Paderborn seit 450 Minuten ohne Tor

Nach drei Siegen in Folge wurde Aues Coach Gerd Schädlich im Vergleich zum 1:0 in Essen zu zwei Änderungen gezwungen. Für den verletzten Heller (Kapselriss im Zeh) spielte Brecko, für den gesperrten Adamski rückte Trehkopf ins Team. Nach dem 0:0 gegen Fürth brachte Gästetrainer Roland Seitz gleich vier neue Leute: Brouwers, Schüßler, Röttger und Dragusha starteten für Brinkmann, Koen, Dogan und den gesperrten Gouiffe à Goufan.
Beide Teams begannen verhalten und kamen in der ersten Hälfte nie richtig in Fahrt. Paderborn war vorwiegend auf Sicherheit bedacht und stand meist tief in der eigenen Hälfte. Gegen die kompakte Defensive der Gäste tat sich Aue in der Spieleröffnung schwer, es fehlte schlichtweg an Ideen. Zu wenig Bewegung, zu viele Fehlpässe - im Spiel nach vorne lief bei beiden Mannschaften wenig zusammen. So war Siradzes harmloser Kopfball in die Arme von SCP-Keeper Starke (19.) noch die beste Möglichkeit einer leblosen Anfangsphase.
Auch danach waren Höhepunkte in einer schwachen Partie rar gesäht. Nach 27 Minuten verfehlte Liebers das Tor von der Strafraumgrenze nur knapp, auf der anderen Seite tauchte Schüßler frei vor Aue-Keeper Keller auf, der das Eck jedoch geschickt verkürzte und den Paderborner so zum Fehlschuss zwang. Das war es aber auch schon. Bis zur Pause brachten beide Teams das gegnerische Tor nicht mehr in Gefahr.
Danach ging es weiter wie gehabt. Nach spielerischen Elementen suchte man vergeblich. Zwanzig Minuten vor dem Ende bot sich den Gästen dann plötzlich die große Chance, in Führung zu gehen. Nachdem Röttger von Schüßler in die Gasse geschickt worden war, legte er den Ball von der linken Torauslinie mit Übersicht zurück an den Fünfmeterraum. Dort musste der eingewechselte Bröker eigentlich nur noch einschieben, doch anstatt direkt abzuschließen, nahm der Stürmer den Ball erst noch an und ermöglichte es Trehkopf so, per Grätsche in höchster Not zu klären.
Fünf Minuten später schlug die große Stunde des eingewechselten Curri, der die Partie mit einer feinen Einzelleistung zugunsten der Auer entschied. Nachdem er Döring im Strafraum ausgetanzt hatte, versenkte der Albaner den Ball im rechten Eck des Paderborner Tores. So feierte Erzgebirge Aue in einer Partie, die eigentlich keinen Sieger verdient hatte, seinen bereits vierten Sieg in Folge und kann am kommenden Sonntag mit geschwellter Brust zu Spitzenreiter Karlsruher SC reisen. Paderborn erhält am Freitag gegen den SC Freiburg die nächste Chance, seine Torflaute zu beenden.
| Erzgebirge Aue |
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| SC Paderborn 07 |

