenczel mit Wucht in die Maschen (27.). Und fast wäre den Hausherren der Doppelschlag gelungen - auf kurioseste Weise: Wenczels langen Einwurf boxte sich Wache, leicht bedrängt von Lokvenc selbst ins Netz. Dass Schiedsrichter Markus Schmidt auf Foul des Ingolstädters entschied, war eine Fehlentscheidung (32.).

Pech für den FCI und dann das: So überraschend wie die Führung, fiel sieben Minuten später der Ausgleich. Soto brachte einen Freistoß von rechts in den Strafraum, Noveski setzte sich gegen Karl durch und köpfte platziert ins Eck. Gegen Ende der ersten Hälfte wurden die Zweikämpfte härter, die Mainzer etwas stärker; Bancé hatte die letzte Chance: Sein Kopfball nach Baljaks Flanke und Lutz' Unsicherheit landete an der Oberkannte der Latte (44.). Der FCI konnte mit dem Pausenresultat also zufrieden sein.

Mit Fehlern begann auch Durchgang zwei - mit dem Unterschied, das einer direkt genutzt wurde: Karl verlor im Mittelfeld den Ball an Karhan, Amri nahm die Kugel auf, und Baljak nutzt nach dem Zuspiel seinen Platz an der Strafraumgrenze zu einem platzierten Abschluss ins rechte Eck (49.). Ingolstadt antwortete mit wütenden Angriffen, einem Doppelwechsel - und dem 2:2! Wieder verschätzte sich Wache bei einem langen Einwurf von Wenczel, traf den Ball mit der Faust nicht, und Neuendorf stocherte die Kugel aus fünf Metern über die Linie (58.). Der FCI wollte - und bekam mehr: Wohlfarth verlängerte einen langen Pass per Kopf in die Strafraummitte, Lokvenc ließ Karhan aussteigen und versenkte den Ball aus der Drehung mit links (64.).

Es war ein völlig offenes Spiel, im zweiten Durchgang ging es fast ausnahmslos nach vorne, meist in Richtung Wache. Löw verhinderte vor dem einschussbereiten Lokvenc und für seinen geschlagenen Keeper den Mainzer K.o. (68.), zwei Minuten später stand's 3:3! Wenczel köpfte nach einem langen Mainzer Einwurf zu Baljak, der die Kugel aus elf Metern in die Maschen donnerte. Hektisch startete die Schlussphase, Mainz war jetzt besser - und erzwang die Entscheidung! Infolge eines weiteren Einwurfs flankte Joker Heller an den Fünfer, und Bancé wuchtete den Ball per Kopf ins Tor (85.). Der FCI hatte sich eine starke Offensivleistung mit vielen bösen Schnitzern in der Abwehr kaputt gemacht. Und in der Nachspielzeit flog noch Metzelder nach einem Ellenbogenschlag gegen Bancé mit Rot vom Platz.

Ingolstadt muss am Sonntag den schweren Gang nach Nürnberg antreten. Dann sitzt Horst Köppel, der die Partie gegen Mainz von der Tribüne aus verfolgte, auf der Bank. Der FSV kann zeitgleich gegen Koblenz an seiner schwachen Heimbilanz basteln.

26.04.09
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Ingolstadt 04
Aufstellung:
Lutz (4,5) - 
Keidel (4)   
Neunaber (5) , 
Wenczel (3)    
Fink (3,5) - 
Karl (5)   
Metzelder (4,5)    
Wohlfarth (3,5)   
Rama (4)   
Neuendorf (2)       
Lokvenc (3)    

Einwechslungen:
55. Leitl (3) für Rama
55. D. Jungwirth (3,5) für Karl
71. M. Schwarz für Neuendorf

Trainer:
Wiesinger
1. FSV Mainz 05
Aufstellung:
Wache (5,5) - 
Hoogland (4,5) , 
Bungert (4,5) , 
Noveski (3,5)    
Löw (4) - 
Karhan (4) - 
Amri (3,5)   
Pekovic (3)   
Soto (4)   
Baljak (1,5)           
Bancé (2,5)    

Einwechslungen:
66. Buckley für Pekovic
78. F. Heller für Amri
86. Svensson für Soto

Trainer:
Andersen

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Wenczel (27., Kopfball, Neuendorf)
1:1
Noveski (34., Kopfball, Soto)
1:2
Baljak (49., Linksschuss, Amri)
2:2
Neuendorf (58., Rechtsschuss)
3:2
Lokvenc (64., Linksschuss, Wohlfarth)
3:3
Baljak (70., Linksschuss)
3:4
Bancé (85., Kopfball, F. Heller)
Gelb-Rote Karten
Ingolstadt:
Metzelder
(90. + 1)
Mainz:
-
Gelbe Karten
Ingolstadt:
Wohlfarth
(7. Gelbe Karte)
,
Keidel
(8.)
Mainz:
Baljak
(4. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
26.04.2009 14:00 Uhr
Stadion:
Tuja-Stadion
Zuschauer:
5217
Schiedsrichter:
Markus Schmidt (Stuttgart)   Note 4,5
ein grober Fehler: Wache wurde nicht von Lokvenc gefoult, als er einen weiten Einwurf von Wenczel unterschätzte und sich den Ball selbst ins Tor faustete (31.).
Spieler des Spiels:
Srdjan Baljak
zwei Tore, ständiger Unruheherd in der Offensive.
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