Unterhaltsames Ost-Derby bei strömendem Regen
Aues Trainer Gerd Schädlich vertraute exakt der Elf, die am Mittwochabend in Köln 1:0 gewonnen hatte. Bei den Gästen aus Jena setzte Trainer Heiko Weber ebenfalls auf das Personal, das gegen Greuther Fürth in der Nachspielzeit noch den 1:1-Ausgleich hinnehmen musste.
Zu Beginn prägte Nervosität die Partie. Auf dem tiefen Boden hatten beide Teams Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden. Torraumszenen blieben Mangelware. Für den ersten Aufreger sorgte Schiedsrichter Lupp, als er Jenas Hasse die Rote Karte zeigte. Der Abwehrspieler kam bei einem Tackling gegen Klinka einen Tick zu spät und musste schon früh vom Feld (18.). In der Folge hatte Aue in Überzahl mehr Raum und nutzte diesen auch zur Führung. Klinka setzte sich auf den rechten Bahn durch, bediente Florian Heller, der mit einem satten Rechtsschuss vollstreckte (26.).
Kurz danach hatte Siradze nach Vorarbeit von Juskowiak das 2:0 auf dem Fuß, sein Schuss verfehlte das Tor nur um Zentimeter (33.).
Jena konzentrierte sich auf die Defensive und versuchte schnelle Konter vorzutragen. Bei einer solchen Situation kam Aues Torhüter Bobel gegen de Napoli zu spät und brachte den Angreifer zu Fall. Wieder zückte Schiedsrichter Lupp die Rote Karte (36.). Für Ersatzkeeper Axel Keller musste Angreifer Klinka weichen.
Die Auer blieben aber auch bei zehn gegen zehn gefährlich und erzielten unmittelbar vor der Pause das 2:0. Nach einem weiten Pass von Emmerich legte Siradze für Juskowiak auf, dessen Schuss von Loose leicht abgefälscht wurde und von Person nicht pariert werden konnte (45.).
Nach der Pause legte Aue nach und erzielte das 3:0. Heller trieb die Kugel auf dem rechten Streifen nach vorne, legte für Siradze auf, dessen Schuss auf der Linie von Kowalik abgeblockt wurde. Den Nachschuss verwandelte Juskowiak sicher (51.).
Aber die klare Führung gab der Schädlich-Elf keine Sicherheit. Im Gegenteil, plötzlich wurde Jena stärker und kam zum verdienten Anschlusstreffer. Nach einem Fröhlich-Freistoß stieg Sykora am höchsten und köpfte unhaltbar für Keller ein (60.).
Anschließend stand Keeper Keller mehrmals im Blickpunkt und rettete mit Glanztaten gegen de Napoli (64.) und Sykora (68.).
Erzgebirge fand in dieser Phase kein Mittel gegen die starken Thüringer, die aber ihre Chancen nicht nutzen konnten.
Auf der Gegenseite machte Heller mit seinem zweiten Treffer nach einem sehenswerten Konter alles klar (73.).
Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Liebers. Der 30-Jährige zog aus 16 Metern ab, gegen den abgefälschten Ball war Person erneut machtlos (84.).
Während Aue am kommenden Sonntag bei Kellerkind Essen seine Serie ausbauen kann, erwartet Jena schon am Freitag den SC Freiburg.
| Erzgebirge Aue |
|---|
| Carl Zeiss Jena |
![]() Aufstellung: Person (5) - Maul (5) , Hasse , Ra. Schmidt (5) - S. Günther (4,5) , Maul (5) - Pagano (5) , Werner - Fröhlich (4) - Sykora (3,5) , de Napoli (5) Einwechslungen: 27. Kowalik (3,5) für Werner 53. Helbig (4,5) für Pagano 69. Mark Zimmermann für S. Günther Trainer:
Weber |
Rote Karten |
|---|
Gelbe Karten |

