Starke zweite Hälfte reichte Burghausen nicht zum Sieg
Burghausens Trainer Markus Schupp veränderte seine Anfangsformation im Vergleich zur 0:1-Niederlage in Augsburg auf drei Positionen. Anstelle von Kern, Wiesinger und Nicu begannen Gospodarek, Vukovic und Fink die Partie. Braunschweigs Trainer Willi Reimann stellte seine Startelf im Vergleich zum 1:1-Unentschieden gegen den MSV Duisburg ebenfalls auf drei Positionen um. Anstelle von Weiland, Fuchs und Schweinsteiger liefen Banecki, Brinkmann und Kuru von Beginn an auf.
Der Gastgeber legte gleich richtig los: Nach einem Freistoß von der rechten Seite durch Drescher stieg Verteidiger Vukovic im Braunschweiger Strafraum am höchsten. Seinen Kopfball in die linke untere Ecke parierte Stuckmann mit einem klasse Reflex (2.). Kurz darauf boten sich dem Gast gleich zwei Chancen: Zuerst tauchte Linksverteidiger Tauer nach einem schlechtem Abwehrversuch der Hausherren völlig frei im Strafraum auf. Gospodarek konnte den Schuss aber abblocken. Bei der nachfolgenden Ecke verfehlte Husterer per Kopf nur knapp das Gehäuse (6.).
Nach der rasanten Anfangsphase wurde die Partie besonders im Mittelfeld hart umkämpft. Schiedsrichter Welz musste nun häufiger das Spiel unterbinden. Folglich kam wenig Spielfluss zusammen. Nach einem langen Ball aus der eigenen Spielhälfte startete Burghausens Burkhardt durch. Sein Schuss aus gut zehn Metern halblinker Position flog knapp am linken Pfosten vorbei (23.).
Beide Mannschaften rieben sich mit vielen intensiven Zweikämpfen im Mittelfeld auf. Es ergaben sich kaum gefährliche Strafraumsituationen. Es war bezeichnend, dass die nächste Torchance ein Distanzschuss von Braunschweigs Rodrigues war. Sein Schuss aus gut 20 Metern zentraler Position verfehlte das Tor von Uwe Gospodarek nur knapp (30.). Ansonsten versuchten beide Teams hauptsächlich mit langen Bällen ihr Offensivspiel zu gestalten, die jedoch selten einen Abnehmer fanden.
Kurz vor der Pause hatte der Gastgeber die Chance zur Führung: Nach einem schönen Pass von Burkhardt ließ Drescher Siegert ins Leere grätschen und lief alleine auf Braunschweigs Torwart Stuckmann zu. Sein Schuss aus zehn Metern halblinker Position klatschte jedoch an den rechten Pfosten (38.). Gleich darauf erzielte Braunschweig dann die Führung: Nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld durch Lieberknecht stand Siegert völlig unbewacht im Strafraum von Burghausen. Ohne Zeitdruck köpfte er die Flanke ins linke Eck und ließ Gospodarek keine Abwehrmöglichkeit (40.).
Mit zwei neuen Männern versuchte Burghausen Braunschweig in die eigene Hälfte zurückzudrängen. Die erste Chance der zweiten Halbzeit bot sich dann dem eingewechselten Aigner, der jedoch aus knapp 15 Metern halbrechter Position am linken Pfosten vorbeischoss (47.). Kurz darauf hatte Burghausen die nächste Chance, den Ausgleich zu erzielen: Der eingewechselte Nicu spielte in den Lauf von Burkhardt, der jedoch aus gut 16 Metern zentraler Position knapp am rechten oberen Eck vorbeischoss (52.).
Der Gastgeber übte weiterhin Druck auf den Gast aus Braunschweig aus. Doch das Team von Willi Reimann zeigte sich in der Defensive gut organisiert und bot Burghausen wenige Torchancen. Doch dann fiel der verdiente Ausgleich: Nachdem Kuru den Ball am eigenen Strafraum nicht klären konnte, passte Rosin zu Krejci, der sich gegen Siegert durchsetzte und zum Abschluss kam. Sein Schuss aus gut fünf Metern halblinker Position schlug im langen Eck ein (64.).
Burghausen versuchte sofort nachzulegen. Diesmal scheiterte aber Bogavac aus spitzem Winkel an Braunschweigs Keeper Stuckmann, der mit einer klasse Fußabwehr klären konnte (69.). Braunschweig war nun gezwungen, seinen Defensivverband etwas zu lockern, um sich wieder selbst Torchancen erspielen zu können. Dennoch drängte Burghausen auf den Führungstreffer. Braunschweig stemmte sich gegen die drohende Niederlage und schien mit einem Punkt zufrieden zu sein.
Burghausen war zwar das bessere Team. Dem Gastgeber mangelte es in seinen Offensivbemühungen aber deutlich an Genauigkeit. Zu viele Pässe kamen nicht zum Adressaten und ermöglichten deshalb keine kontrollierten Angriffe. In den letzten Spielminuten ließen dann die Kräfte bei Burghausen nach, so dass sie den Gast nicht mehr zwingend unter Druck setzten konnten.
| Wacker Burghausen |
|---|
| Eintracht Braunschweig |

