Der Lauterer Coach Milan Sasic schickte mit Husejinovic einen der Neuzugänge von Beginn an auf den Platz. Für Jendrisek und Bellinghauser, die nach Verletzungen zunächst auf der Bank Platz nahmen, begannen Sam und Demai. Sein Mainzer Kollege Jörn Andersen veränderte seine Startformation gegenüber dem3:1-Auswärtssieg gegen Freiburg (DFB-Pokal) auf einer Position. Für Soto, der unter der Woche einen Schwächeanfall erlitt, begann Neuzugang Löw.
Die Zuschauer auf dem Betzenberg sahen eine rassige Anfangsphase, in der die Lauterer sofort versuchten, das Spielgeschehen an sich zu reißen. Das Mainzer Aufbauspiel wurde durch intensives Forechecking unterbunden, so dass sich die Lauterer ein optisches Übergewicht erspielen konnten. Mehr als eine Halbchance durch Amedik (2.), dessen Kopfball über das Mainzer Gehäuse strich, konnte sich der FCK allerdings nicht erspielen.
Die Mainzer, von denen in den ersten Minuten wenig zu sehen war, nutzten dagegen ihre erste Chance zur Führung, und das unter gütiger Mithilfe des Lauterer Verteidigers Ouattara: sein völlig verunglückter Rückgabeversuch wurde von Feulner erlaufen, der keine Mühe hatte, FCK-Keeper Robles zu umspielen und zur Gästeführung einzuschieben (6.).
Lautern zeigte sich durch den frühen Rückstand nicht geschockt, sondern ging weiterhin engagiert zu Werke, einzig wirklich gefährlich wurde es kaum für FSV-Keeper Wache. Der FSV stand hinten nun sehr kompakt und lauerte seinerseits auf Konter, die meist schnell und zielstrebig vorgetragen wurden. So zielte Feulner aus 14 Meter halbrechter Position am langen Pfosten vorbei (8.), Bancé konnte einen weiteren Lapsus von Ouattara nicht nutzen und scheiterte frei am gut reagierenden Robles (14.). Mainz war nun endgültig in der Partie angekommen, wirkte abgeklärter und gefährlicher als der FCK, der zudem in der 22. Minute Glück hatte, als Bancé aus spitzem Winkel nur die Querlatte traf.
Was bei den Lauterern fehlte, waren kreative Ideen, stattdessen wurde meist zu ungestüm und zu durchsichtig der Weg in den Mainzer Strafraum gesucht. Einzig in der der 36. Minute hatte das Lauterer Publikum den Torschrei auf den Lippen, als Ouattara nach einen Dzaka-Freistoß Wache, der bis dahin einen eher ruhigen Abend hatte, zu einem klasse Reflex zwang.
FCK-Coach Milan Sasic schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Lautern kam mit viel Schwung aus der Kabine und hatte in der 48. Minute gleich die Chance zum Ausgleich. Eine Bugera-Flanke verpassten aber gleich drei Lauterer, zudem musste Wache bei einer verunglückten Dick-Hereingabe auf der Hut sein (54.).

Nach 58 Minuten brachte Milan Sasic dann den kürzlich wiedergenesenen Jendrisek, der im Hinspiel als zweifacher Torschütze glänzen konnte. Allerdings machte auch ihm die diszipliniert stehende Defensive der Gäste zu schaffen. Die Rheinhessen beschränkten sich weitestgehend auf die Torverhinderung und hatten in der Offensive wenig zu bieten. So plätscherte die Partie vor sich hin, ehe den Hausherren in der 72. Minute aus dem Nichts der Ausgleich gelang. Nach einem weiten Dick-Einwurf konnte Jendrisek die Unordnung in der Mainzer Hintermannschaft nutzen und stocherte das Leder zu Lakic, der aus kurzer Distanz keine Mühe hatte, an Wache vorbei einzuschieben.
Sichtlich beflügelt drängten die Pfälzer nun auf den Siegtreffer, versäumten es aber entscheidend, Druck auf die Hintermannschaft der Gäste auszuüben. Da auch Mainz in der Offensive bis auf ein Chance von Hoogland, dessen Schuss am kurzen Eck vorbei strich (85.), wenig zuzusetzen hatte, blieb es am Ende bei einem gerechten Unentschieden.
Kaiserslautern gastiert am nächsten Montag in Nürnberg, während die Mainzer am Sonntag den TSV 1860 München empfangen.
| 1. FC Kaiserslautern |
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| 1. FSV Mainz 05 |

