Beim FCK setzte Coach Milan Sasic nach der 1:2-Niederlage in Oberhausen auf zwei neue Akteure in der Anfangself. Kotysch und Bugera machten für Ouattara und Hesse Platz. Beim VfL setzte Trainer Claus-Dieter Wollitz nach der 0:2-Pleite gegen 1860 München gleich drei neue Spieler von Anfang an ein. Omodiagbe, Grieneisen und Surmann stärkten das Mittelfeld, Peitz, Braun und Sykora mussten zunächst von der Bank aus zuschauen.
Lautern begann die Partie sehr engagiert, präsentierte sich läuferisch stark und körperlich sehr robust, zwang Osnabrück vom Anpfiff weg in die Defensive. Die Niedersachsen verteidigten bei Ballbesitz der Gastgeber weit zurückgezogen, standen meist mit zehn Mann in der eigenen Hälfte und verteidigten geschickt.
Trotzdem schafften es die "Roten Teufel" immer mal wieder gefährlich vor das Tor von VfL-Keeper Wessels, nur das Zielwasser ging den Sasic-Elf im ersten Durchgang völlig ab. Jendrisek schoss auf Vorlage von Bellinghausen um Milimeter am Aluminium vorbei (17.). Als dann Hesse das Spielgerät doch noch mit Verve im Tornetz unterbrachte, wurde er ungerechtfertigter Weise von Schiedsrichter Wolgang Walz zurückgepfiffen. Der entschied auf Abseits, und das war eine krasse Fehlentscheidung. Denn die Vorlage für den Lauterer kam von einem Niedersachsen, Cichon hatte den Ex-Hoffenheimer perfekt eingesetzt (23.).
Der große Schwung der Sasic-Elf ebbte nun immer mehr ab, Osnabrück fand sich auf dem Betzenberg immer besser zurecht. Doch nur dank der wiederholten Unzulässigkeiten der Pfälzer ging es dann torlos in die Kabinen. Denn Lakic nach einer Ecke von Bellinghausen (34.) und Jendrisek (37.) - von Sam toll angespielt - ließen beste Möglichhkeiten ungenutzt.
Lauterns Keeper Sippel stand erst kurz vor dem Kabinengang im Mittelpunkt des Geschehens. Erst entschärfte er einen unfreiwilligen Kopfball auf das eigene Tor von Demai (44.), dann stürzte er unglücklich im Rückwärtslaufen kam unglücklich auf, verletzte sich dabei schwer am rechten Arm - die Verletzung stellte sich nach Schlusspfiff der Partie als Armbruch heraus - und wurde zur zweiten Halbzeit durch Robles ersetzt.
Mit dem US-Boy zwischen den Pfosten kamen die Pfälzer stark motiviert zurück auf den Rasen. Lakic prüfte Wessels aus kurzer Distanz, scheiterte jedoch an einem starken Reflex des Keepers (48.). Aber aller Sturm und Drang der Hausherren verpuffte vor dem Sechzehner der Gäste. Bis Milan Sasic ein glückliches Händchen bewies und Paljic für Hesse eintauschte (66.). Denn mit dem ersten Ballkontakt versenkte der neue Stürmer - auch dank eines MIßgeschicks von Wessels - den Ball aus der Distanz in die Maschen (67.).
Osnabrück reagierte und stellte sich offensiver auf, Sykora kam für Grieneisen (75.) und sollte in der Schlussphase noch einmal für die Wende sorgen. Und tatsächlich steigerten die Niedersachsen jetzt den Druck, ackerten spürbar für den Ausgleich. Doch weder mit Standards (de Wit), noch aus dem Spiel heraus - Peitz verpasste knapp (84.) - war Robles noch zu überwinden. Der FCK verteidigte die Führung geschickt und sorgte in Person von Matchwinner Paljic noch für das letzte Highlight. Der packte noch einmal den linken Hammer aus und traf mit einem trockenen Schuss zum späten Endstand (87.).
Der 1. FCK setzt die Zweitligasaison mit einem Heimspiel am Montag gegen 1860 München fort. Osnabrück tritt bereits am Sonntag - ebenfalls zu Hause - gegen Augsburg an.
| 1. FC Kaiserslautern |
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| VfL Osnabrück |
Gelbe Karten |
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