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Carl Zeiss Jena

 - 

Borussia M'gladbach

 

2:2 (2:0)

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Carl Zeiss Jena
Borussia M'gladbach
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.










Bürger muss auf die Tribüne

Erst Schied, dann Colautti

Jena fand früh in die Partie und nutzte seine Chancen gegen die farblosen Gladbacher zunächst konsequent. Doch Jos Luhukay hatte in der Halbzeit ein glückliches Händchen, indem er Doppeltorschütze Colautti ins Spiel nahm. Die Thüringer hatten allerdings genügend Gelegenheiten, die Partie für sich zu entscheiden. Eine katastrophale Chancenauswertung und ein starker Keeper Heimeroth verhinderten dies jedoch.

Werner gegen Levels
Einen Schritt schneller: Werner setzt sich gegen Gladbachs Levels durch.
© dpaZoomansicht

Jena mit einer Änderung nach dem 0:2 in Freiburg: Simak, zuletzt wegen seiner zehnten Gelben Karte gesperrt, rückte für Seturidze in die Startelf. Gladbachs Trainer Jos Luhukay nahm im Vergleich zum 3:0 gegen Fürth zwei Wechsel vor. Gohouri, der sich gegen die Franken früh verletzte, wurde durch Brouwers (nach Rotsperre) ersetzt, Ndjeng erhielt eine Bewährungsprobe für Touma.

Die seit acht Spielen ungeschlagenen Gladbacher begannen engagiert - allerdings nur in den ersten Minuten. Es dauerte nicht lange, bis Jena auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld die Initiative übernahm. Allagui stand beim Hacken-Anspiel von Kikuchi noch knapp im Abseits (7.). Doch in der 9. Minute hatte Simak mit einem sehenswerten Anspiel mehr Glück. Nutznießer war Schied, der in die Schnittstelle der Viererkette gestartet war und Keeper Heimeroth den Ball durch die Beine schob.

Wenig bis gar nichts brachte die Borussia in dieser Phase zusammen. Und so stürmte eben Jena weiter, ohne sich allerdings gute Chancen erspielen zu können. Jos Luhukay hatte schon nach 20 Minuten genug vom leblosen Auftritt seiner Mannschaft. Er brachte mit Coulibaly eine weitere Kreativkraft, "Bauernopfer" war Außenverteidiger Levels. Zwar kam nun etwas mehr Schwung in die Gladbacher Aktionen, auf eine wirklich gefährliche Offensivaktion wartete der mitgereiste Anhang vergeblich. Lediglich Rösler sorgte für ein wenig Unterhaltung. Seine Distanzversuche (24., 41.) verfehlten aber das Jenaer Gehäuse knapp. Ansonsten stand Jena kompakt und wartete auf weitere Gelegenheiten. Und in der Nachspielzeit gelang der Bürger-Truppe tatsächlich der zweite Streich. Simak bediente Werner, der aus elf Metern halblinker Position abzog. Zwar parierte Heimeroth mit Mühe, doch erneut stand Schied goldrichtig und staubte zum 2:0 ab.

Jos Luhukay reagierte auch zur Pause, brachte mit Colautti für Außenverteidiger Voigt noch eine Offensivkraft. Die Folge: Gladbach wurde nun gefährlicher. Doch dafür ergaben sich auch noch mehr Konterchancen für Carl Zeiss. So entwickelte sich eine chancenreiche zweite Hälfte, in der es rauf und runter ging. Röslers Anschlusstreffer in der 53. Minute blieb die Anerkennung wegen einer Abseitsstellung verwehrt. Die Jenaer, bei denen beinahe alle Angriffe von Simak ausgingen, ließ hingegen beste Chancen ungenutzt. Allein vor Heimeroth scheiterte zunächst der Tscheche am Gladbacher Keeper. Die Strafe folgte auf dem Fuß: Nach Flanke von Marin traf Colautti per Kopf zum 1:2 (64.), da Kandelaki im zuviel Platz ließ.

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Und nach diesem Schema ging es weiter. Diesmal zog Schied den Kürzeren im Eins gegen eins, Heimeroth zeigte erneut einen glänzenden Reflex. Simak wurde unmittelbar danach kurz vor dem Strafraum gelegt, Referee Weiner entschied zurecht nur auf Freistoß. Anders sah dies Trainer Henning Bürger, der nach vehementem Protestieren auf die Tribüne verbannt wurde. Es war klar, was folgte. Zunächst konnte Jenas Keeper Khomutovski noch klären, als ein Freistoß von Marin an Freund und Feind vorbei auf sein Tor zuflog. Doch die anschließende Ecke saß. Erneut war das Erfolgsduo des Anschlusstreffers dafür verantwortlich. Marins Hereingabe verwertete Colautti mit dem Kopf zum 2:2 (76.).

Eine bittere Pille für Jena, doch die Thüringer steckten nicht auf und stürmten in der Schlussphase mit Mann und Maus. Doch zu Unvermögen kam nun auch noch Pech dazu. Der gerade eingewechselte Torghelle hätte zum Mann des Abends werden können - der Pfosten beendete die Hoffnung der Bürger-Truppe auf drei Punkte (85.).

Gladbach trifft als nächstes auf 1860 München. Jena, das nun schon acht Punkte auf einen Nichtabstiegsrang gutmachen muss, reist zu 1899 Hoffenheim (beide Sonntag, 27. April).

16.04.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Carl Zeiss Jena
Aufstellung:
Khamutouski (3) - 
Maul (3) , 
R. Müller (2,5) , 
Kandelaki (4) - 
Ziegner (4,5) , 
Hansen (3,5) - 
Kikuchi (3,5)   
Werner (3,5) - 
Simak (2) - 
Schied (2)           

Einwechslungen:
82. Torghelle für Schied

Trainer:
Bürger
Borussia M'gladbach
Aufstellung:
Heimeroth (3) - 
Levels   
Brouwers (4) , 
Daems (5) , 
Voigt (4,5)   
Paauwe (4)   
M. Ndjeng (3,5) , 
Marin (2) - 
Rösler (3)   
Friend (4,5) , 
Neuville (4)   

Einwechslungen:
22. Coulibaly (3)    für Levels
46. Colautti (2)         für Voigt
83. Kleine für Neuville

Trainer:
Luhukay

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Schied (9., Linksschuss, Simak)
2:0
Schied (45. + 1, Rechtsschuss, Werner)
2:1
Colautti (64., Kopfball, Marin)
2:2
Colautti (76., Kopfball, Marin)
Gelbe Karten
Jena:
Kikuchi
(1. Gelbe Karte)
Gladbach:
Rösler
(8. Gelbe Karte)
,
Coulibaly
(3.)
,
Paauwe
(6.)

Besondere Vorkommnisse
Jenas Trainer Bürger wird wegen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen (72.).

Spielinfo

Anstoß:
16.04.2008 17:30 Uhr
Stadion:
Ernst-Abbe-Sportfeld
Zuschauer:
13486
Schiedsrichter:
Michael Weiner (Giesen)   Note 2
lag bei den kniffligen Entscheidungen richtig, mitunter etwas kleinlich.
Spieler des Spiels:
Roberto Colautti
eiskalt vor dem gegnerischen Gehäuse sorgte er für die Wende.
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