Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

1860 München

 - 

1899 Hoffenheim

 

0:1 (0:1)

Seite versenden

1860 München
1899 Hoffenheim
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.










Zehn "Löwen" gegen neun Hoffenheimer

Copado trifft erneut

In einer unterhaltsamen Partie, die mit zunehmender Spieldauer immer umkämpfter wurde setzte sich 1899 Hoffenheim knapp mit 1:0 beim TSV 1860 München durch. Das Spiel glich einer Achterbahnfahrt, denn zuerst spielten die Münchner in Unterzahl, am Ende hieß es dann aber zehn "Löwen" gegen neun Hoffenheimer, die aber ihren vierten Sieg in Folge einfahren konnten.

Spilacek (li) und Münchens Bierofka im Zweikampf
Gelb-Rot: Nach einem Zweikampf mit Bierofka (re.) musste Spilacek mit Gelb-Rot vom Platz.
© dpaZoomansicht

Im Vergleich zum 2:1-Sieg in Kaiserslautern konnte "Löwen"-Coach Marco Kurz auf die nach Grippeerkrankung wiedergenesenen Hoffmann und Lars Bender zurückgreifen. Sie ersetzten Benjamin Schwarz und Sven Bender. Zudem rutschte Pagenburg für Gebhart in die Anfangself.

Auf der Gegenseite änderte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick nach dem 4:2-Erfolg gegen Mönchengladbach seine Startelf ebenfalls auf drei Positionen: Nach überstandener Grippe kehrte Carlos Eduardo zurück. Dafür musste Paljic weichen. Darüber hinaus rutschten der als Kapitän abgesetzte Copado und Spilacek für Luis Gustavo (5. Gelbe) und Ibertsberger in die Anfangself. Für den Tschechen Spilacek war es der erste Auftritt im Trikot der Hoffenheimer.

- Anzeige -

Von Beginn an spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe. In der Offensive wurden kurze und direkte Pässe bevorzugt, aber die Abwehrreihen waren in dieser Phase sehr aufmerksam. Sowohl die Münchener als auch die Hoffenheimer machten die Räume sehr eng. Zwischen Mittelfeld und Abwehrreihe gab es kaum Lücken, die Mannschaftsteile wurden gut verschoben, zudem wurde der ballführende Spieler meist gedoppelt. Folglich spielte sich das Geschehen lange Zeit in der Nähe des Mittelkreises ab.

Nach 13 Minuten gab es den ersten Torschuss zu sehen: Wolff hatte das Leder weit über das Tor gejagt. Zwei Minuten später köpfte auf der Gegenseite Obasi knapp über das Ziel und Seitz streifte in der 16. Minute mit einem Distanzschuss die Querlatte. Die Rangnick-Schützlinge wurden nun stärker, vor allem ihre schnellen Außen strahlten Gefahr aus.

Über die Außen fiel dann auch die Führung der Hoffenheimer: Bei einem Konter schickte Carlos Eduardo mit einem wunderschönen öffnenden Diagonalpass Obasi auf die Reise. Der Nigerianer ließ Hoffmann im Laufduell stehen, flankte dann in die Mitte zu Copado, der per Kopf seinen neunten Treffer markierte (20.). Sechs Minuten nach der Führung hätte Obasi fast das 2:0 markiert, aber der 21-Jährige war zu unpräzise.

In der Folge wurde das Spiel härter und zerfahrener. Beide Mannschaften führten verbissene Zweikämpfe, die zu zahlreichen Unterbrechungen führten. Vier Gelbe Karten innerhalb von neun Minuten sprechen eine deutliche Sprache. In der Offensive boten beide Teams bis zur Halbzeit kaum noch etwas. Die einzige Ausnahme war in der 43. Minute ein Kopfball von Pagenburg, der aber für 1899-Torhüter Özcan kein Problem darstellte.

Nach der Pause zogen sich die Hoffenheimer zurück, lauerten auf Konter und überließen den "Löwen" die Initiative. Für die "Blauen" ergab sich nach nur drei Minuten in der zweiten Hälfte auch gleich durch Kucukovic die erste Chance, aber "Mucki" verzog. Kurz darauf schwächte Berhalter seine Elf erheblich. Der bereits verwarnte US-Amerikaner ging überhart gegen Copado zur Sache, und musste dafür mit Gelb-Rot vom Platz.

Schiri Michael Weiner zeigt Jochen Seitz die Rote Karte
Gelb-Rot: Schiri Weiner zeigt Seitz (li.) die Rote Karte. Copado (re.) muss zusehen.
© dpa

Die nun dezimierten "Löwen" steckten aber nicht auf und drängten in einer weiterhin kampfbetonten Partie auf den Ausgleich. Nur die wenigen Gelegenheiten, die sie hatten, wurden nicht genutzt. So verfehlte Bierofka nach schöner Einzelaktion das Tor nur knapp (60.).

Die Münchner mussten aber nicht volle 40 Minuten in Unterzahl spielen, denn in der 67. Minute flog Seitz nach einem Zupfer an Pagenburg mit Gelb-Rot vom Platz. Und nur vier Minuten danach waren es die Hoffenheimer, die in Unterzahl spielen mussten. Wegen eines Remplers an Bierofka wurde nämlich Spilacek von Schiri Michael Weiner ebenfalls mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen.

Gegen nun sehr dicht stehende Hoffenheimer taten sich die in Überzahl spielenden "Sechzger" schwer. Sie hätten sogar fast noch das 0:2 hinnehmen müssen, aber die "Löwen" hatten Glück, dass Obasi nach einem Konter das leere Tor nicht traf (80.). Kurz vor Schluss tauchte Kucukovic noch einmal vor des Gegners Tor auf, aber der Stürmer scheiterte an 1899-Keeper Özcan, der den knappen Sieg für die Rangnick-Elf festhielt (87.).

Beide Teams sind schon am Freitagabend wieder gefordert. Die "Löwen" sind beim 1. FC Köln zu Gast und müssen dort ihre Innenverteidigung umstellen. Hoffenheim hingegen empfängt zu Hause den SC Freiburg.

17.02.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1860 München
Aufstellung:
M. Hofmann (3,5) - 
Johnson (4,5) , 
Thorandt (4,5)   
Berhalter (5)    
T. Hoffmann (4) - 
Schwarz (3) , 
L. Bender (3) - 
Wolff (5)   
Pagenburg (4,5)   
Bierofka (2,5) - 
Kucukovic (4,5)

Einwechslungen:
65. Gebhart für Wolff
72. Holebas für Pagenburg

Trainer:
Kurz
1899 Hoffenheim
Aufstellung:
Özcan (3,5) - 
Seitz (4)    
Jaissle (3,5) , 
Compper (3) , 
Löw (3) - 
Spilacek (3,5)    
Teber (2,5) , 
Carlos Eduardo (3)   
Copado (2,5)       
Obasi (2) , 
Ba (2)      

Einwechslungen:
69. Ibertsberger für Copado
73. S. Haas für Carlos Eduardo
82. Ibisevic für Ba

Trainer:
Rangnick

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Copado (20., Kopfball, Obasi)
Gelb-Rote Karten
TSV 1860:
Berhalter
(50.)
Hoffenheim:
Seitz
(67.)
-
Spilacek
(71.)

Gelbe Karten
TSV 1860:
Thorandt
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
Hoffenheim:
Ba
(4. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
17.02.2008 14:00 Uhr
Stadion:
Allianz-Arena
Zuschauer:
27600
Schiedsrichter:
Michael Weiner (Giesen)   Note 4,5
die ersten beiden Platzverweise waren korrekt, die Herausstellung von Spilacek dagegen zu hart, insgesamt zu kleinlich.
Spieler des Spiels:
Chinedu Obasi
war nie zu halten und immer anspielbar, starke Vorarbeit zum Siegtreffer.
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

- Anzeige -