
Aue-Trainer Gerd Schädlich änderte sein Team vom 3:0-Sieg über Rostock auf lediglich einer Position: Marco Kurth ersetzte Geißler.
MSV-Coach Rudi Bommer hingegen musste auf gleich zwei Stammkräfte verzichten. So kamen im Vergleich zum 4:2-Sieg gegen Unterhaching Caligiuri und Markus Kurth ins Team - Mokhtari (Gelb-Sperre) und Grlic (Grippe) konnten hingegen nicht auflaufen.
Die Duisburger kamen gleich gut in die Partie. Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, da versetzte Markus Kurth nach Caligiuris Vorarbeit den Auer Adamski, fackelte nicht lange und traf mit dem ersten Torschuss der Begegnung gleich den Querbalken.
Kurz darauf war es dann Daun, der aus fünf Metern Torentfernung eigentlich die Führung für die "Zebras" hätte erzielen müssen, allerdings schlug der ehemalige Nürnberger nach Idrissous Ablage völlig freistehend über die Kugel (11.). Die Erzgebirgler indes hatten bis dato nur wenig gezeigt: Lediglich Looses Distanzschuss hatte MSV-Keeper Koch zuvor zu einer Parade gezwungen (8.).
Als nach einer guten Viertelstunde schließlich Klinka nach Rangelovs feiner Vorarbeit aus 13 Metern knapp über den Gästekasten zielte (18.), erhofften sich die Fans im Erzgebirgsstadion eine schwungvolle Fortsetzung der Partie, es trat jedoch exakt das Gegenteil ein: Beide Teams beschränkten sich auf die Defensive und taktierten im Mittelfeld, in den Strafräumen hingegen passierte nur wenig.
So plätscherte die Begenung auf nur mäßigem Niveau in Richtung Halbzeitpause, lediglich Trehkopfs 25-Meter-Schuss versprühte hierbei noch ansatzweise Torgefahr (38.).
Gerd Schädlich reagierte und brachte mit Geißler an Stelle von Marco Kurth zu Beginn des zweiten Durchgangs frisches Blut im Offensivbereich, der Führungstreffer wollte den "Veilchen" jedoch auch nach dem Seitenwechsel nicht glücken: Eine scharf getretene Hereingabe Hellers von der rechten Seite nahm der Tscheche Klinka aus vollem Lauf, seine Direktabnahme strich aus sieben Metern nur denkbar knapp am rechten Pfosten des Gästetores vorbei (51.).
Auch der MSV legte nun wieder einen Gang zu. Nach einer knappen Stunde erreichte ein langer Ball aus dem Halbfeld Lavric. Der Slowene steckte reaktionsschnell auf den am Fünfmeterraum lauernden Markus Kurth durch und so war der 50. Zweitligatreffer für den Routinier in Diensten der Meidericher - auch Dank der Schlafmützigkeit seines Gegenspielers Adamski - nur noch Formsache (56.).
Die Auer wechselten erneut und brachten Siradze und Demir für Heller und Klinka, bis auf eine zaghafte Doppelchance durch Rangelov und Juskowiak sprang jedoch nichts heraus: Nachdem der Duisburger Schlussmann beim Schuss des Bulgaren von der linken Seite noch leichte Unsicherheiten gezeigt hatte, behielt er im Duell mit dem 36-jährigen Polen jedoch die Oberhand (75.).

Zwar zeigten sich die Gastgeber nun bemüht, mangelnde Ideen und fehlender Spielfluss im Auer Spiel brachten die Führung der keineswegs dominierenden Meidericher jedoch nicht mehr in Gefahr. Zu allem Überfluss kassierte schließlich Loose nach einer Tätlichkeit in der Nachspielzeit noch die Rote Karte und wird seinem Team somit längere Zeit fehlen (90+1.).
Erzgebirge wird in einer Woche bei der SpVgg Greuther Fürth zu Gast sein, die Duisburger hingegen erwarten dann den heute gegen Offenbach siegreichen Karlsruher SC zum Top-Spiel des 21. Spieltags.
| Erzgebirge Aue |
|---|
| MSV Duisburg |
Rote Karten |
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Gelbe Karten |

