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Carl Zeiss Jena

 - 

SpVgg Greuther Fürth

 

1:1 (1:0)

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Carl Zeiss Jena
SpVgg Greuther Fürth
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.











Jena kann die Führung nicht über die Zeit retten

Ausgleich durch Kleine in letzter Sekunde

In einem niveauarmen Spiel erwiesen sich die Fürther als zu ideenlos um die gut stehende Defensive von Jena auszuhebeln. Nachdem die Thüringer durch einen Fürther Abwehrschnitzer in Führung gegangen waren, konnten sie diese über fast eine Stunde gegen ideenlos anrennende Franken über die Zeit retten, verpassten aber Sekunden vor dem Schlußpfiff den Sieg durch eine Unkonzentriertheit bei einer Standardsituation.

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Jenas Trainer Heiko Weber brachte im Vergleich zum 1:1 in Rostock am vergangenen Spieltag mit Pagano für Schlitte einen neuen Spieler auf der rechten Außenbahn. Eine Änderung in seiner Startelf nahm auch Fürths Coach Benno Möhlmann nach dem 2:0-Erfolg über Kickers Offenbach vor. Andreasen übernahm die Position von Caillas.

Beide Teams begannen vorsichtig und legten zunächst das Hauptaugenmerk auf die Stabilisierung der Defensive. Dadurch waren Torchancen in der Anfangsphase der Partie absolute Mangelware. Lediglich Distanzschüsse von Pagano und Ronald Maul bedeuteten eine Gefahr für das Tor der Franken, doch beide blieben in der Fürther Deckung hängen.

Auf der Gegenseite war Greuther Fürth aber ebenfalls wenig druckvoll. Lediglich ein Direktschuss von Timm, den Person im Tor der Thüringer locker pflücken konnte und ein harmloser Distanzschuss von Andreasen waren in der ersten halben Stunde zu verzeichnen.

Der 11. Spieltag

In der Schlussviertelstunde der ersten Spielhälfte zog Jena aber merklich das Tempo an. Greuther Fürth schien davon überrascht und ließ gute Torchancen zu. Zunächst scheiterten zwar Fröhlich, nach guter Vorarbeit von Pagano (34.) und Sykora, der das Tor knapp verfehlte (35.), aber in der 36. Minute war die Führung für die Thüringer fällig.

Günther schlug eine hohe Flanke vor das Tor von Mavric, wo Judt und Kleine nicht im Bilde waren. Fröhlich kam an den Ball und ließ diesen zu de Napoli abtropfen. Der stand völlig frei und staubte aus fünf Metern unhaltbar ab.

Kampf um jeden Ball: Günther (Jena) und Timm (Fürth)
Jeder Ball war umkämpft. Hier steigen Günther und Timm zum Kopfball-Duell hoch.
© dpaZoomansicht

Die Fürther zeigten sich geschockt und brachten bis zur 44. Minute gegen jetzt etwas defensiver agierende Thüringer nichts Konstruktives zu Stande. Erst kurz vor der Pause schreckten die Jenaer Abwehrspieler noch einmal hoch, als Andreasen eine Flanke von Fuchs direkt nahm, den Ball aber aus zwölf Metern neben das Tor von Person beförderte.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs setzte Fürths Trainer Benno Möhlmann mit Oehrl für Reisinger und Caillas für Barut auf mehr Offensive. Eine Maßnahme, die Wirkung zeigen sollte.

Die Fürther spielten mit mehr Druck nach vorne und nagelten Carl Zeiss am eigenen Strafraum fest. Doch auch in dieser Drangperiode sprang für die Franken nur eine Torchance heraus. Mijatovic köpfte eine Ecke von Fuchs aber unglücklich an die Latte (53.).

Nach einer Stunde kam Jena wieder besser ins Spiel und bekam die Fürther Offensivkräfte unter Kontrolle. Wenngleich die Thüringer tief standen und kaum noch Aktionen in der Offensive starteten, so kontrollierten sie zumindest die Angriffsbemühungen der Fürther, die ideenlos vor dem Strafraum den Ball quer schoben.

Auf diese Weise konnte Heiko Webers Mannschaft die Führung in die Schlussphase retten. Sie profitierten allerdings auch von der Tatsache, dass ihnen die Greuther dieses nicht allzu schwer machten. Im Spiel nach vorne offenbarten die Möhlmann-Schützlinge erschreckende Defizite und großen Mangel an Kreativität.

Greuther Fürth warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne. Abwehrchef Kleine gab sogar einen zusätzlichen Mittelstürmer, doch trotz des großen Aufwands kam nicht einmal ein vielversprechender Torschussversuch heraus.

Die Franken hatten allerdings Glück. In der Nachspielzeit sorgte Kapitän Kleine doch noch für den Ausgleich. Fuchs hatte einen Freistoß in den Strafraum gehoben, wo unverständlicherweise Andreasen völlig frei zum Kopfball kam. Bevor Hasse den Ball auf der Linie klären konnte, beförderte Kleine das Sportgerät aus kurzer Distanz über die Linie. Sekunden später pfiff Schiedsrichter Frank ab.

Jena hat durch den Ausgleichstreffer von Kleine zwei wichtige Punkte verloren, hält sich aber nach wie vor über der Abstiegszone. Die Fürther konnten eine weitere Pleite vermeiden und die dritte Niederlage bei einem Aufsteiger gerade noch verhindern. Die Aufstiegsambitionen der Franken werden durch dieses Unentschieden aber auch nicht weiter untermauert.

08.11.06
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Carl Zeiss Jena
Aufstellung:
Person (2,5) - 
Maul (2,5) , 
Hasse (2,5) , 
Ra. Schmidt (3) - 
S. Günther (3,5)   
Maul (3)   
Pagano (3) , 
Werner (3,5) - 
Fröhlich (2,5) - 
Sykora (4,5)   
de Napoli (2)          

Einwechslungen:
60. Mark Zimmermann (3,5) für de Napoli
68. Helbig für Sykora
88. Kowalik für S. Günther

Trainer:
Weber
SpVgg Greuther Fürth
Aufstellung:
Mavric (3,5) - 
Judt (4,5) , 
Kleine (4)    
Mijatovic (4)   
Achenbach (4,5)   
Barut (5)   
Adlung (4)   
Andreasen (4) , 
Fuchs (4,5) - 
Timm (5) , 
Reisinger (5,5)   

Einwechslungen:
46. Caillas (4) für Barut
46. Oehrl (3,5) für Reisinger
80. Schröck für Adlung

Trainer:
Möhlmann

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
de Napoli (36., Linksschuss, Fröhlich)
1:1
Kleine (90. + 1, Rechtsschuss, Andreasen)
Gelbe Karten
Jena:
Maul
(1. Gelbe Karte)
,
de Napoli
(1.)
Gr. Fürth:
Achenbach
(1. Gelbe Karte)
,
Mijatovic
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
08.11.2006 17:30 Uhr
Stadion:
Ernst-Abbe-Sportfeld
Zuschauer:
6403
Schiedsrichter:
Thomas Frank (Hannover)   Note 4
keine spielentscheidenden Fehler, aber ohne klare Linie bei der Beurteilung der Zweikämpfe.
Spieler des Spiels:
Patrick de Napoli
sehr agil und in der Offensive immer anspielbar.
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