Ahlens Trainer Christian Wück sah nach dem 2:2-Remis in St. Pauli zwei Gründe zur Veränderung. Im Sturm musste Chitsulo und Miletic (Kreuzband) verletzt auf der Bank Platz nehmen. Für ihn durfte Wiemann und Reus von Beginn an spielen. Auf der gegnerischen Seite drehte sich das Personalkarussell im Vergleich zur 0:3-Niederlage gegen Nürnberg gegen Nürnberg gewaltig. Coach Torsten Fink stellte gleich dreimal um. Keidel (Gelbsperre), Rama und Lemos mussten diesmal zuschauen. Das Vertrauen bekamen Fink, Leitl und Lokvenc geschenkt.
Aufgrund starker Regenfälle im Vorlauf der Partie hatten beide Mannschaften von Anfang an große Probleme, einen festen Stand zu finden. Zu viele Pässe fanden in den ersten Minuten beim Spielaufbau nicht ihr Ziel. Ahlen war zwar optisch das aktivere Team und hatte mehr Ballbesitz. Jedoch stellte die Ingolstädter Defensive die Räume schnell und geordnet zu. Auf der anderen Seite boten die Kicker von der Donau in der Offensive einen dürftigen Beginn. Zu wenig Bewegung führte zu vielen Ballverlusten. Bis zur 20. Spielminute gab es bis auf Freistöße von Ahlens Heithölter und von Ingolstadts Leitl keine nennenswerten Torchancen.
Danach ließen die Münsterländer einmal aufblitzen, was sie offensiv leisten können. Nach einem erneuten Ballverlust des FCI in der Vorwärtsbewegung konnte Maul von links flanken. Seine scharfe Hereingabe fand am langen Pfosten Großkreutz, der überlegt mit dem Kopf zurücklegte zu Gibson. Der neue Mann zog sofort ab und verfehlte nur knapp (26.). Aber auch die Gäste kamen gefährlich vor den Kasten von Schlussmann Lenz, wenn es einmal schnell ging. Jedoch fand die Kopfballablage von Lokvenc im Rückraum keinen Abnehmer. Doch meistens vergaben die Spieler von Trainer Fink gute Konterchancen bereits im Ansatz, weil sie zu lange zögerten und zu ungenau agierten.
Rot-Weiss nutzte solche Situationen zwar besser, aber auch noch nicht konsequent genug. Reus bekam das Leder an der Mittelline, zog in Richtung Strafraum und legte dann quer. Sein Zuspiel fand Gibson, der sofort abzog, jedoch in Keeper Lutz seinen Meister fand (39). Kurz darauf vergab Großkreutz sehenswert mit dem Außenrist aus der Distanz (43.). Und so rettete sich der FC Ingolstadt 04 in die Halbzeit.

Nach knapp zehn Minuten Anlaufphase im zweiten Durchgang kamen auch die Gäste aus Ingolstadt besser in die Partie. Die Wück-Elf bot dem FCI zu viel Platz an, jedoch scheiterten sowohl Jungwirth (53.) und Lokvenc (56.) an der eigenen Unkonzentriertheit. Übereiltes Handeln bescherte den Hausherren die Führung: Schwarz passte unter Druck gesetzt von Reus, Toborg in den Lauf. Der Torjäger ließ Wenczel ins Leere laufen und schob mit rechts eiskalt ins linke untere Eck (59.).
Und RWA legte sofort nach: Heithölter legte sich das Leder in halblinker Position gut 20 Meter vor dem gegnerischen Gehäuse zurecht. Sein angeschnittener aber keinesfalls wuchtiger Schuss segelte sowohl über die Mauer als auch über Schlussmann Lutz, der dabei keine gute Figur ablieferte (65.). Ahlen wollte nachsetzten und mit einem dritten Treffer den Sack endgültig zumachen. Das 3:0 durch Reus wurde jedoch vom Unparteiischen Frank aufgrund eines Schubsers von Maul zuvor nicht anerkannt. Erst zehn Minuten vor dem Ende der Begegnung stellte man seine Offensivbemühungen ein und wollte den verdienten Erfolg verwalten. Ingolstadt kam zwar noch einmal, jedoch mussten sie noch den dritten Treffer erneut durch Toborg hinnehmen (88.).
Für Ahlen geht es bereits am kommenden Freitag mit dem Gastspiel in Koblenz weiter. Auch Ingolstadt muss am Sonntag bei St. Pauli antreten.
| Rot Weiss Ahlen |
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![]() ![]() Aufstellung: Man. Lenz (3,5) - Busch (3,5) , B. di Gregorio (3) , Döring (3) , Maul (3) - Wiemann (3) - Book - Großkreutz (3) , Reus (3) Trainer:
Wück |
| FC Ingolstadt 04 |
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1:0
Toborg (58., Rechtsschuss)
2:0
Heithölter (65., direkter Freistoß, Linksschuss)
3:0
Toborg (88., Rechtsschuss, Großkreutz)
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Gelbe Karten |

