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Carl Zeiss Jena

 - 

1. FC Kaiserslautern

 

2:2 (1:0)

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Carl Zeiss Jena
1. FC Kaiserslautern
1.
15.
30.
45.






46.
60.
75.
90.















Jena erkämpft mit einer engagierten Leistung ein 2:2

Lautern muss weiter zittern

Der 1. FC Kaiserslautern hat bei Absteiger Jena den vorzeitigen Klassenerhalt verspielt. Vor allem in der ersten Halbzeit, in der offensiv vom FCK fast nichts gekommen war. Letztlich markierte Simpson kurz vor Schluss noch den 2:2-Ausgleich, nachdem die engagierten Gastgeber zweimal in Führung gegangen waren. Ein Sieg gegen Köln am letzten Spieltag hält die Lauterer nun in der Liga. Ansonsten treffen sie Jena kommende Saison wieder.

Sven Günther gegen Josh Simpson
Torschützenduell: Sven Günther (l.) gegen Josh Simpson.
© dpaZoomansicht

Jenas Trainer Henning Bürger wechselte nach dem 0:5-Debakel in Aue personell viermal: Für Maul, Oniani, Werner (Gelbsperre) und Allagui begannen Holzner, Amrhein, Torghelle und der 19 Jahre junge Debütant André Schmidt. Beim FCK verdrängte im Vergleich zum 2:0 gegen St. Pauli lediglich Bellinghausen (nach Gelbsperre) Lamprecht.

Fünfeinhalb Minuten waren auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld gespielt, als die Gesänge der zahlreichen FCK-Fans kurz stockten. Denn Jena führte! Schied, stark freigespielt von Stegmayer, prüfte Sippel, der zur Seite abwehrte. Torghelle schaltete schneller als Schönheim und drückte den Ball über die Linie. Früher Schock für die Lauterer also, daran änderte auch Ziemers vermeintlicher Treffer in Minute zehn nichts, er stand bei seinem Kopfball im Abseits. Höchstens bei Standardsituationen versprühte der FCK in der ersten halben Stunde ein wenig Gefahr, insgesamt wirkte das Auftreten der Gäste nicht so, als müssten sie hier punkten, es fehlte an Ideen, sie kamen einfach nicht durch. Auf der anderen Seite begannen die Jenaer auch sehr engagiert.

Zwar hatte sich auch der FCC nach der Führung - abgesehen von einem Holzner-Hammer (19.) - offensiv nicht mehr gezeigt, doch es bestand auch wenig Bedarf, denn der Ausgleich lag nicht gerade in der Luft. Lautern operierte fast ausschließlich mit langen Bällen und kam damit selbst nicht zurecht. Bohls Kopfball in der 41. Minute, den Khomutovski zur Ecke lenkte, blieb die einzige klare Chance für die "Roten Teufel" in der ersten Halbzeit. Das 1:0 für Jena zur Pause war also verdient.

Wer dachte, jetzt würde der FCK mit einem Offensiv-Feuerwerk aus der Kabine kommen, hatte sich getäuscht: Zunächst änderte sich nicht viel; wenn überhaupt, wurde Jena vor dem Tor ein bisschen gefährlich. Den Gästen wollte im Spiel nach vorne einfach nichts gelingen. Stattdessen hätte fast Torghelle zugeschlagen, doch nach Holzners Spitzenpass verzog der Ungar aus vielversprechender Position (62.). Kreativität war im Lauterer Spiel nach wie vor nicht zu finden - dafür fand einer der vielen langen Bälle plötzlich sein Ziel! Joker Runström nutzte nach Sippels den ersten Stellungsfehler von Debütant Schmidt und legte den Ball an Khomutovski vorbei ins Netz - Ausgleich (68.).

Jetzt witterten die Pfälzer ihre Chance, schon am 33. Spieltag den Klassenerhalt perfekt zu machen, angesichts der anderen Ergebnisse zu diesem Zeitpunkt fehlte nur ein einziges Tor. Doch stattdessen der nächste Schock: Top-Joker Petersen legte mit seiner ersten Ballberührung den Ball an Sippel vorbei, und der rutschte in den Jenaer rein - Elfmeter. Günther behielt die Nerven und besorgte die 2:1-Führung (76.). Was machten die Lauterer nach dem Rückstand? Das gleiche, wie nach dem 0:1, sie trafen - aus Abseitsposition. Nach Rücksprache mit seinem Assistenten gab Schiedsrichter Felix Brych Jendriseks Treffer zu Recht nicht, Ouattara hatte Demais Freistoß noch verlängert und damit war der FCK-Joker im Abseits.

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Nun endlich fand die Sasic-Truppe den Schlüssel. Sie verstärkten die Offensive - die Zwischenergebnisse auf den anderen Plätzen waren bekannt - und der Lohn folgte prompt: Ouattara verlängerte einen langen Ball, Bohl leitete weiter zu Simpson und der behielt allein vor Khomutovski die Nerven. Der Ausgleich drei Minuten vor Schluss! Dabei blieb es, angesichts der schwachen ersten Halbzeit wurde der vorzeitige Klassenerhalt vergeben.

Lauterns letzte Chance heißt nun Köln: Wegen des Duells zwischen Osnabrück und Offenbach kann sich der FCK mit einem Dreier gegen den Aufsteiger aus eigener Kraft retten. Nur Sven Müller kann dann auf Grund einer Gelbsperre nicht helfen. Jena gastiert nach dieser engagierten Leistung zum Saisonabschluss in Augsburg.

11.05.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Carl Zeiss Jena
Aufstellung:
Khamutouski (3) - 
S. Günther (2,5)       
A. Schmidt (4)   
R. Müller (3,5)   
Stegmayer (2,5)   
Holzner (5) , 
Hansen (2) , 
Amrhein (5)   
Kandelaki (4) - 
Schied (4,5)   
Torghelle (3)          

Einwechslungen:
46. Kolitsch (4,5) für Amrhein
74. Petersen für Torghelle
81. Allagui für Schied

Trainer:
Bürger
1. FC Kaiserslautern
Aufstellung:
Sippel (4)   
Sv. Müller (4)   
Ouattara (3,5) , 
Schönheim (3,5) , 
Bellinghausen (2,5)   
Kotysch (4)   
Demai (4) - 
Lexa (5)   
Bohl (5) , 
Simpson (4)    
Ziemer (4,5)      

Einwechslungen:
46. Lamprecht (3,5) für Kotysch
60. Jendrisek (4) für Ziemer
64. Runström     für Lexa

Trainer:
Sasic

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Torghelle (6., Rechtsschuss, Schied)
1:1
Runström (68., Linksschuss, Sippel)
2:1
S. Günther (76., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Petersen)
2:2
Simpson (87., Linksschuss, Bohl)
Gelbe Karten
Jena:
Torghelle
(6. Gelbe Karte)
,
S. Günther
(4.)
,
R. Müller
(3.)
,
Stegmayer
(6.)
,
A. Schmidt
(1.)
K'lautern:
Ziemer
(6. Gelbe Karte)
,
Sippel
(2.)
,
Sv. Müller
(5., gesperrt)
,
Bellinghausen
(6.)

Spielinfo

Anstoß:
11.05.2008 14:00 Uhr
Stadion:
Ernst-Abbe-Sportfeld
Zuschauer:
11162
Schiedsrichter:
Dr. Felix Brych (München)   Note 1,5
souveräner Spielleiter, korrigierte seinen einzigen Fehler zunächst auf Tor zu entscheiden beim nicht gegebenen Abseitstreffer des FCK (81.) nach Rücksprache mit den Assistenten.
Spieler des Spiels:
Axel Bellinghausen
riss seine Mannschaft in kritischen Phasen mit, Antreiber und Abräumer vor der Abwehr.
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