Ausgleich durch Elfmeter in der 80. Minute
Bei Eintracht Braunschweig krempelte Willi Reimann in seinem ersten Spiel auf der Eintracht-Bank die Anfangsformation gründlich um: Siegert rückte nach hinten rechts, dessen Position im Mittelfeld nahm Weiland ein. Weichen musste bei dieser Rotation Abwehrspieler Jülich. Auch Fuchs rückte ins Mittelfeld, im Sturm kamen mit Rische und Schweinsteiger zwei neue Akteure ins Team. Nicht mit dabei im Vergleich zum 0:4 in Rostock war Mittelfeldspieler Brinkmann (Gelb-Rot-Sperre).
Anders Reimanns Kollege Rudi Bommer, der nur einen neuen Spieler brachte und ansonsten seine Formation vom 3:0 gegen Augsburg unverändert ließ: Durch die Hereinnahme von Tararache für Bodzek sollte die Offensivarbeit gestärkt werden.
Den ersten Torschuss verzeichneten denn auch die Gäste aus Duisburg: Bugera versuchte es aus der Distanz, der Ball ging aber neben das Tor.
Jedoch sollte es lange der einzige Angriff des MSV bleiben: Von nun an bestimmte erst einmal Eintracht Braunschweig das Geschehen, zeigte sich hoch motiviert und kam zu einigen Torchancen, wenn auch vor allem mit Schüssen aus der zweiten Reihe, bespielsweise durch Rische (5.) und Schweinsteiger (13.). Schweinsteiger war es auch, der in der 29. Minute mit einem hohen Ball nach Zuspiel von Fuchs knapp über das Tor schoss.
Erst nach einer halben Stunde Spielzeit kamen die Duisburger wieder ins Spiel, schlugen jedoch gleich erbarmungslos zu: Zuerst scheiterte Idrissou noch aus spitzem Winkel (32.), doch zwei Minuten später machte er nach einem langen Ball von Tararache aus der eigenen Hälfte alles richtig, setzte sich gegen Husterer durch und traf durch die Beine von Stuckmann zum 0:1.
Nun war ein Bruch im Spiel der Niedersachsen, die eine Weile brauchten, um den Rückstand zu verdauen. Erst vor der Pause konnten Rische mit einem Distanzschuss (43.) und vor allem Schweinsteiger (44.), der sich trotz dreier Duisburger Gegenspieler in den Strafraum durchkämpfte, dann aber das Ziel um Zentimeter verfehlte, für erneute Gefahr sorgen.

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Braunschweiger die deutlich aktivere Mannschaft, doch im Abschluss haperte es gewaltig. Insbesondere nach der Hereinnahme von Kuru (53.) kam noch etwas mehr Schwung ins Spiel der Heimelf. Doch der Ball wollte einfach nicht über die Linie. In der 59. Minute forderten die Braunschweiger Fans Strafstoß, als Siegert nach Doppelpass mit Kuru im Strafraum nach einem Duell mit Mokhtari zu Fall kam. Doch Schiedsrichter Perl lässt weiterspielen.
In der 80. Minute gab es dann doch den Elfmeter: Wieder war es Siegert, der nach einem Duell mit Wolters im Strafraum zu Fall kam. Nachdem der Pfiff ausblieb, reklamierte er. Wolters ließ sich zu einem Schubser hinreißen, für den er Gelb sah und Perl zeigte nun auf den Punkt. Lieberknecht verwandelte sicher zum nicht unverdienten Ausgleich.
Wolters zeigte sich dermaßen entnervt, dass er Minuten später heftig gegen den Schiedsrichter meckerte und dafür von Perl mit der zweiten Gelben und damit Gelb-Rot vom Platz musste (84.).
Zwar warf Duisburg trotz Unterzahl noch einmal alles nach vorne, doch Braunschweig konnte den Punkt über die Zeit retten.
Damit riss die Niederlagenserie für Braunschweig und der neue Trainer Willi Reimann konnte einen Teilerfolg verbuchen. Nun geht es zum Abstiegskonkurrenten nach Burghausen. Duisburg verlor im Aufstiegsrennen etwas am Boden und empfängt nun Carl Zeiss Jena.
| Eintracht Braunschweig |
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![]() Aufstellung: Stuckmann (4,5) - Siegert (3) , Husterer (5) , M. Grimm (3) , Tauer (3,5) - Lieberknecht (2,5) - D. Weiland (4) , Fuchs (3,5) - Rodrigues (4) - Rische (4,5) , Schweinsteiger (4) Trainer:
Reimann |
| MSV Duisburg |

