Offenbach mit starker Chancenverwertung - Freiburg enttäuschend
SC-Coach Volker Finke änderte seine Startformation im Vergleich zur 1:2-Niederlage bei Carl Zeiss Jena auf zwei Positionen: Aogo und Riether ersetzten Hansen und Matmour.
Kickers-Trainer Wolfgang Frank hingegen tauschte seine Elf vom 0:1 gegen den 1.FC Kaiserslautern lediglich einmal. Im Angriff bekam Türker eine Pause verordnet, der ehemalige Freiburger Dorn ersetzte ihn.
Die Gäste legten einen Start nach Maß hin. Beim ersten Offenbacher Vorstoß wehrte Diarra eine Flanke Judts von der linken Seite direkt vor die Füße Müllers ab, das Eigengewächs in Reihen der Hessen fackelte nicht lange und überwand Walke mit einem satten 20-Meter-Schuss ins linke untere Eck (6.).
Die Finke-Elf indes zeigte nur wenig. Offenbach agierte bissig und ließ den Breisgauern wenig Platz. Lediglich ein Kopfball Antars - in dessen Anschluss die Hausherren nach Rehms Abwehr einen Handelfmeter forderten - sorgte für Gefahr in Nähe des Gästetores (15.), ansonsten passierte nur wenig. Offenbach wollte nicht, dem SC hingegen fiel nichts ein und so blieb es zunächst bei der Offenbacher Führung.
Nach einer knappen halben Stunde kamen die Freiburger dann aber wieder in die Partie zurück: Coulibaly setzte sich auf der linken Seite durch und passte in den Fünfmeterraum. Dort schaltete Iashvili schneller als Rehm und überwand Thier aus kurzer Distanz zum Ausgleich (27.).
Der Ausgleich schien den Gastgebern Auftrieb zu geben. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld übersprang Coulibaly den für den verletzten Kapitän Happe ins Spiel gekommenen Schumann, allerdings hatte der 28-jährige Afrikaner Pech, dass sein Kopfball knapp am linken Pfosten des Gästetores vorbei flog (35.).
Mitten in der Freiburger Drangphase fuhr der OFC einen Entlastungsangriff über den Franzosen Dorn. Der ehemalige Freiburger drang in den Strafraum ein und ging nach einer Attacke des herausstürmenden Walke zu Boden. Schiedsrichter Dr. Brych zögerte keine Sekunde, entschied auf Strafstoß und verwarnte den SC-Keeper mit der Gelben Karte. Sieger ließ sich die Möglichkeit vom Elfmeterpunkt nicht entgehen und besorgte mit einem satten Schuss ins linke untere Eck die wiederholte Gästeführung (37.).
Volker Finke reagierte und tauschte zur zweiten Halbzeit gleich auf zwei Positionen: Diarra und Aogo blieben in der Kabine, Matmour und Hansen kamen ins Spiel.
Die erste Chance im zweiten Durchgang hatten dennoch die Gäste, Dorn traf per Kopf aus fünf Metern aber nur das Außennetz von Walkes Gehäuse (52.). Auf Freiburger Seite lief weiter nur wenig zusammen. Die Breisgauer verloren im Mittelfeld zu viele Bälle, schafften sie es dennoch in die Nähe des Gästestrafraumes, war meist ein Offenbacher zur Stelle und konnte klären.
Nach einem Freistoß kam zwar Pitroipa aus dem Gewühl zum Kopfball und beförderte den Ball auf das Tornetz des Gästetores (64.), durchdachte Spielzüge wollten der Finke-Elf weiterhin jedoch nicht gelingen. Der OFC hingegen versuchte das Spiel über die Zeit bringen und verteidigte geschickt.

Als eine Viertelstunde vor Spielende beide Trainer mit den Einwechslungen Benciks (SC) und Türkers (OFC) noch einmal frische Offensivkräfte brachten, stellten sich die Zuschauer im badenova-Stadion auf eine schwungvollere Schlussphase ein. Das Tempo blieb jedoch niedrig. Lediglich Matmour per Außenrist versetzte Thiers Kasten ansatzweise in Gefahr, allerdings zwang auch der eingewechselte Franzose den Gästekeeper zu keiner Glanztat (81.).
Freiburg fiel nichts mehr ein und so legte Offenbach im Gegenzug gar noch den dritten Treffer nach. "Joker" Türker behielt vor Walke die Nerven und brachte aus zehn Metern den Gäste-Sieg unter Dach und Fach (88.).
Offenbach rückt mit dem "Dreier" bis auf zwei Punkte an den SC heran und wird sich am nächsten Spieltag auf dem Bieberer Berg mit Aufsteiger FC Augsburg messen. Die Breisgauer hingegen werden nach Paderborn reisen und dort auf die Wende hoffen.
| SC Freiburg |
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| Kickers Offenbach |

