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Rot-Weiss Essen

 - 

SC Paderborn 07

 

2:2 (1:0)

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Rot-Weiss Essen
SC Paderborn 07
1.
15.
30.
45.




46.
60.
75.
90.
















Dogan und Rötter schocken RWE

Doppelschlag in der Nachspielzeit

Rot-Weiss Essen hat den dritten Heimsieg an der Hafenstraße verpasst und musste sich gegen den SC Paderborn mit einem Unentschieden begnügen. Dabei hatten die Essener nach Treffern von Lorenz und Bemben schon wie der sichere Sieger ausgesehen. Doch in der Nachspielzeit retteten Dogan und Röttger dem Gast per Doppelschlag binnen weniger Sekunden noch einen Punkt.

Doppelschlag! Paderborns Timo Röttger bejubelt seinen Treffer zum 2:2.
Doppelschlag! Paderborns Timo Röttger bejubelt seinen Treffer zum 2:2.
© dpaZoomansicht

Nachdem RWE auswärts einmal mehr enttäuschte, veränderte Coach Uwe Neuhaus seine Startelf im Vergleich zum 0:1 bei Kickers Offenbach auf drei Positionen. Für Lorenzón (Gelb-Rot-Sperre) rückte Michael Lorenz auf die Position vor der Abwehr. Wehlage ersetzte auf der rechten Mittelfeldseite Grammozis, für den verletzten Paulo Sergio (Muskelfaserriss) kam Kiskanc zum Einsatz.

Auch Paderborns Trainer Roland Seitz nahm nach der überraschenden 1:2-Heimniederlage gegen Koblenz drei Änderungen vor. Für den verletzten Djurisic rückte Döring in die Innenverteidigung, Bröker fungierte anstelle von René Müller (Sprunggelenksverletzung) als einzige Spitze. Im Mittelfeld musste Colinet für Röttger weichen.

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Nach verhaltener Anfangsphase ging Rot-Weiss Essen nach einer Standardsituation in Führung. Bemben brachte einen Freistoß von der linken Strafraumseite an den ersten Pfosten, wo der ehemalige Paderborner Michael Lorenz goldrichtig stand und den Ball mit dem Hinterkopf ins lange Eck verlängerte. Mit Löbe hätte beinahe ein weiterer Akteur getroffen, der einst für die Gäste aktiv war, doch nachdem er Fall im Strafraum stehengelassen hatte, war SCP-Keeper Starke auf dem Posten.

Gegen ungefährliche Paderborner stand Essen in der Abwehr zunächst sicher, konnte vor dem Tor des Gegners jedoch selbst nur selten für Gefahr sorgen. Als Wehlage nach einer Ecke an der Strafraumgrenze völlig frei zum Schuss kam, fand er in Starke seinen Meister (33.). Eine Minute zuvor hatte Schüßler die erste Chance für die Gäste vergeben, als er es frei vor Zaza mit dem Außenrist probierte, den RWE-Keeper jedoch nicht in Verlegenheit bringen konnte.

In Gefahr brachten sich die Essener danach vorwiegend selbst. Erst segelte Zaza nach Koens Hereingabe am Ball vorbei (39.), dann vertendelte Younga-Mouhani am eigenen Strafraum gegen Röttger den Ball (45.). RWE war im Glück, dass Paderborn aus diesen Nachlässigkeiten kein Kapital schlagen konnte.

Die Gäste kamen schwungvoll aus der Kabine und hätten Sekunden nach dem Wiederanpfiff beinahe für einen Paukenschlag gesorgt: Nach langer Freistoßhereingabe fiel Döring der Ball im Strafraum vor die Füße. Sein Schuss sprang von der Unterkante der Latte zurück ins Feld. Eine Szene mit Signalwirkung, denn nun zog Paderborn das Tempo an und bestimmte die Partie. Bei Essen lief es nicht mehr so rund wie noch in der ersten Hälfte.

Mitten in der Drangphase der Paderborner leistete Döring seinem Team jedoch einen Bärendienst, als er Wehlage im Strafraum am Trikot zerrte. Schiedsrichter Manuel Gräfe zeigte zu Recht auf den Elfmeterpunkt. Bemben ließ sich die Chance nicht entgehen und erhöhte auf 2:0. Paderborn bot sich noch einmal die Chance zurückzuschlagen, doch nachdem Röttger im Sechzehner Bieler und Hysky aussteigen gelassen hatte, traf er den Ball nicht richtig (68.).

Nachdem Zaza den wuchtigen Freistoß von Brouwers zur Seite abklatschen lassen und der heranstürmende Bröker den Nachschuss in die Wolken gejagt hatte (82.), schien Essen den dritten Heimsieg bereits sicher zu haben. Doch erst verkürzte der eingewechselte Dogan nach Zuspiel von Esaias aus der Drehung auf 1:2 (90.+1), dann gelang Röttger nach Pass von Koen doch noch der nicht mehr für möglich gehaltene Ausgleich (90.+2). So durften sich die Gäste über einen Punkt freuen, während RWE der schon sicher geglaubte Sieg aus den Händen rutschte. In der turbulenten Schlussphase wurde Essens Grammozis mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen.

Die Essener haben nun drei Tage Zeit, um den Schock zu verarbeiten. Dann stellt sich am Mittwoch im DFB-Pokal Eintracht Frankfurt an der Hafenstraße vor. Am kommenden Sonntag empfängt RWE den Tabellenzweiten aus Karlsruhe, Paderborn nimmt es mit der SpVgg Unterhaching auf.

22.10.06
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Rot-Weiss Essen
Aufstellung:
Zaza (4)   
Bemben (3,5)    
Kläsener (2,5)   
Hysky (3)   
Bieler (2,5) - 
Mi. Lorenz (3)    
Haeldermans (3) , 
Kiskanc (3)   
Wehlage (3,5) , 
Younga-Mouhani (3)   
Löbe (4)   

Einwechslungen:
58. Grammozis (4)     für Younga-Mouhani
58. van Lent (3) für Löbe
75. Serkan Calik für Kiskanc

Trainer:
Neuhaus
SC Paderborn 07
Aufstellung:
Starke (3) - 
D. Fall (4,5)   
Brouwers (3)   
Döring (5)   
de Graef (3,5) - 
Sinkala (4,5)   
Schüßler (4) , 
Röttger (3)    
Koen (3) - 
Bröker (5)      

Einwechslungen:
60. Dogan     für Sinkala
78. Dragusha für Bröker
84. Esajas für Döring

Trainer:
Seitz

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Mi. Lorenz (15., Kopfball, Bemben)
2:0
Bemben (61., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Wehlage)
2:1
Dogan (90., Linksschuss, Esajas)
2:2
Röttger (90. + 2, Linksschuss, Koen)
Gelb-Rote Karten
RW Essen:
Grammozis
(90. + 3)
Paderborn:
-
Gelbe Karten
RW Essen:
Hysky
(1. Gelbe Karte)
,
Kläsener
(1.)
,
Zaza
(1.)
Paderborn:
D. Fall
(2. Gelbe Karte)
,
Bröker
(2.)
,
Brouwers
(3.)

Spielinfo

Anstoß:
22.10.2006 14:00 Uhr
Stadion:
Georg-Melches-Stadion
Zuschauer:
12187
Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)   Note 2
sehr souverän, hätte allerdings Döring nach dessen Trikot ziehen (60.) Gelb geben müssen.
Spieler des Spiels:
Pascal Bieler
zeigte sich sehr agil auf der Außenbahn und sorgte als Abwehrspieler für viel Torgefahr.
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