Hansa holt sechsten Sieg im siebten Heimspiel
Nach dem Thriller in Karlsruhe (4:4) musste Hansa-Coach Frank Pagelsdorf auf Sebastian (Oberschenkelverletzung) verzichten, für den Kim Madsen in die Innenverteidigung rückte. Ebenfalls neu in der Startelf tauchten Bülow und Cetkovic für Langen und Rydlewicz (beide Grippe) auf. Im zweiten Spiel unter der Regie von Lorenz-Günther Köstner veränderte der neue Trainer sein Team nach dem 0:1 gegen Aue auf ebenfalls drei Positionen: Für Grammozis, Rotsünder Younga-Mouhani und Paulo Sergio rückten Bemben, Haeldermans und Kiskanc in die Anfangsformation.
Im Ostseestadion war Hansa sofort im Vorwärtsgang, rannte sich aber zunächst immer wieder in der dichtgestaffelten Abwehr der Gäste fest. Die erste Chance der Partie hatte Essen, das sich nach knapp zehn Minuten immer mehr freischwamm: Kläsener köpfte aus fünf Metern Zentimeter daneben (9.). Zwar hielt die optische Überlegenheit des Tabellenzweiten an, die zündenden Ideen in Strafraumnähe aber blieben aus. Rot-Weiss zeigte sich einsatzfreudiger als die bewegungsarme Heimelf, konterte gefällig und war durch Löbes Kopfball gefährlich (21.).
Doch der Aufstiegskandidat schlug mit seiner ersten zwingenen Tormöglichkeit eiskalt zu: Yelen zirkelte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld in den Strafraum, wo der ungedeckte Bülow per Hechtkopfball aus elf Metern die Unaufmerksamkeit der Gästeabwehr nutzte und ins linke untere Eck traf (27.).
Bis zum Pausenpfiff hielten die Pagelsdorf-Schützlinge das Heft fest in der Hand, wussten nun auch spielerisch zu gefallen. Bei Yelens gezirkeltem Freistoß musste Essens Keeper Zaza sein ganzes Können aufbieten, um das 0:2 zu verhindern (35.).
Für den ersten Aufreger im zweiten Durchgang sorgte Torschütze Bülow, der nach Beinlichs Freistoß Zaza zu einer Hechtparade zwang (50.). Ehe Essen überhaupt seine Offensivbemühungen intensivieren konnte, schlugen die Hausherren nochmal zu: Stein schnappte sich den Ball nach einem Eckball und drosch das Sportgerät aus 30 Metern fulminant ins linke obere Eck - keine Chance für Zaza, 2:0!
Danach versäumte es Shapourzadeh, die Partie endgültig zu entscheiden und scheiterte bei zwei Großchancen gegen den gutaufgelegten Zaza (65., 71.). Rostock kontrollierte ohne großen Aufwand, bis sich Essen in der Schlussviertelstunde etwas aufraffte.
Doch die Hansa-Kogge geriet auch in der Endphase nicht mehr ins Schlingern, zu harm- und auch glücklos (Löbe, 81., Calik, 85.) waren die Gäste an diesem Abend in der Offensive.
Nach dem Pflichtsieg gegen Essen hat Rostock in Koblenz nun den nächsten Aufsteiger vor der Brust. Die Köstner-Elf startet zu Hause gegen Fürth den nächsten Versuch, die seit sechs Partien anhaltende punktlose Serie zu beenden.
| Hansa Rostock |
|---|
![]() Aufstellung: Schober (3) - K. Madsen (3) , Gledson (2,5) , Beinlich (2,5) - Yelen (2,5) , C. Rahn (3) - E. Kern (3,5) - Shapourzadeh (3) , Cetkovic (3) Trainer:
Pagelsdorf |
| Rot-Weiss Essen |

