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Rot-Weiss Essen

 - 

SpVgg Greuther Fürth

 

1:0 (0:0)

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Rot-Weiss Essen
SpVgg Greuther Fürth
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.









Goldenes Tor fällt mitten in die Fürther Drangphase

Befreiungsschlag für RWE

An der Hafenstraße entwickelte sich eine muntere Partie, in der die Gastgeber zu Beginn eindeutig Vorteile hatten. Mit druckvoller und aggressiver Spielweise stellten sie die Defensive der Gäste immer wieder vor Probleme. Nach der Pause ließ RWE nach, wodurch sich die Franken mehrere gute Möglichkeiten erarbeiten konnten. Mitten in die Fürther Drangphase fiel dann jedoch das entscheidende 1:0 durch Boskovic. Damit schaffte die Köstner-Elf einen Befreiungsschlag, Greuther Fürth muss sich nun auch nach unten orientieren.

Fürths Thomas Kleine (re.) hatte defensiv meist alles im Griff (hier gegen Alexander Löbe).
Kopfballduell: Fürths Thomas Kleine (re.) hatte defensiv meist alles im Griff (hier gegen Alexander Löbe).
© dpaZoomansicht

Lorenz-Günther Köstner hatte seine Schlüsse aus dem Kurztrainingslager gezogen und stellte seine Mannschaft im Vergleich zum 0:2 in Rostock auf zwei Positionen um: Für Wehlage und Haeldermans begannen Özbek und Calik. Benno Möhlmann veränderte erstmals nach drei Partien seine Anfangself: Anders als bei der 1:2-Niederlage gegen Köln stand Kucukovic für Schröck zu Beginn auf dem Platz.

Essen begann forsch und aggressiv. So dauerte es nur bis zur zweiten Minute, bis der erste Torschuss abgegeben wurde: Caliks Versuch aus der Distanz ging aber am langen Pfosten vorbei. Der Youngster war es auch, der wenig später für die nächste gefährliche Aktion vor Mavrics Kasten sorgte, Kleine konnte seinen Drehschuss jedoch zur Ecke abblocken. Die größte Chance der Anfangsphase hatte nach acht Minuten Özbek nach einem Ballverlust von Judt: Aus 20 Metern zwang er Mavric mit seinem Hammer zu einer Glanzparade. Die ersten zehn Minuten gehörten also ganz klar Rot-Weiss, das druckvoll nach vorne spielte. Greuther Fürth kam offensiv zu diesem Zeitpunkt noch nicht zum Zuge. Ungenauigkeit und zahlreiche Missverständnisse prägten das Fürther Spiel zu Beginn.

Nach und nach wagte sich dann auch die Mittelfranken nach vorne, Achenbachs Hereingabe konnte jedoch Kläsener vor Timm klären (19.). Essener Fehler, die sich nun häufiger in den Spielaufbau einschlichen, ermöglichten auch in der Folge immer wieder Kontergelegenheiten für die Spielvereinigung, die aber selten konsequent zu Ende gespielt wurden.

Noch keine halbe Stunde war gespielt, als Möhlmann das erste Mal auswechseln musste: Für Adlung (Kreislaufprobleme) kam Schröck in die Begegnung. Drei Minuten später wurde das "Kleeblatt" erstmals richtig gefährlich: Kucukovics Distanzversuch ging aber über die Latte. Beide Mannschaften spielten nun munter nach vorne, weshalb sich ein offenes Zweitligaspiel entwickelte, dem jedoch die richtig großen Strafraumszenen noch fehlten. Drei Minuten vor der Pause erlebten die Zuschauer dann eine: Andreasen köpfte aus sechs Metern eine Flanke in die Arme von Zaza, der Däne brachte keinen Druck hinter den Ball. Ganz anders Hysky Sekunden vor dem Pausenpfiff: Nach einer Ecke kam der Tscheche vollkommen frei aus sieben Metern zum Kopfball - Mavric bewahrte seine Mannschaft abermals mit einer tollen Parade vor dem Rückstand. Nicht nur auf Grund dieser Möglichkeit konnte RWE mit dem Gefühl, eine gute Leistung gezeigt zu haben, in die Halbzeitpause gehen.

Nach dem Seitenwechsel ließen es beide Teams zunächst wesentlich ruhiger angehen, als noch in der ersten Hälfte, wobei die Franken zeigten, dass sie nun die Spielkontrolle übernehmen wollten. Spätestens am Essener Strafraum wurden die Angriffe jedoch gestoppt. RWE konnte sein gutes Spiel aus den ersten 45 Minuten nicht anknüpfen, einige Fehler zeigten die zunehmende Unsicherheit der Köstner-Elf. Greuther Fürth wusste dies allerdings nicht auszunutzen, wodurch Chancen auf beiden Seiten Mangelware blieben - bis zur 63. Minute: Nach einem Eckball von Achenbach stieg Fuchs am langen Pfosten hoch, dessen Kopfball segelte an Zaza vorbei - doch Bemben konnte das Leder von der Linie köpfen. Nach 71. Minuten scheiterte dann der gerade erst eingewechselte Reisinger aus sieben Metern an Zaza (71.). Kurz darauf (74.) köpfte Mijatovic an den Pfosten - das hätte die Fürther Führung nun endgültig sein müssen.

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Doch fünf Minuten vor Schluss fiel zu diesem Zeitpunkt völlig überraschend doch noch das Tor für RWE: Einen Flachschuss von Stefan Lorenz lenkte der eingewechselte Boskovic unhaltbar für Mavric ins kurze Eck. Fürth rannte in der Folge an, allerdings ohne Konzept und Durchschlagskraft. Damit blieb es beim 1:0-Erfolg für die Essener.

Rot-Weiss schaffte damit den ersten Sieg seit zwei Monaten und kann nun wieder Hoffnung im Abstiegskampf schöpfen. Fürth muss sich nach dieser bitteren Niederlage mit diesem Thema dagegen nun wohl ernsthaft beschäftigen. Der Zug nach oben scheint abgefahren zu sein.

Die Köstner-Elf muss kommende Woche zum Kellerduell nach Burghausen, die Franken empfangen am nächsten Sonntag Unterhaching.

01.12.06
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Rot-Weiss Essen
Aufstellung:
Zaza (3) - 
S. Lorenz (3)   
Kläsener (3) , 
Hysky (2,5) , 
Bieler (3,5) - 
Lorenzon (3) - 
Bemben (3)   
Baris Özbek (3)   
Kiskanc (4)   
Löbe (3) , 
Serkan Calik (2)   

Einwechslungen:
66. Boskovic     für Bemben
76. Paulo Sergio für Kiskanc
89. Mi. Lorenz für Baris Özbek

Trainer:
Köstner
SpVgg Greuther Fürth
Aufstellung:
Mavric (2) - 
Judt (3,5) , 
Kleine (3) , 
Mijatovic (2,5) , 
Achenbach (3) - 
Adlung   
Andreasen (3,5) , 
Fuchs (3) , 
Caillas (4) - 
Kucukovic (4)      
Timm (4,5)

Einwechslungen:
29. Schröck (5)    für Adlung
71. Reisinger für Kucukovic
82. Oehrl für Schröck

Trainer:
Möhlmann

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Boskovic (86., Rechtsschuss, S. Lorenz)
Gelbe Karten
RW Essen:
Serkan Calik
(3. Gelbe Karte)
,
S. Lorenz
(2.)
Gr. Fürth:
Kucukovic
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
01.12.2006 18:00 Uhr
Stadion:
Georg-Melches-Stadion
Zuschauer:
9067
Schiedsrichter:
Markus Schmidt (Stuttgart)   Note 4,5
verlor zunehmend die Übersicht wie beim Ausraster von Kucukovic, der zunächst Gelb wegen Meckerns bekam (70.), anschließend aber ungestraft einen Schienbeinschoner in Richtung Schiedsrichter warf.
Spieler des Spiels:
Serkan Calik
überzeugte auf der ganzen Linie durch Laufbereitschaft und großen Einsatz
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