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Hansa Rostock

 - 

VfL Osnabrück

 

2:2 (2:0)

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Hansa Rostock
VfL Osnabrück
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.










Lense verletzt - VfL und Hansa seit vier Spielen ohne Sieg

Lechleiters Tore reichen nicht

Der FC Hansa Rostock und der VfL Osnabrück trennen sich in einer unterhaltsamen Partie 2:2-Unentschieden. Der VfL hielt zu Beginn gut mit, nutzte seine Chancen jedoch nicht und geriet gegen effiziente Rostocker mit zwei Toren in Rückstand. Doch die Lila-weißen bewiesen Moral und schlugen noch einmal zurück. Für beide Teams ist der Punkt jedoch zu wenig, denn für beide war es die vierte Partie in Folge ohne "Dreier".

Lechleiter (re.) wird von seinem Kapitän Retov beglückwünscht.
Jubelnde Rostocker: Lechleiter (re.) wird von seinem Kapitän Retov beglückwünscht.
© picture-allianceZoomansicht

Rostocks Trainer Frank Pagelsdorf nahm nach der 0:1-Niederlage in Oberhausen einen Wechsel an seiner Startelf vor: Rahn spielte anstelle von Cetkovic. Osnabrücks Coach Claus-Dieter Wollitz hingegen tauschte einmal mehr. Im Vergleich zum 1:1-Unentschieden in Augsburg spielten Surmann und Fuchs für Reichenberger und den verletzten Manno (Syndesmosebandriss).

Gleich zu Beginn mussten die Gastgeber eine brenzlige Situation überstehen: Surmann tauchte frei im Rostocker Strafraum auf, wurde dann aber vom herausgeeilten Hahnel gestoppt. Der Hansa-Keeper traf jedoch nicht den Ball, sondern nur den Osnabrücker Angreifer. Referee Michael Kempter sah aber keine Veranlassung, Strafstoß zu geben und ließ weiterspielen (3.).

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Danach wurde es eine Begegnung zweier ebenbürtiger Mannschaften. Beide waren bemüht, eine spielerische Linie in die Partie zu bringen, doch hüben wie drüben mangelte es an Zielstrebigkeit, so dass Torchancen zunächst komplett ausblieben. Hansa erspielte sich leichte Feldvorteile, fand zunächst aber keine Mittel gegen die gut organisierte VfL-Abwehr. Auf der anderen Seite versteckten sich die Osnabrücker nicht, sie hatten sogar die besseren Gelegenheiten. Vor allem nach Standards brannte es im Hansa-Strafraum. Doch Heidrich köpfte rechts daneben (19.), und Cichon schoss ebenfalls am rechten Pfosten vorbei (22.).

Das Tor fiel aber auf der anderen Seite: Schindler flankte punktgenau auf Lechleiter, der sich gegen Schuon durchsetzte und aus sechs Metern per Kopf einnetzte (24.). Die Führung gab der Pagelsdorf-Elf Rückenwind, die nun zu weiteren Großchancen kam. Doch Kern köpfte an den rechten Pfosten (33.), kurz darauf zog Fillinger aus 20 Metern gegen VfL-Schlussmann Wessels den Kürzeren (34.), und nur eine Minute später zwang Kern Wessels zum erneuten Eingreifen.

Kurz vor der Pause hatte Osnabrück dann die Riesenchance zum Ausgleich: Bei einem Konter lief Fuchs der Hansa-Abwehr davon und hatte nur noch Hahnel vor sich. Der Angreifer probierte es mit einem Lupfer aus 16 Metern, der Ball ging aber links vorbei (42.). Im Gegenzug mussten die Wollitz-Schützlinge das 0:2 hinnehmen. Cichon rutschte am eigenen Sechzehner aus, verlor dabei den Ball an Lechleiter, der sich nicht lange bitten ließ, aus spitzem Winkel von der rechten Seite Wessels tunnelte und ins lange Eck zum Pausenstand traf.

Osnabrücks Schuon im Zweikampf mit Kern (li.) und Lechleiter (re.).
In der Mangel: Osnabrücks Schuon im Zweikampf mit Kern (li.) und Lechleiter (re.).
© picture-alliance

Hansa Rostock musste den zweiten Durchgang dann ohne Lense bestreiten. Der Rechtsverteidiger wurde wegen Oberschenkelproblemen durch Bülow ausgewechselt. Kurz nach Wiederanpfiff hatte Lechleiter die Möglichkeit, auf 3:0 zu erhöhen: Wessels passte direkt zum zweifachen Torschützen. Diesmal war der Stürmer aber zu unpräzise und jagte die Kugel aus 18 Metern drüber (48.).

Der Bundesliga-Absteiger war nun die tonangebende Mannschaft. Hinten agierten die Norddeutschen kontrolliert und ließen kaum etwas anbrennen, vorne lauerten sie auf Fehler des Gegners, der ihnen den Gefallen tat: So landete nach einer Stunde Spielzeit ein Querpass von Omodiagbe direkt bei Lechleiter, der dann Cichon und Wessels austanzte und aus elf Metern abzog. Doch Omodiagbe machte seinen Fehler wieder gut und rettete auf der Linie.

Osnabrücks Trainer "Pele" Wollitz setzte nun alles auf die Karte Offensive und brachte mit Reichenberger, Peitz und Braun frische Offensivkräfte. Und das sollte sich auszahlen: Schuon lief bis zur Grundlinie durch und flankte dann flach in die Mitte, wo der eingewechselte Reichenberger goldrichtig stand und aus kurzer Distanz zum Anschluss einschob (74.).

Osnabrück bekam nun Aufwind und drängte auf den Ausgleich, doch Hansa stemmte sich dagegen. Gledson klärte auf der Linie gegen seinen eigenen Mitspieler Rahn, dessen Rettungsversuch fast in einem Eigentor gemündet hätte(84.). Doch zwei Minuten später passierte es dann doch: Reichenberger entwischte der Rostocker Abwehr, scheiterte aber an Hahnel, der großartig rettete. Doch der Abpraller landete bei Braun, der aus 12 Metern den verdienten Ausgleich erzielte und damit den Endstand besorgte.

Osnabrück ist bereits am kommenden Freitag daheim gegen Wehen Wiesbaden dran, Rostock muss erst wieder am Montag, den 17. November, in Kaiserslautern antreten.

09.11.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hansa Rostock
Aufstellung:
Hahnel (4) - 
Lense (3,5)   
Orestes (4)      
Gledson (4,5) , 
Oczipka (3,5) - 
Retov (4) , 
Fillinger (3,5) - 
Schindler (4,5) , 
C. Rahn (5)   
E. Kern (4) , 
Lechleiter (2)        

Einwechslungen:
46. Bülow (4) für Lense
54. Lukimya (5) für Orestes
88. Cetkovic für C. Rahn

Trainer:
Pagelsdorf
VfL Osnabrück
Aufstellung:
Wessels (4,5) - 
Schuon (4) , 
Cichon (5)   
Omodiagbe (4)   
Schäfer (5) - 
Heidrich (3)   
Grieneisen (5)   
Surmann (4)   
De Wit (3) , 
Fuchs (4,5)   
Sykora (5)

Einwechslungen:
62. Peitz für Grieneisen
62. Reichenberger     für Surmann
70. Braun     für Fuchs

Trainer:
Wollitz

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Lechleiter (24., Kopfball, Schindler)
2:0
Lechleiter (43., Rechtsschuss)
2:1
Reichenberger (74., Linksschuss, Schuon)
2:2
Braun (86., Rechtsschuss, Reichenberger)
Gelbe Karten
Rostock:
Orestes
(1. Gelbe Karte)
Osnabrück:
Omodiagbe
(3. Gelbe Karte)
,
Cichon
(4.)
,
Heidrich
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
09.11.2008 14:00 Uhr
Stadion:
DKB-Arena
Zuschauer:
10000
Schiedsrichter:
Michael Kempter (Sauldorf)   Note 4,5
hätte in der 3. Minute nach Foul von Hahnel an Surmann Elfmeter pfeifen müssen, mit manch unglücklicher Entscheidung.
Spieler des Spiels:
Robert Lechleiter
Doppeltorschütze, dazu beweglich und laufstark.
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