Beide Trainer veränderten ihr Team im Vergleich zum vergangenen Spieltag jeweils auf einer Position. Aues Coach Gerd Schädlich brachte Klinka für Siradze, der beim 1:0-Sieg in Karlsruhe die Gelb-Rote Karte gesehen hatte und folglich gesperrt war. Sein Gegenüber Milan Sasic schickte Nessos für Forkel ins Rennen, der beim 0:3 gegen Hansa Rostock noch in der Startelf gestanden hatte.
Nach gemächlichem Beginn waren es zur Überraschung der 11200 Zuschauer die Gäste, die das erste Tor des Spiels erzielten. Langen schlug einen Freistoß von der rechten Seite scharf in den Sechszehner. Von Verteidiger Kos noch leicht abgefälscht, sprang der Ball nach der Fußabwehr von Torwart Keller genau gegen die Brust von Ziehl und von dort ins Tor (13.). Es dauerte nur zehn Minuten bis Erzgebirge zurückschlug. Nach Gurskis zu kurzer Faustabwehr passte Curri aus der rechten Strafraumhälfte quer zu Kos, dessen Schuss Richter auf der Linie abwehrte - allerdings mit der Hand! Schiedsrichter Seemann zeigte dem Übeltäter die Rote Karte und entschied auf Strafstoß, den Emmerich souverän verwandelte (23.).
Fortan war Aue in Überzahl erwartungsgemäß zwar klar überlegen, tat sich gegen die tief stehenden Koblenzer jedoch überaus schwer, zu zwingenden Aktionen zu kommen. Bis zur Pause brachte Erzgebirge das Tor der Gäste nicht mehr in Gefahr.
Nach dem Wechsel ging es dann plötzlich ganz schnell. Lenze lief gut 25 Meter vor dem Tor zum Freistoß an und drosch das Leder - an der schlecht postierten Koblenzer Mauer vorbei - flach ins linke Toreck (49.). Mit einem Mann weniger war es für die Gäste nun natürlich schwer, noch einmal zurückzuschlagen. Milan Sasic brachte mit Keita nach einer Stunde zwar noch einen zweiten Stürmer, doch wenig später war die Partie entschieden. Nach Emmerichs Hereingabe von der rechten Seite gelangte der Ball in der rechten Strafraumhälfte zum eingewechselten Brecko. Dieser bediente Klinka, der den Ball zum 3:1 im kurzen Eck unterbrachte (65.).
Damit waren die Würfel gefallen, in der Schlussphase konnten es die Auer ruhiger angehen lassen. Nach dem zweiten Platzverweis gegen Koblenz (Tiéku sah wegen Meckerns die zweite Gelbe Karte) gelang den Gastgebern noch der vierte Treffer. Wieder war Brecko der Vorlagengeber, sein Zuspiel musste Juskowiak nur noch ins leere Tor einschieben (86.).
Nach dem sechsten Sieg in Folge kann Erzgebirge Aue am nächsten Spieltag mit viel Selbstvertrauen im Montagspiel bei 1860 München antreten. Koblenz empfängt am Sonntag den SC Freiburg.
Rote Karten |
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Gelb-Rote Karten |
Gelbe Karten |

