Offenbach: Kickers kämpfen und scheitern an eigenen Nerven und Macho

Im Vergleich zur deutlichen 1:4-Schlappe bei Wacker Burghausen veränderte Trainer Frank seine Mannschaft gleich auf fünf Positionen. Für Yildirim und Schumann rückten Bungert und Miljatovic in die Abwehr. Für Mokhtari und Kreuz kamen Müller und Judt in die Startelf. Im Sturm ersetzte Dundee Dorn.
Trainer Wolf zog ebenfalls seine Schlüsse aus dem 2:2 bei Greuther Fürth. Für den schwachen Ouattara kam Bouzid in der Abwehr zum Einsatz. Für die Außen Lexa und Halfar durften Reinert und Simpson beginnen.
Der Anpfiff der Begegnung verzögerte sich zunächst wegen des großen Zuischauerandrangs um zehn Minuten. Wie so oft in den vergangenen Spielen verschlief das Team von Wolfgang Wolf den Start. Offenbach trat kampfstark und mit viel Leidenschaft auf. Jede Aktion des FCK wurde früh mit aggressivem Spiel gestört. Damit kamen die Pfälzer nicht zurecht. Ungenauigkeiten und Fehlpässe prägten das Lauterer Spiel.
Auf der anderen Seite erspielten sich die Kickers ein deutliches Übergewicht. Einziges Manko: Richtige Torchancen brachten die Offenbacher Angriffsbemühungen nicht hervor. Bungert mit einem Kopfball nach einer Ecke, Judt und Dundee mit Distanzschüssen hatten bis zur 24. Minute noch die besten Gelegenheiten.
Erst nach einer halben Stunde wachte Kaiserslautern auf. Zunächst hatte Müller nach einem Hajnal-Freistoß die Führung auf dem Fuß. Er wurde im Sechzehner aber entscheidend gestört, so dass er das Leder nicht kontrollieren konnte. Nur eine Minute danach (31. Minute) zeigten die Gäste, warum sie ein Aufstiegskandidat sind. Nach einem mustergültigen Konter kam Reinert auf der rechten Seite an der Strafraumgrenze zum Abschluss und scheiterte erst an Torhüter Thier.
In der 33. Spielminute mussten die Kickers den ersten Wechsel vornehmen. Nach einem Zusammenprall musste Miljatovic benommen aus dem Spiel genommen werden. Für ihn kam Schumann in die Partie. In der Schlussphase der ersten Hälfte spielte nur noch der FCK. In der 40. Minute scheiterte Reinert, zwei Minuten darauf verzog Daham nur knapp. Mit dem torlosen Remis ging es in die Pause.
In der Pause nahm FCK-Coach Wolf einen Wechsel vor. Für den angeschlagenen Simpson kam Pavlovich ins Spiel. Und die "Roten Teufel" legten los wie die Feuerwehr. Direkt nach Wideranpfiff scheiterte Hajnal nach schönem Reinert-Zuspiel zunächst noch an Thier. Aber nur zwei Minuten später (49. Minute) sorgte Daham mit seinem sechsten Saisontor für die Gäste-Führung. Pavlovich hatte eine Flanke von Müller per Kopf verlängert. Daham konnte den Ball am langen Pfosten unbedrängt annehmen und mit einem energischen Linksschuss im Offenbacher Kasten unterbringen.
Offenbach zeigte sich zunächst geschockt, Lautern bestimmte das Spiel. Erst ab der 60. Minute fingen sich die Gastgeber wieder und kamen zu hervorragenden Torgelegenheiten. Aber entweder scheiterte man am überragenden Macho oder am eigenen Unvermögen.
In der 60. Minute parierte der FCK-Schlussmann einen abgefälschten Müller-Schuss. Vier Minuten später köpfte Sieger nach einer Judt-Flanke nur knapp über den Kasten und in der 72. Minute fand Bungert nach einer Ecke per Kopf in Macho seinen Meister. Die hundertprozentige Ausgleichschance hatte dann Türker zehn Minuten vor dem Ende. Aus fünf Metern schaffte er es freistehend nicht, das Leder im Tor unterzubringen. Stattdessen klatschte das Spielgerät an den linken Pfosten. Dies war die letzte große Möglichkeit zum Punktgewinn. In den letzten Minuten rettete Kaiserslautern die knappe Führung über die Zeit.
Alles in allem ein glücklicher Sieg für Kaiserslautern. Eine starke Phase zwischen der 30. und 60. Minute reichte dem Favoriten zum Sieg. Offenbach zeigte zwar eine engagierte Leistung, scheiterte aber immer wieder vor dem Tor an den eigenen Nerven oder an Macho.
| Kickers Offenbach |
|---|
| 1. FC Kaiserslautern |
![]() Aufstellung: Macho (2,5) - Sv. Müller (4) , Beda (3,5) , Bouzid (4) , Bellinghausen (4) - Demai (4) , Borbely (5) - Hajnal (3) , Simpson (5) - Trainer:
Wolf |

