Jenas neuer Trainer Valdas Ivanauskas reagierte auf die 1:5-Klatsche beim SV Wehen Wiesbaden, indem er seine Startformation gleich auf sechs Positionen änderte: Günther, Maul, Kühne, Hansen und Werner begannen für Holzner, Robert Müller, Kandelaki, Lorenzon und Ziegner. Darüber hinaus hütete Person anstelle von Jensen den Kasten. Ein Torwartwechsel auch bei den Gästen aus Offenbach: Routinier Thier verdrängte Youngster Endres. Außerdem ersetzte Cimen im Vergleich zum 2:0-Sieg gegen Mainz Wörle, der mit einer fiebrigen Angina passen musste.
Die einzige nennenswerte Möglichkeit in der Anfangsviertelstunde gehörte den Gastgebern, als Werner Thier prüfte (2.). Ansonsten hielten beide Abwehrreihen die gegnerischen Angreifer erfolgreich von den Strafräumen fern. Jena machte zwar insgesamt den engagierteren Eindruck, die Verunsicherung war beim Schlusslicht aber immer wieder zu spüren. Offenbach wartete erst einmal ab.
An diesem ersten Eindruck änderte sich in der ersten Halbzeit tatsächlich kaum noch etwas. Die Partie war ausgeglichen, weil die optisch überlegenen Hausherren hauptsächlich mit langen, aber eben auch ungenauen Bällen operierten, während die Kickers sich nicht aus der Reserve locken ließen und sich weiter auf die Defensive konzentrierten. Torghelles Kopfball nach einer Stegmayer-Hereingabe (32.) war noch das Gefährlichste in einer immer härter werdenden Partie. Doch plötzlich lag der Ball im Netz! Simak brachte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld scharf in den Sechzehner, keiner erreichte den Ball mehr, auch nicht OFC-Keeper Thier - die etwas überraschende Pausenführung (43.).
Das 1:0 so lange wie möglich halten? Beinahe hätte das nur fünf Minuten geklappt, die erste gute Kombination der Gäste mündete in einer Riesenchance: Mokhtari, herrlich von Türker bedient, legte quer auf Toppmöller, der sich von seinem Gegenspieler gelöst hatte, dann aber aus kurzer Distanz freistehend über das Tor schoss (50.). Überraschenderweise half diese Aktion Jena jedoch mehr als Offenbach. Die Abwehr der Thüringer agierte nun wesentlich aufmerksamer, der OFC tat sich immer schwerer - wie zuletzt häufiger auswärts.
Auf die Defensive jedoch konnte sich Wolfgang Frank verlassen - bis zu Minute 74: Da verlängerte Torghelle einen weiten Pass von Omodiagbe ungenau, doch Bungert und Thier waren sich nicht einig und gingen beide nicht zum Ball. So konnte Werner problemlos zur Vorentscheidung einschieben. Diese Führung ließen sich die Gastgeber nämlich nicht mehr nehmen, die Kickers brachten nichts mehr zustande.
Die Jenaer bildeten vor dem Spiel einen Spielerkreis, selbst Keeper Person kam zum Gratulieren nach dem 1:0 - all das zeigt, dass es beim FCC wieder aufwärts zu gehen scheint. Am Sonntag in Fürth will die Ivanauskas-Elf diesen Eindruck bestätigen. Für Offenbach steht am Montag dagegen zum Glück wieder ein Heimspiel an, gegen Kaiserslautern soll es den vierten Heimsieg geben.
| Carl Zeiss Jena |
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![]() Aufstellung: Person (2,5) - Maul (2,5) , Omodiagbe (3,5) , Stegmayer (3,5) - S. Kühne (3) - Hansen (3) - Simak (2) - Werner (3,5) , Torghelle (3) Einwechslungen: 61. Holzner für Charalambidis 70. F. Tapalovic für Hansen 75. G. Oniani für S. Günther Trainer:
Ivanauskas |
| Kickers Offenbach |
Gelb-Rote Karten |
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Gelbe Karten |
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Jena: Charalambidis(1. Gelbe Karte) , S. Günther(1.) , G. Oniani(1.) Offenbach: Cimen(2. Gelbe Karte) , Türker(2.) , O. Mokhtari(2.) |

