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1. FC Kaiserslautern

 - 

Alemannia Aachen

 

2:1 (1:1)

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1. FC Kaiserslautern
Alemannia Aachen
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.









Aachen reichte Führung nicht - Ziemer fehlt in Mainz

Ziemer lässt Lautern wieder träumen

Der 1.FC Kaiserslautern ist dem Klassenerhalt wieder ganz nahe. Trotz eines frühen Rückstands zeigte die Sasic-Elf vor 30.482 begeisterten Anhängern ein leidenschaftlich geführtes Match, das die Pfälzer letztendlich hochverdient für sich entscheiden konnten. Weil Koblenz zeitgleich Federn ließ, trennt den FCK nun nur noch ein Tor vom rettenden Ufer.

Nemeth umkurvt Sippel
Früher Schock für Lautern: Nemeth umkurvt Sippel und schiebt zum 0:1 ein.
© dpaZoomansicht

Kaiserslauterns Trainer Milan Sasic veränderte seine Mannschaft nach dem 2:0 gegen Augsburg auf zwei Positionen. Für Beda kehrte Ouattara ins Team zurück, während Mandjeck den Gelb-Rot-gesperrten Kotysch vertrat. Der angeschlagene Lamprecht (nach Muskelfaserriss) konnte auflaufen. Keine Veranlassung, seine Startelf umzubauen, sah Aachens Coach Jürgen Seeberger nach dem 1:0-Erfolg gegen Aue, der den dritten Sieg in Folge bedeutete.

Seebergers Mannschaft zahlte das Vertrauen prompt zurück. Die Partie war noch keine drei Minuten alt, da führte die Alemannia bereits. Mit einem sehenswerten Steilpass auf den startenden Nemeth hebelte Ebbers die FCK-Abwehr aus, ehe sein slowakischer Sturmpartner Lauterns Keeper Sippel umspielte und locker zum 0:1 einschob (3.). Nach dem frühen Schock zeigte sich die Sasic-Elf zwar bemüht, in ihren Versuchen aber viel zu harmlos. Anders Aachen, das aus einer stabilen Defensive heraus auf Konter lauerte und bei langen Pässen Gefahr ausstrahlte.

Nach der vielversprechenden Anfangphase entwickelte sich eine unspektakuläre Begegnung auf mäßigem Zweitliganiveau. Lange plätscherte das Duell, in dem Lautern zunächst nicht konnte und Aachen offenbar nicht mehr wollte, vor sich hin. Erst nach einer knappen halben Stunde gewann die Begegnung wieder etwas an Fahrt, nachdem sich eine famose Parade von Alemannia-Keeper Stuckmann - er entschärfte einen Lamprecht-Schuss aus fünf Metern mit einem unglaublichen Reflex (27.) - als Initialzündung für den FCK erwiesen hatte.

Die "Roten Teufel" wurden nun mutiger und witterten ihre Chance. Angetrieben vom agilen Lexa, der fast jeden Angriff der Pfälzer einleitete, übernahm Kaiserslautern das Kommando im Mittelfeld und baute Druck auf Aachen auf. Lexa (36.) und Bohl (38.) scheiterten knapp per Fernschuss, Müller fand aus 14 Metern in Stuckmann seinen Meister (40.). Eine kuriose Szene bescherte dem FCK trotzdem noch vor der Pause den verdienten Ausgleich. Schönheim drosch die Kugel in hohem Bogen über den halben Platz. Bellinghausens Annahmeversuch im Strafraum entwickelte sich zu einer gefährlichen Bogenlampe, die zunächst an der Latte endete, ehe der Lauterer Kapitän den zurückspringenden Ball zum 1:1 über die Linie drückte (43.).

Kaiserslautern machte nach Wiederanpfiff vorerst dort weiter, wo die Sasic-Elf vor dem Wechsel aufgehört hatte. Mit Leidenschaft versuchten die Hausherren, das Tempo hoch und den Druck aufrecht zu erhalten. Besonders Simpson sorgte wiederholt für Unruhe im Lauterer Strafraum, einen an Simpson verschuldeten Freistoß wuchtete Schönheim fulminant in die Mauer (48.). Bis auf zwei Distanzschüsse von Lagerblom und Ebbers hatte Aachen vorerst nichts entgegenzusetzen.

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Stattdessen leitete ein Alemanne die Lauterer Führung ein. Herzig verlor im Mittelfeld den Ball an Bohl, der prompt Ziemer auf die Reise schickte. Der junge Angreifer ließ Olajengbesi alt aussehen und überwand Stuckmann mit einem flachen Linksschuss zum 2:1 (62.). Der Treffer gab den Pfälzern noch mehr Auftrieb. Lautern spielte weiter mutig nach vorne und suchte die Vorentscheidung. Die vielen Flanken, die in den Aachener Strafraum segelten, waren aber zu ungenau und meist leichte Beute für Stuckmann. Auf der Gegenseite brachte Aachen aber weiterhin nichts Nennenswertes zustande.

In der Schlussphase reagierte Seeberger und brachte mit Pecka einen weiteren Offensivmann, die ganz große Chance hatte aber wieder Lautern. Simpson legte mit Übersicht 20 Meter vor dem Tor quer zum eingewechselten Reinert, der aber alleine vor Stuckmann am Keeper hängen blieb (85.). Die Pfälzer ließen in den letzten Minuten nichts mehr anbrennen und brachten den eminent wichtigen Sieg vor gut 30.000 begeisterten Anhängern sicher über die Zeit.

Kaiserslautern führt den Abstiegskampf am nächsten Freitag ohne Ziemer, der seine fünfte Gelbe Karte sah, beim Aufstiegsaspiranten in Mainz fort, Aachen empfängt am Sonntag den FC Augsburg.

25.04.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Kaiserslautern
Aufstellung:
Sippel (3) - 
Sv. Müller (4) , 
Ouattara (3) , 
Schönheim (3) , 
Lamprecht (2,5) - 
Mandjeck (3,5) , 
Bellinghausen (3)    
Lexa (2)   
Bohl (2,5)   
Simpson (4) - 
Ziemer (2,5)          

Einwechslungen:
68. Reinert für Bohl
81. Runström für Lexa
87. Demai für Ziemer

Trainer:
Sasic
Alemannia Aachen
Aufstellung:
Stuckmann (1,5) - 
Stehle (3,5)      
Herzig (3,5) , 
Olajengbesi (2,5) , 
Lagerblom (4)      
M. Lehmann (4)      
Plaßhenrich (3,5) - 
Brinkmann (4,5) , 
Milchraum (4,5) - 
Nemeth (4)    
Ebbers (4,5)

Einwechslungen:
53. Fiel (4) für M. Lehmann
74. Polenz für Stehle
83. Pecka für Lagerblom

Trainer:
Seeberger

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Nemeth (3., Rechtsschuss, Ebbers)
1:1
Bellinghausen (43., Rechtsschuss, Schönheim)
2:1
Ziemer (62., Linksschuss, Bohl)
Gelbe Karten
K'lautern:
Ziemer
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
Aachen:
Stehle
(4. Gelbe Karte)
,
Lagerblom
(2.)
,
M. Lehmann
(3.)

Spielinfo

Anstoß:
25.04.2008 18:00 Uhr
Stadion:
Fritz-Walter-Stadion
Zuschauer:
30482
Schiedsrichter:
Markus Schmidt (Stuttgart)   Note 4
zu kleinlich, ohne Souveränität, lag einige Male bei der Zweikampfbeurteilung daneben.
Spieler des Spiels:
Thorsten Stuckmann
hielt Aachen im Spiel, verhinderte mit Glanztaten weitere Gegentore.
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