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1860 München

 - 

Kickers Offenbach

 

3:0 (0:0)

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1860 München
Kickers Offenbach
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.















Tore fielen erst nach der Pause

Heimsieg mit Anlaufschwierigkeiten

Lange rannte 1860 gegen defensiv gut gestaffelte Offenbacher an, kam aber letztlich dank einer Leistungssteigerung nach der Pause zu einem verdienten Heimsieg gegen die Hessen. Das erneute Aufkommen einer Diskussion um einen "Heim-Fluch" wurde damit im Ansatz erstickt.

Häufiges Duell in der Allianz-Arena: Ziegenbein trifft auf OFC-Verteidiger Mintzel.
Häufiges Duell: Ziegenbein trifft auf OFC-Verteidiger Mintzel.
© dpaZoomansicht

"Löwen"-Coach Walter Schachner vertraute im ersten Heimspiel der Saison exakt der gleichen Elf, die bei der SpVgg Greuther Fürth einen Punkt (1:1) ergatterte.

Auf der Gegenseite brachte Trainer Wolfgang Frank gegenüber dem 2:2 gegen Carl Zeiss Jena zu Rundenbeginn zwei neue Akteure. Pinske fehlte angeschlagen, Judt nahm, nachdem er zuletzt wegen einer Grippe-Erkrankunge nicht trainieren konnte, zunächst auf der Bank Platz. Mintzel und Kreuz rückten in die Startaufstellung. Der neu verpflichtete Dino Toppmöller (zuletzt SSV Jahn Regensburg) stand noch nicht im Kader.

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Sehr aggressiv gingen die Akteure in der gut gefüllten Allianz-Arena in die Partie. Vom Anpfiff weg wurde um jeden Meter Raumgewinn verbissen gekämpft. Entsprechend schwer hatten es die Offensivabteilungen beider Mannschaften, Erfolg versprechende Aktionen zu kreieren. Die ersten zehn Minuten spielten sich somit fast ausschließlich im Mittelfeld ab. Erst nach und nach näherten sich die Spieler den Toren an. Mokhtari deutete zweimal Offenbacher Gefährlichkeit an, doch Berhalter (11.) und Torwart Hofmann (12.) waren jeweils eher am Ball. Besser waren da schon die Aussichten für Ziegenbein, doch der "Jung-Löwe" verzog nach Flanken von Schäfer zweimal deutlich, zunächst bedrängt von Mintzel per Volley-Direktabnahme (13.), dann freistehend per Kopf (15.).

Doch die in kurzer Folge präsentierten Torszenen änderten nichts am Spielverlauf. Beide Teams legten großen Wert auf die Bildung eines kompakten Defensivblocks. Angriffsbemühungen wurden so meist bereits im Ansatz erstickt und der Gegner vom eigenen Tor fern gehalten. Obwohl sich die Hausherren sichtlich bemühten, durch schnelles Spiel den Offenbacher Abwehrblock zu knacken, blieben die Zuspiele zu ungenau, die Stürmer weitestgehend wirkungslos. Die Kickers rückten ihrerseits zu zögerlich nach, einzig Türker versuchte sich mit einem Schuss auf das 1860-Tor, der Hofmann aber vor keinerlei Probleme stellte (35.)

Ball im Blick, aber auch eng bedrängt: di Salvo mit Offenbachs Kreuz.
Ball im Blick, aber stets eng bedrängt: di Salvo mit Offenbachs Kreuz.
© dpa

Ganz anders das Bild im zweiten Durchgang. Nur vier Minuten brauchten die "Löwen", um in Führung zu gehen. Baier initiierte den Angriff mit einem Steilpass auf Vucicevic, der von rechts in den Strafraum eindrang. Den Schuss des Angreifers konnte Thier nur nach vorne abwehren, so dass der nachsetzende Baier die Möglichkeit bekam, aus wenigen Metern zum 1:0 einzuschießen (49.).

Nur kurz darauf hatten die schwungvoll in die zweite Hälfte gestarteten Münchner die Chance zu erhöhen, aber nach feiner Schäfer-Vorarbeit wurde Ziegenbeins Schussversuch in letzter Sekunde abgeblockt.

Die Offenbacher wurden in der Folge zwangsläufig offensiver, aber bis auf einige Freistöße und einen Kopfball von Dorn, der aus kurzer Distanz sein Ziel verfehlte (60.), brachten die Hessen wenig zu Stande. Gefährlicher blieben die Hausherren, die aus einer gut gestaffelten Defensive angriffen. Die Entscheidung führte Milchraum herbei, der im Strafraum auf Yildirim zulief und den Körperkontakt suchte. Den anschließenden Sturz des Mittelfeldakteurs "belohnte" Schiedsrichter Kempter mit einem Elfmeterpfiff. Schwarz nutzte die Möglichkeit zum 2:0 sicher durch einen Schuss ins linke obere Eck (69.)

Damit war die Partie vorzeitig entschieden, der OFC wurde vor dem "Löwen-Tor" nicht mehr gefährlich. Anders die Schachner-Elf, die wie befreit konterte und in der Schlussminute durch das von Baier sowie Vucicevic vorbereitete und von Adler erzielte 3:0 belohnt wurde.

Nach schwieriger "Anlaufphase" gewannen die Münchner das erste Heimspiel der Saison 2006/07 letztlich sicher und verdient. Offenbach blieb über 90 Minuten zu ungefährlich und muss so ohne Punkt die Heimreise antreten.

18.08.06
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1860 München
Aufstellung:
M. Hofmann (3) - 
Ghvinianidze (4)   
T. Hoffmann (2,5) , 
Berhalter (2,5)   
M. Schäfer (2)   
Ziegenbein (3)      
Baier (2)    
Schwarz (3)    
Milchraum (3,5)   
Vucicevic (3) , 
di Salvo (4,5)   

Einwechslungen:
70. Adler     für di Salvo
81. Johnson für Milchraum
86. Burkhard für Ziegenbein

Trainer:
Schachner
Kickers Offenbach
Aufstellung:
Thier (3,5) - 
Yildirim (4,5)   
Miljatovic (5) , 
Schumann (3) , 
Mintzel (4)   
O. Mokhtari (5)   
Wörle (4)   
Sieger (3,5)   
Kreuz (4) - 
Türker (4) , 
Dorn (4,5)

Einwechslungen:
70. Dundee für O. Mokhtari
72. T. Judt für Yildirim
75. Pospischil für Sieger

Trainer:
Frank

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Baier (49., Rechtsschuss, Vucicevic)
2:0
Schwarz (69., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Milchraum)
3:0
Adler (90., Linksschuss, Vucicevic)
Gelbe Karten
TSV 1860:
M. Schäfer
(1. Gelbe Karte)
,
Ghvinianidze
(1.)
,
Ziegenbein
(1.)
,
Berhalter
(1.)
Offenbach:
Wörle
(1. Gelbe Karte)
,
Mintzel
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
18.08.2006 18:00 Uhr
Stadion:
Allianz-Arena
Zuschauer:
37000
Schiedsrichter:
Michael Kempter (Sauldorf)   Note 5
falscher Elfmeterpfiff und viele falsche Zweikampfbeurteilungen
Spieler des Spiels:
Daniel Baier
leitete seinen eigenen Treffer mit ein, ebenso das dritte Tor
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