Rote Karte für Younga-Mouhani nach 23 Minuten - Wadenbeinbruch bei Grammozis
Nach der 1:2-Niederlage in Unterhaching wurde Lorenz-Günther Köstner am Freitag als neuer Coach präsentiert und der veränderte seine Mannschaft gleich auf vier Positionen: Kläsener, Lorenzon, Grammozis und Paulo Sergio ersetzten Bemben (Gelb-Sperre), Michael Lorenz, Haeldermans und Calik.
Im Vergleich zum 5:1-Erfolg gegen Jena nahm Trainer Gerd Schädlich zwei Veränderungen vor. Für Keeper Bobel (Rot-Sperre) kam Keller ins Tor. Außerdem war Liebers für Schäfer von Beginn an dabei.
Die Hausherren zeigten gleich in der Anfangsphase hohes Engagement und setzten die Auer unter Druck. Doch die Schüsse von Paulo Sergio (7.) und Löbe (10.) waren noch zu unplatziert, um Torhüter Keller zu überwinden. Auch Aue setzte jetzt zu ersten Angriffen an, blieb aber ungefährlich im Abschluss.
Danach wurde das Spiel mehr und mehr durch unschöne Szenen geprägt, den Ausgangspunkt bildete die Rote Karte für Younga-Mouhani. In Erwartung eines Eckballes fuhr er gegen Liebers den Ellbogen aus, so dass der Auer zu Boden ging. Nach Rücksprache mit seinem Linienrichter schickte der Schiedsrichter den Kongolesen mit Rot vom Platz (23.). In der Folge kam viel Hektik ins Spiel und die Partie musste auf Grund der zahlreichen Fouls immer wieder unterbrochen werden.
Erzgebirge hatte zwar mehr Ballbesitz als anfangs, schoss nach dem Platzverweis aber nicht ein Mal aufs Tor. Es wurde weiterhin aus einer gut organisierten Defensive heraus agiert, dann jedoch nicht konsequent nachgerückt und es ging torlos in die Pause.
Zur zweiten Spielhälfte musste Coach Gerd Schädlich auf Heller verzichten, der mit einer leichten Fußverletzung in der Kabine blieb, so dass Brecko zu seinem Einsatz kam. Die Begegnung war weiterhin hart umkämpft. So landete der Ellbogen von Siradze im Gesicht von Stefan Lorenz, der daraufhin für seinen Bruder Michael ausgewechselt werden musste (50.). Aue agierte in der Offensive weiter harmlos, zu viele Fehlpässe bremsten die Bemühungen meist schon früh. So musste eine Standardsituation für das einzige Tor sorgen. Nach einer Ecke für Aue landete die schlechte Faustabwehr von Keeper Zaza bei Liebers, der aus 15 Metern mit einem trockenen Schuss das 1:0 erzielte (56.).
Nach der Führung hatte Aue leichtes Spiel. Sie konzentrierten sich auf ihre Defensive und lauerten auf Konter. Eine der besten Einschusschancen vergab dabei Klinka, der mit seinem schwachen Abschluss an Zaza scheiterte (65.). Zu oft wurden von den Erzgebirglern Überzahlsituationen leichtfertig verspielt.

Die Köstner-Elf steckte indes nicht auf, nur fehlte auch ihr in der Offensive der letzte Zug zum Tor. In der Schlussphase musste Grammozis nach einem brutalen Foul an Brecko (!) mit Wadenbeinbruch das Feld verlassen. Da Essen nicht mehr auswechseln durfte, mussten sie das Spiel zu neunt beenden. Aue vergab auch weiterhin beste Chancen, alles klar zu machen. Aber sowohl Juskowiak als auch Curri kamen nicht an Zaza vorbei (85.).
Essen hat nun schon die letzten fünf Spiele in Serie verloren und droht endgültig den Anschluss in der Tabelle verlieren. Nächste Woche muss die Köstner-Elf ausgerechnet zum Spitzenteam nach Rostock. Aue empfängt zu Hause die Paderborner.
| Rot-Weiss Essen |
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| Erzgebirge Aue |
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0:1
Liebers (56., Linksschuss)
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Rote Karten |
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Gelbe Karten |
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| Besondere Vorkommnisse | |
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Essen beendete die Partie mit neun Spielern, da Grammozis in der 78. Minute verletzt vom Feld musste, das Auswechselkontingent war erschöpft.
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