Der Mainzer Trainer Jürgen Klopp änderte seine Elf nach dem 1:1 in Paderborn auf drei Positionen. Für Svensson kehrte Subotic in die Startformation zurück, Pekovic und Jovanovic ersetzten Demirtas und Baljak. Osnabrücks Coach Claus-Dieter Wollitz wechselte nach dem 2:1-Sieg gegen Köln ebenfalls dreimal. Für Cichon (Gelbsperre) spielte Ehlers, Aziz und der erstmals wieder von Beginn an auflaufende Surmann vertraten Grieneisen und Manno.
Die Partie am Mainzer Bruchweg war noch keine Minute alt, da landete ein missglückter Abschlag von VfL-Keeper Gößling direkt bei Borja. Der Ecuadorianer fackelte nicht lange und zog aus 40 Metern ab, verfehlte das Tor aber knapp. Die Chance entpuppte sich als Startschuss für eine druckvolle Anfangsphase der Mainzer. Ein Tor wollte der Klopp-Elf trotz einiger Möglichkeiten vorerst aber nicht gelingen.
Erst nach gut zehn Minuten gelang es dem VfL Osnabrück, die Partie etwas ausgeglichener zu gestalten und das Geschehen ins Mittelfeld zu verlegen. Etwas überraschend wäre Schuon um ein Haar sogar der Führungstreffer für die Gäste gelungen. Nach einem kapitalen Missverständnis in der Mainzer Innenverteidigung stand der 22-Jährige plötzlich frei vor Ischdonat, setzte die Kugel aber hauchdünn links neben das Tor (19.). Nachdem Klopp früh zum Wechseln gezwungen war und Damir Vrancic für den verletzten Karhan gebracht hatte, war es dann aber doch der FSV Mainz, dem das erste Tor der Partie gelang. Nach einer Gunkel-Ecke stieg Hoogland energisch hoch und köpfte das Leder wuchtig zum 1:0 ein (23.).
Wenig später scheiterte Jovanovic per Kopf an Gößling, ehe sich die Hausherren mit zunehmender Spieldauer immer weiter in die eigene Hälfte zurückzogen. Aziz und Schuon vergaben für den nun ansehnlich kombinierenden VfL zunächst, ehe Reichenberger nach einem weiten Freistoß im Strafraum zur Stelle war und per Kopf noch vor der Pause ausglich (44.). Es war der erste Osnabrücker Auswärtstreffer nach 391 torlosen Minuten.
Beinahe hätte das Zwischenergebnis nur kurze Zeit Bestand gehabt, denn nur drei Minuten nach Wiederbeginn bot sich dem eingewechselten Wellington die Großchance zur neuerlichen Mainzer Führung. Nach einer flachen Hereingabe von Amri hatte der Brasilianer im Fünfmeterraum das leere Tor vor sich, schaffte es aber irgendwie, das Leder über die Latte zu setzen.
In der Folge boten beide Teams zunächst wenig Ansehnliches. Torszenen bekamen die Zuschauer in dieser Phase der nun stark mittelfeldlastigen Begegnung nicht zu sehen. Stattdessen prägten Zweikämpfe und sicher stehende Abwehrreihen das Bild. Erst nach einer guten Stunde wurde der FSV wieder gefährlich und hatte prompt Erfolg. Nach einem Fehler von Thomik, der die Kugel unfreiwillig per Kopf für Wellington vorlegte, passte der Brasilianer flach nach innen und fand Borja, der aus der Drehung abzog und traf (62.).
Mainz kontrollierte nun die Partie und hatte durch Borja eine weitere Chance (69.), verzichtete aber darauf, zu viel zu riskieren, um das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Vielmehr stand die Klopp-Elf in der Defensive sicher und ließ keine nennenswerten Offensivaktionen der Gäste mehr zu.
Auch in der Schlussphase war kein ernsthaftes Aufbäumen der Mannen von Claus-Dieter Wollitz zu erkennen, dafür legte Mainz gegen die nun löchrige VfL-Abwehr nach. Amri traf nach einem Konter per Flachschuss ins kurze Eck zum 3:1 (88.), ehe Gunkel einen von Djeng an Amri verursachten Strafstoß in der Nachspielzeit zum 4:1 nutzte.
Nach der Länderspielpause tritt Mainz erst am Montag in Kaiserslautern an. Osnabrück muss bereits am Freitag gegen Jena ran.
| 1. FSV Mainz 05 |
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| VfL Osnabrück |
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1:1
Reichenberger (44., Kopfball, Hennings)
2:1
Borja (62., Linksschuss, Wellington)
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Gelbe Karten |

