Haching abschlussschwach - Torschütze traf am öftesten in der Zweiten Liga
Ím Vergleich zur Nullnummer in Koblenz musste Sobotzik passen, der nach dem Aufwärmen merkte, dass seine Oberschenkelverletzung keinen Einsatz zuließ. Für ihn rückte Feldhahn in die Startelf.
Eine attraktive Spitzenbegegnung sahen die Zuschauer im Wildpark gegen Hansa Rostock (4:4). Bei den Badenern ebenfalls eine Änderung: Dick wechselte von der rechten Abwehrseite auf die linke, wo Eichner (Grippe) zuletzt auflief. Auf rechts bekam Kies eine Bewährungschance.
Haching zeigte in der Anfangsphase wenig Respekt vor den noch ungeschlagenen Karlsruhern und war in den ersten Minuten spielbestimmend. Das Manko der Bayern: Zu wenig Durchsetzungskraft in der Offensive. So blieb die einzig erwähnenswerte Chance der Deutinger-Truppe ein Kopfball von N'Diaye (11.). Kurz zuvor wurde Karlsruhe zum einzigen Mal gefährlich, als Kapllani an einer Hereingabe von Federico knapp vorbeirutschte (7.).
Lange geschah herzlich wenig im Generali-Sportpark. Die anlaufenden Gastgeber kamen nicht aussichtsreich zum Abschluss, während die Gäste ihre spielerische Linie nicht fanden. Was ein Spitzenteam auszeichnet, bewiesen die Badener in der 29. Minute. Mit der ersten guten Chance ging die Becker-Truppe in Front. Kies flankte aus dem rechten Halbfeld auf Federico, der das Leder durch einen feinen Volleyschuss mit der Innenseite unter der Latte im Tor unterbrachte - sein neunter Saisontreffer und somit Platz eins in der Torschützenliste.
Bis zur Pause hatte Haching, das mehr Spielanteile hatte, durchaus Gelegenheiten, diese Überlegenheit auch im Ergebnis zu manifestieren. Teinert per Kopf (39.) und mit einem Schuss aus spitzem Winkel (41.) verfehlte jedoch beide Male das Tor von Schlussmann Miller. Der engagierte Lechleiter war in beiden Szenen der Vorbereiter. So blieb es aber bis zum Pausenpfiff von Schiedsrichter Christian Fischer, der bis dahin ohne Verwarnung auskam, bei der schmeichelhaften Führung für den KSC.
Das mäßige Niveau der ersten Hälfte stieg auch im zweiten Abschnitt nicht an. Die Badener Offensive blieb trotz 34 Toren in 13 Spielen blass, wirkte kraft- und einfallslos. Allein, die Hachinger nutzten die Schwäche des müde wirkenden KSC nicht aus. N'Diaye verfehlte das Tor per Kopf aus kürzester Distanz genauso wie Omodiagbe (62., 71.). Spätestens nach einer weiteren Großchance von N'Diaye in der 80. Minute, dessen Schuss aus elf Metern denkbar knapp am Gehäuse von Miller vorbeirauschte, hätte die SpVgg den Ausgleich verdient gehabt. Doch es wollte einfach nicht gelingen: Bis zum Schlusspfiff rannte Haching gegen die mit Mann und Maus verteidigenden Karlsruher an, ohne das Spielgerät im Tor unterzubringen.
Unterhaching, das nach sieben Punkten aus drei Spielen einen Dämpfer hinnehmen musste, erwartet am nächsten Sonntag 1860 München zum Münchener Derby. Der KSC gewann zum ersten Mal bei der SpVgg und trifft als nächstes auf Aue.
| SpVgg Unterhaching |
|---|
| Karlsruher SC |

