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1860 München

 - 

SV Wehen Wiesbaden

 

2:1 (1:0)

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1860 München
SV Wehen Wiesbaden
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.












Wehen Wiesbaden seit sieben Spielen ohne Sieg

Bierofka erlöst die "Löwen"

In einer unterhaltsamen und temporeichen Partie bezwang der TSV 1860 München den SV Wehen Wiesbaden verdient mit 2:1. Die "Löwen" waren fast über das gesamte Spiel hinweg das spielbestimmende Team, gingen aber viel zu fahrlässig mit ihren Chancen um. Sie mussten daher bis zur Schlussphase, in der Bierofka die Entscheidung herbeiführte, zittern, um den ersten Erfolg nach zehn sieglosen Partien in Folge einzufahren. Wehen Wiesbaden hingegen wartet nun seit sieben Spielen auf einen "Dreier".

Markus Thorandt (li.) im Duell mit Diakité.
Markus Thorandt (li.) sorgte in der 44. Minute für Erleichterung bei den "Löwen". Hier im Duell mit Diakité.
© dpaZoomansicht

"Löwen"-Trainer Marco Kurz stellte im Vergleich zur 0:2-Niederlage in Offenbach auf drei Positionen um: Nach abgesessenen Gelb-Rot-Sperren kehrten Benjamin Schwarz und Markus Thorandt in die Anfangslf zurück. Sie ersetzten Gregg Berhalter, der wegen einer Sehnenreizung in der Hüfte ausfiel, und Torben Hoffmann. Darüber hinaus rutschte Josh Wolff für Sven Bender ins Team. Dies führte zu einigen Positionsänderungen. So nahm Benjamin Schwarz den Posten des Linksverteidigers ein, dafür rutsche Johnson auf die rechte Abwehrseite. Vor ihm spielte Wolff, und Bierofka sollte auf der linken Außenbahn wirbeln.

Auch Kurz' Gegenüber, Wehen Wiesbadens Coach Christian Hock, war genötigt, nach dem 1:3 gegen St. Pauli eine Umstellung vorzunehmen. Ein fiebriger Infekt verhinderte den Einsatz von Kopilas. Dafür durfte Glibo, der gegen die Hanseaten noch gelbgesperrt fehlte, wieder ran.

Gleich zu Beginn begann Wehen Wiesbaden engagiert und druckvoll. Überfallartig wurden die "Löwen" in die eigene Hälfte gedrückt. Dies hatte jedoch nicht lange Bestand. Der Aufsteiger zog sich nach kurzer Zeit in die eigene Hälfte zurück, stand kompakt und lauerte auf Konter. Die Münchner übernahmen die Initiative, fanden aber kein Mittel gegen die sehr aufmerksam spielende Wehener Abwehr. Folglich blieben Torchancen zunächst aus.

Nach 17 Minuten sorgte schließlich eine Ecke erstmals für Gefahr. Hollmann hatte sich im Kopfballduell durchgesetzt, aber der Wehener Innenverteidiger köpfte rechts vorbei. Die Kurz-Schützlinge ließen sich davon nicht verunsichern und blieben am Drücker. Es fehlte jedoch an Genauigkeit bei den Zuspielen, so dass gefährliche Situationen vor dem SVWW-Gehäuse zunächst ausblieben.

In der 25. Minute war es dann doch so weit: Johnson hatte sich auf der rechten Seite durchgetankt und auf di Salvo gepasst. Der Italiener konnte den Ball jedoch nicht stoppen und vertändelte somit die Gelegenheit. Sieben Minuten später konnte der "Löwen"-Stürmer das Leder zwar stoppen, es fehlte im aber an Zielgenauigkeit: Nach einem wunderbar vorgetragenen Angriff vergab di Salvo kläglich vor dem leeren Tor. Kurz darauf machte es sein Teamkollege Göktan nicht besser. Nach feinem Solo von Bierofka traf der Türke aus drei Metern nur das Außennetz (36.).

Daniel Bierofka im Kopfballduell mit Sascha Amstätter (re.)
Luftkampf: Daniel Bierofka im Kopfballduell mit Sascha Amstätter (re.).
© dpa

Kurz vor der Pause sprang dann Verteidiger Thorandt für seine glücklosen Mannschaftskollegen in die Bresche und traf per Kopf zur verdienten Halbzeitführung.

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Ohne personelle Wechsel, dafür mit einem etwas offenisver ausgerichteten Aufsteiger ging es im zweiten Durchgang weiter. Dadurch dass Wehen nun mehr nach vorne tat, ergaben sich auch mehr Freiräume für die "Löwen", die in der 50. Minute durch Göktan fast das 2:0 erzielt hätten. Aber der glänzend reagierende Wehener Torwart Richter verhinderte dies.

Nach schwungvollem Beginn wurde die Partie nun etwas langsamer. Dennoch bestimmten die 60er weiter das Geschehen. Sie gingen aggressiv in die Zweikämpfe und ließen den Gegner nicht zur Enfaltung kommen, verpassten es aber einen zweiten Treffer nachzulegen.

Christian Hock reagierte und brachte mit Xie Hui und Dennis Schmidt für Amstätter und Kokot offensivere Leute. Aber auch diese beiden konnten zunächst nicht für frischen Wind sorgen.

Die Kurz-Elf musste dennoch ob des knappen Vorsprungs zittern, aber in der 84. Minute wurden sie von Bierofka erlöst. Zuvor traf Göktan aus neun Metern in Bedrängnis nur Keeper Richter, doch den Abpraller verwertete der Flügelspieler eiskalt zum 2:0.

Dies war aber nicht das Ende, denn Sandro Schwarz gelang in der Nachspielzeit noch der Ehrentreffer: Nach einem Nicu-Freistoß köpfte der Mittelfeldakteur zum Endstand (90.+1).

Am Wochenende ruht der Ball wegen des Pokalfinals auch in der Zweiten Liga. Am 30. Spieltag müssen beide Teams am Sonntag (27. April) ran: 1860 bei Spitzenreiter Gladbach, Wehen Wiesbaden zuhause gegen Kickers Offenbach.

17.04.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1860 München
Aufstellung:
Tschauner (3) - 
Johnson (3) , 
Thorandt (2,5)    
Szukala (3) , 
B. Schwarz (4) - 
Schwarz (4) , 
L. Bender (4,5)      
Wolff (4)   
Göktan (3) , 
Bierofka (3)    
di Salvo (5)   

Einwechslungen:
49. S. Bender (4) für L. Bender
65. Holebas für Wolff
71. Gebhart für di Salvo

Trainer:
Kurz
SV Wehen Wiesbaden
Aufstellung:
Richter (3,5) - 
Siegert (5) , 
Hollmann (3,5)   
Glibo (5)   
Kokot (4,5)   
Bick (4,5) , 
Schwarz (4)       
Amstätter (5)   
Nicu (5) - 
Diakité (5)   
König (4)   

Einwechslungen:
70. H. Xie für Amstätter
78. D. Schmidt für Kokot
85. Atem für König

Trainer:
Hock

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Thorandt (45., Kopfball, Wolff)
2:0
Bierofka (84., Rechtsschuss, Göktan)
2:1
Schwarz (90. + 1, Kopfball, Nicu)
Gelbe Karten
TSV 1860:
L. Bender
(7. Gelbe Karte)
Wehen WI:
Glibo
(6. Gelbe Karte)
,
Hollmann
(2.)
,
Diakité
(5., gesperrt)
,
Schwarz
(7.)

Spielinfo

Anstoß:
17.04.2008 20:15 Uhr
Stadion:
Allianz-Arena
Zuschauer:
21500
Schiedsrichter:
Marc Seemann (Essen)   Note 3,5
hätte Glibo Gelb-Rot zeigen müssen (54.), außerdem Szukala (29.) und S. Schwarz (56.) jeweils Gelb.
Spieler des Spiels:
Markus Thorandt
hinten stabil, vorne mit dem Führungstreffer Wegbereiter des Sieges.
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