Essens Trainer Lorenz-Günther Köstner ging das Spiel im Vergleich zum 0:0 in Aue mit zwei Änderungen an. Hysky rückte nach abgesessener Gelbsperre wieder in den Abwehrverbund von RWE, Michael Lorenz musste weichen. Barut stand für den Gelb-gesperrten Mittelfeldabräumer Lorenzon im Team. Auch Hansa-Coach Frank Pagelsdorf stellte seine Mannschaft nach dem 1:2 im Topspiel gegen den zukünftigen Bundesligisten Karlsruher SC auf zwei Positionen um: Kapitän und Spielmacher Beinlich kehrte nach Gelb-Sperre zurück, zudem begann Wagefeld. Rahn und Cetkovic mussten zunächst auf der Bank Platz nehmen.
In einer in der Anfangsphase umkämpften Partie, blieb für beide Teams nicht viel Raum zum Kombinieren. Aggressiv angegangen leisteten sich die Akteure viele kleine Fehler, die den Spielfluss hemmten - die Zuschauer im Georg-Melches-Stadion sahen dennoch zunächst eine interessante Auseinandersetzung mit Chancen für beide Mannschaften.
Dem ersten Warnschuss von Stefan Lorenz (2.) setzte Rostock zwei Versuche von Kern (8.) und Özbek (20.) entgegen. Essen agierte nach einer Viertelstunde druckvoller als die Pagelsdorf-Elf, Kläsener fand in dieser Phase mit einem Volleyschuss von der Strafraumlinie in Schober seinen Meister (17.). Schnell und schnörkellos trug Essen in der 23. Minute einen Angriff über Okoronkwo vor, der Lorenz auf rechts bediente. Dessen scharf hereingezogene Flanke setzte Boskovic knapp am linken Pfosten vorbei.
Essen hatte bis zur Pause weiter mehr vom Spiel. Rostock agierte für einen Aufstiegskandidaten zu passiv und erarbeitete sich aus dem Spiel heraus keine Tormöglichkeiten. Lediglich ein Freistoß-Hammer von Yelen (41.) aus 35 Metern sorgte für Gefahr. Zaza fischte den Ball aus dem rechten Torwinkel, mit einem torlosen Remis ging es deshalb in die Pause.
Frank Pageldsorf reagierte auf das schwache Offensivspiel seines Teams, schickte Stürmer Dorn für Abwehrmann Bülow auf das Feld und zog Langen und Shapourzadeh jeweils um eine Position nach hinten. Lange konnte der Hansa-Coach nicht begutachten, ob die Maßnahme fruchten würde, denn nach einem Feuer im Hansa-Fanblock und Feuerwerkskörpern auf dem Spielfeld unterbrach Schiedsrichter Jochen Drees die Partie für 15 Minuten. Nach Wiederanpfiff, setzte Wagefeld mit einem verdeckten Schuss ein erstes Zeichen, Rostock tauchte danach aber wieder ab. Essen erarbeitete sich wie schon in Durchgang eins Vorteile, ließ aber Chancen durch Boskovic (62., 72.) sowie Calik (71.) ungenutzt.
Es blieb spannend an der Hafenstraße, Essen drängte in der Schlussphase auf den Sieg. Pech hatte die Heimelf, als ein Pfostenschuss von Boskovic (79.) an den Pfosten knallte. Dies hätte sich fast gerächt, als sowohl Dorn als auch Kern aus kurzer Distanz den Ball nicht im Essener Tor unterbrachten (86.). Als erneut Boskovic (88.) und Lorenz (89.) nach Eckstößen per Kopf das Ziel verfehlten, war das torlose Remis perfekt.
Essen muss nun beim nächsten Aufstiegsaspiranten versuchen zu punkten, die Rot-Weissen sind am Sonntag bei Greuther Fürth gefordert. Rostock hat es nach drei sieglosen Spielen (zwei Punkte) in Folge ebenfalls am Sonntag mit Koblenz zu tun.
| Rot-Weiss Essen |
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| Hansa Rostock |
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keine
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Gelbe Karten |
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| Besondere Vorkommnisse | |
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Die Partie wurde in der 51. Minute für 14 Minuten wegen Ausschreitungen im Gäste-Fanblock unterbrochen.
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