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FC St. Pauli

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1860 München

 

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FC St. Pauli
1860 München
1.
15.
30.
45.
46.
60.
75.
90.








Keine Tore in einem Kampfspiel - Brunnemann sieht die Rote Karte

Tschauner hält die Null fest

In einem kampfbetonten Spiel trennten sich St. Pauli und 1860 München unentschieden. Die Partie war weites gehend ausgeglichen, allerdings hatten die Hamburger die klareren Chancen, Tschauner zeigte sich aber als sicherer Rückhalt der Löwen.

Der Kampf stand über weite Strecken im Vordergrund: Hier Sven Bender (re.) gegen Timo Schultz.
Der Kampf stand über weite Strecken im Vordergrund: Hier Sven Bender (re.) gegen Timo Schultz.
© dpaZoomansicht

St. Paulis Trainer André Trulsen stellte seine Startelf nach dem 3:4 in Offenbach auf vier Positionen um. Da Boll (Gelbsperre) und Ludwig (Rotsperre) nicht mitwirken konnten und zudem Petersen und Yanchuk nicht von Beginn an spielten, starteten der wiedergenesene Eger sowie Biermann, Sako und Marvin Braun. 1860 Münchens Übungsleiter Marco Kurz musste seine Mannschaft wegen der Gelbsperre von Berhalter im Vergleich zur Vorwoche beim 0:0 gegen Aachen ebenfalls ändern. Für den Amerikaner rückte Benjamin Schwarz in die Anfangself.

Für beide Teams stand Einiges auf dem Spiel: Während die Gäste aus München mit einem Auswärtsdreier auf vier Punkte an die Aufstiegsränge heranschnuppern konnten, musste St. Pauli nach dem verkorksten Start nach der Winterpause dringend punkten, um Abstand zur Abstiegsregion zu vergrößern. Und so begann auch die Partie, beiden Mannschaften merkte man sofort an, um was es ging. Dadurch stand zunächst der Kampf im Vordergrund. In den ersten Minuten beackerten die Akteure auf beiden Seiten jeden Zentimeter auf dem grünen Rasen, Zählbares sollte aber hüben wie drüben nicht herausspringen.

Nach einer knappen Viertelstunde nahm St. Pauli das Heft in die Hand und kam von da an immer wieder zu guten Tormöglichkeiten. Die Beste hatte Schnitzler, der nach einem exzellenten Takyi-Zuspiel alleine vor Tschauner scheiterte (20.). Von 1860 war in der Offensive wenig zu sehen, weil sie entweder zu ungenau agierten oder an der gut sortierten FC-Abwehr hängen blieben. In dieser Phase konnte sich Tschauner einige Male auszeichnen, der sich in einem Privatduell gegen Schnitzler noch öfter gekonnt in Szene setzte.

Erst in den Schlussminuten der ersten Hälfte spielten die Löwen wieder mehr nach vorne, während St. Pauli vor dem Pausenpfiff das Tempo ein bisschen herunterschraubte. Spielerisch war die erste Hälfte aber kein Leckerbissen, was aber angesichts der Bedeutung der Partie nicht anders zu erwarten war.

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Nach dem Wechsel brachte Marco Kurz Wolff für den angeschlagenen Sven Bender. Dies brachte auch eine taktische Umstellung mit sich: Holebas rückte als zweiter Stürmer zu Kucukovic auf, Wolff ging auf die rechte Seite im Mittelfeld und Bierofka wechselte dafür nach links. Die Gäste hielten sich nun St. Pauli besser weg vom eigenen Kasten, ohne jedoch in der Offensive mehr Akzente zu setzen. Allerdings schafften es die Hamburger in diesem Abschnitt nicht, sich Chancen wie in der ersten Halbzeit zu erspielen. Und so neutralisierten sich beide Teams weites gehend.

Es dauerte bis zur 70. Minute, ehe es erstmals wieder gefährlich wurde. Erneut rettete der überragende Tschauner seine Mannschaft, als er einen Schuss des eingewechselten Kuru aus kürzester Distanz noch an den Außenpfosten lenkte. Ansonsten spielte sich das Geschehen meist im Mittelfeld ab, Torchancen waren Mangelware. 1860 München tauchte erst zehn Minuten vor dem Ende erstmals nach der Pause gefährlich vor des Gegners Gehäuse auf. Pagenburg, der kurz vorher eingewechselt wurde, scheiterte dabei aber an Borger.

In der Schlussphase kam dann noch einmal Hektik auf. Der eingewechselte Brunnemann grätschte kurz nach der Mittellinie Benjamin Schwarz um und erhielt dafür die Rote Karte. Wenige Sekunden später lag Thorandt auf einmal auf dem Boden, nachdem ihn Sako leicht berührte. Schiedrichter Lutz Wagner ließ hier zu Recht eine Karte stecken. Aus der Überzahl konnten die Löwen aber kein Kapital mehr schlagen, da der Referee die aufkommende Unruhe im Keim erstickte und überpünktlich abpfiff.

Auf beide Teams warten am kommenden Wochenende schwere Aufgaben. Während St. Pauli am Sonntag zum Spitzenreiter nach Gladbach reisen muss, empfängt 1860 München ebenfalls am Sonntag den Tabellenzweiten Mainz.

10.03.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC St. Pauli
Aufstellung:
Borger (3,5) - 
Rothenbach (3) , 
Morena (3) , 
Eger (4) , 
Biermann (4) - 
Schultz (3) - 
Braun (4,5) , 
Takyi (4,5) , 
Trojan (2,5)   
Sako (3) , 
Schnitzler (4)   

Einwechslungen:
67. Kuru für Schnitzler
67. Brunnemann    für Trojan

Trainer:
Trulsen
1860 München
Aufstellung:
Tschauner (1,5) - 
Johnson (4) , 
Thorandt (3,5) , 
T. Hoffmann (4)   
B. Schwarz (3) - 
Schwarz (3,5) , 
S. Bender (3,5)   
Bierofka (3)   
L. Bender (4) , 
Holebas (4,5)   

Einwechslungen:
46. Wolff (4) für S. Bender
62. di Salvo für Holebas
79. Pagenburg für Bierofka

Trainer:
Kurz

Tore & Karten

 
Torschützen
keine
Rote Karten
St. Pauli:
Brunnemann
(86., grobes Foulspiel, Johnson)
TSV 1860:
-
Gelbe Karten
St. Pauli:
-
TSV 1860:
T. Hoffmann
(3. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
10.03.2008 20:15 Uhr
Stadion:
Millerntor-Stadion
Zuschauer:
21831 (ausverkauft)
Schiedsrichter:
Lutz Wagner (Kriftel)   Note 2
insgesamt ein souveräner Leiter, der seine großzügige Linie konsequent durchzog und auch mit dem Platzverweis richtig lag.
Spieler des Spiels:
Philipp Tschauner
der 1860-Torwart bewahrte sein Team mehrmals vor einem Rückstand, wirkte stets souverän und strahlte Ruhe auf seine mitunter überforderten Vorderleute aus.
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